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Hamit Altintop kam 2007 von Schalke 04 zum FC Bayern München © getty

Warum hat er bei Bayern verlängert, obwohl er woanders einen Stammplatz sicher hätte? Der Mittelfeldspieler nennt die Beweggründe.

Von Daniel Rathjen

München - Nach der bitteren Niederlage im Finale der Champions League stand ihm der Frust ins Gesicht geschrieben (240448die Bilder) .

Hamit Altintop durfte zwar als Ersatz für Franck Ribery von Beginn an gegen Inter Mailand ran.

Doch Bayern-Trainer Louis van Gaal wechselte ihn einmal mehr nach einer guten Stunde aus.

Vieles deutete danach daraufhin, dass Altintop seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und stattdessen zu einem der Klubs wechseln würde, die an ihm interessiert waren.

Manchester City, Tottenham Hotspur, FC Sevilla, AS Rom, AC Florenz und Atletico Madrid schickten Anfragen an den 27-Jährigen.

Es folgte die Kehrtwende: In der vergangenen Woche verlängerte der Mittelfeldspieler seinen auslaufenden Kontrakt um ein Jahr. Warum?

"Klub ist top"

"Weil der Verein für mich sehr wichtig ist. Der Klub ist einfach top. Die Voraussetzungen, auch im nächsten Jahr international ganz oben mitzuspielen, sind da", erklärt Altintop im "kicker".

Ihm ist gleichzeitig aber auch klar: "Noch so ein Jahr - das geht nicht."

Nur zwei Einsätze über 90 Minuten verbuchte er in seinem dritten Jahr in München.

"Natürlich erwarte ich, dass es für mich besser laufen wird", betont er.

"Ich bin ein gestandener Spieler und kann der Mannschaft einen Schub geben. Ich kann nicht zufrieden sein, ich möchte auf mehr Einsätze kommen. Deshalb habe ich auch nur für ein Jahr verlängert", fügt er an.

Bei van Gaal wähnt er sich in guten Händen. Altintop merkt an: "Es ist nicht so, dass man mir nicht vertraut, sonst hätte mich der Trainer nicht im Champions-League-Finale von Anfang an gebracht."

Das Verhältnis zwischen ihm und dem Niederländer sei jedenfalls nicht angeknackst.

Starke Konkurrenz im Mittelfeld

"Ich war nicht immer glücklich. Wenn du früh ausgewechselt wirst wie in Madrid, bist du sehr emotional. Aber ohne ihn wären wir nicht in diesem Finale gestanden", erkennt er an.

Wenn am 21. Juni die Saisonvorbereitung startet, will er sofort Vollgas geben, um den Abstand zu seinen Konkurrenten zu verringern.

Altintop muss es auf seinen Positionen auf der Außenbahn und in der Zentrale mit Franck Ribery, Arjen Robben, Thomas Müller, Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger und Mark van Bommel aufnehmen.

"Ich werde von Anfang an in die Vorbereitung einsteigen, das könnte ein Vorteil sein", hofft er.

Als echter Teamplayer findet er es aber "blöd, von einem Duell innerhalb einer Mannschaft zu sprechen. Wir sind so weit gekommen, weil die Breite in unserem Kader gestimmt hat.".

Optimismus bleibt

Er setzt auf seine Stärken. An Selbstbewusstsein hat der Ex-Schalker nichts eingebüßt.

"Wenn ich meine Chance bekommen habe, habe ich gezeigt, dass ich es auch kann, wie in Lyon. Die anderen gehen sicher mit einem Bonus in die neue Saison, aber die Dinge können sich schnell ändern."

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