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Felix Magath wurde als Trainer bislang drei Mal Deutscher Meister © getty

Nur ein Treffen unter Freunden oder holt Mateschitz seinen Lieblings-Coach? SPORT1 erfuhr: Der Schalke-Boss war in Salzburg.

Von Christian Ortlepp und Martin Volkmar

München/Salzburg - Es wäre die Transfer-Sensation des Jahres:

Schalke-Boss Felix Magath hat sich mit Red-Bull-Besitzer Didi Mateschitz zu einem Geheimgespräch in Salzburg getroffen.

Wie SPORT1 exklusiv aus gut unterrichteten Kreisen aus Salzburg erfuhr, fand das Treffen am Mittwoch im Hangar7, dem Reich des Brause-Millionärs am Salzburger Flughafen, statt.

Dabei ging es angeblich um eine Verpflichtung des Erfolgstrainers für Viertliga-Aufsteiger RB Leipzig, der so schnell wie möglich in die Bundesliga durchstarten will.

Doch auch ein Wechsel zum österreichischen Meister Red Bull Salzburg scheint nicht ausgeschlossen, obwohl Huub Stevens dort erst vor wenigen Monaten seinen Vertrag bis 2012 verlängert hatte.

Red-Bull-Sprecher: "Nichts ist unvorstellbar"

Jedenfalls lassen die Aussagen eines "Red Bull"-Sprechers zusätzlichen Raum für Spekulationen.

"Es gibt schon länger Kontakt zwischen uns", zitierte ihn die "Bild".

"Felix Magath war auch früher schon als Trainer in Salzburg im Gespräch. Er war mehrmals bei uns in Salzburg, jetzt ist nichts mehr unvorstellbar."

SPORT1 nennt die Hintergründe.

Mateschitz, und das ist kein Geheimnis, ist großer Fan von Magath. Er schätzt sein Auftreten, seinen "schwarzen Humor", sein Erscheinungsbild und seinen Führungsstil.

Nicht nur deshalb war Magath schon desöfteren Gast bei Mateschitz' neuem TV-Sender "Servus TV" in Salzburg.

Und auf Einladung von Red Bull war Magath mit seiner Frau Nicole und den Kindern schon im Edel-Restaurant M32 hoch über den Dächern Salzburgs.

Mateschitz steht auf Magath. Und am Geld wird eine Verpflichtung sicher nicht scheitern.

Siehe die Verpflichtungen im Fußball-Bereich wie Giovanni Trapattoni, Lothar Matthäus oder Franz Beckenbauer.

Willkommener Seitenhieb gegen Schalke

Für Magath ist das Treffen mit Mateschitz ein willkommener Seitenhieb gegen Schalke-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies.

Magath hatte sich Anfang der Woche vehement darüber beklagt, dass die Schulden der Königsblauen wesentlich höher seien als ihm bei seiner Verpflichtung 2008 gesagt worden war.

Zudem forderte er 30 Millionen Euro für zusätzliche Investitionen, um zukünftig in der Bundesliga und vor allem der Champions League bestehen zu können.

Und schließlich hatte der verärgerte Magath auch einen vorzeitigen Abschied aus Schalke, wo er einen Vertrag bis 2013 besitzt, nicht ausgeschlossen.

Ein Angebot von Red Bull wäre also für Magath ein hervorragendes Druckmittel für seine Forderungen bei S04.

RB Leipzig sucht Top-Trainer

Fakt ist zudem, dass RB Leipzig nach der Trennung von Aufstiegscoach Vogel einen renommierten Trainer holen will, um seine großen Ziele zu erreichen.

Der Dosen-Klub soll im Osten der Vorzeigeklub Nummer eins werden. Das Leipziger Stadion ist bereits WM-tauglich (2006).

Oder geht Magath am Ende tatsächlich nach Salzburg?

Immerhin hat seine Familie erst kürzlich ein neues Haus im 150 Kilometer entfernten München bezogen und will auch dort wohnen bleiben.

"Dann kann ich ja immer noch Red Bull Salzburg übernehmen", meinte Magath einmal im Scherz.

Daraus könnte jetzt Ernst werden.

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