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Mateschitz' Vermögen wird auf mehr als vier Milliarden Dollar geschätzt © getty

Dem Charme des Millionärs können sich nur wenige entziehen. Mit Leipzig und Magath als Trainer will er schnell in die Bundesliga.

Leipzig - Felix Magath soll RB Leipzig Flügel verleihen.

Der ambitionierte Regionalligist bastelt eifrig an der Sensation und will den Trainer von Vizemeister Schalke 04 verpflichten.

Eigentlich sollte der neue RB-Coach bereits vorgestellt werden, doch seit Magath ein ernsthaftes Thema ist, wurde die Vorstellung kurzerhand auf Eis gelegt.

"Die Präsentation des neuen Trainers ist für ein, zwei Wochen ausgesetzt worden", sagte Leipzigs Sprecher Hans-Georg Felder am Wochenende.

Offenbar scheint in der Messestadt das Unmögliche möglich zu werden.

Der milliardenschwere Leipziger Klub-Boss Dietrich Mateschitz, gleichzeitig Besitzer des Getränkeriesen Red Bull, bastelt im Hintergrund fleißig an dem Coup.

Stellt ihm Königsblau nicht die geforderten Millionen für Verstärkungen zur Verfügung, dann wird das Thema wohl noch heißer.

Tönnies schaltet sich ein

Schalke-Boss Clemens Tönnies äußert sich momentan nicht zu dem Thema. Die "Bild" berichtet jedoch von einem Treffen zwischen ihm und Magath am vergangenen Donnerstag in "guter Atmosphäre".

Das Ziel von Mateschitz indes ist klar: Der Verein soll so schnell wie möglich in die Bundesliga. Was in Deutschland zu Kopfschütteln führt, wird in Österreich keineswegs als unmöglich erachtet.

Der einstige Bundesliga-Stürmer Peter Pacult sagte der Zeitung "Österreich": "In der Formel 1 sieht man, wie Mateschitz vorgeht. Er hat klein angefangen und ein grandioses Team aufgebaut."

Österreichs Torjäger Marc Janko von RB Salzburg erklärt den Charme des Dosen-Milliardärs Mateschitz.

"Wenn er etwas in Angriff nimmt, zieht er das durch. Es ist schwierig, sich der Faszination zu entziehen, die von Mateschitz ausgeht", sagte Janko.

Offenbar hat Mateschitz Magath bei einem Radausflug überrascht. Wie die "Bild" berichtet, war der gefragte Coach Anfang der Woche mit Freunden zum Radeln in Berchtesgaden.

Interessante Radtour

Wie SPORT1 berichtete, soll Magath bei der Gelegenheit kurzerhand über die Grenze gefahren sein, um sich mit Mateschitz in dessen Salzburger Villa zu treffen.

Bei dem Gespräch ging es angeblich um eine Verpflichtung Magaths für den Viertliga-Aufsteiger RB Leipzig.

Mateschitz' Ziel ist es, dass in Leipzig nach dem Vorbild von 1899 Hoffenheim so schnell wie möglich Bundesliga-Fußball gespielt wird.

Ein Red-Bull-Sprecher hatte gesagt: "Es gibt schon länger Kontakt zwischen uns. Felix Magath war auch früher schon als Trainer in Salzburg im Gespräch. Er war mehrmals bei uns in Salzburg, jetzt ist nichts mehr unvorstellbar."

Pikantes Treffen

Durch die nun angeheizten Spekulationen, dürfte die Saisonvorbereitung beider Teams zusätzlich an Brisanz gewinnen.

Am 24. Juli trifft RB im Leipziger Zentralstadion auf Schalke 04.

Auf der Internetseite der Leipziger läuft bereits erwartungsvoll der Countdown für das Spiel. Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies gab zu den Spekulationen keinen Kommentar ab.

Magath besitzt bei Schalke 04 noch einen Vertrag bis 2013. Der 56-Jährige hatte den Klub in der gerade beendeten Saison zur Vizemeisterschaft geführt.

Leipzig rüstet weiter auf

Kürzlich hatte Magath Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro für neue Spieler gefordert, um das Ziel Meisterschaft bis zum Jahr 2013 zu erreichen.

Zuletzt hatte der Klub für die vierte Liga unter anderem Mittelfeldspieler Alexander Laas verpflichtet, der in der Bundesliga bereits für Arminia Bielefeld, den VfL Wolfsburg sowie den Hamburger SV aktiv war.

Ende Mai wurden Sportdirektor Jochim Krug und Trainer Tino Vogel entmachtet, obwohl der Klub den anvisierten Aufstieg geschafft hatte.

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