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Felix Magath wechselte nach der Wolfsburger Meister-Saison 2009 zu Schalke © getty

Der Trainer beendet die Spekulationen über einen Abschied in Richtung Red Bull. Auch Ballack ist offenbar kein Thema mehr bei S04.

Von Martin Hoffmann

München - Kommt Michael Ballack, geht Felix Magath? Zwei spektakuläre Gerüchte hatten Schalke 04 zuletzt in Atem gehalten.

Bewahrheiten werden sich nun wohl beide nicht.

Für Ballack ist Schalke laut einem Bericht der "Bild" kein Thema, auch der Klub mache sich keine Hoffnungen mehr auf den DFB-Kapitän.

Trainer Magath hat derweil die Spekulationen über einen Wechsel ins Red-Bull-Imperium beendet.

"Natürlich bin ich da und stehe auf dem Platz"

Der dreimalige Meister-Coach stellt im "kicker" klar, dass er am 23. Juni das Auftakttraining der Königsblauen leiten wird.

"Natürlich bin ich da und stehe auf dem Platz", lässt Magath wissen: "Das ist sicher."

Die Spekulationen über einen mögliches Engagement beim ambitionierten Viertligisten RB Leipzig waren durch ein von SPORT1 enthülltes Treffen Magaths mit Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz am Mittwoch in Salzburg aufgekommen.

Aufhorchen ließ in dem Zusammenhang auch, dass die Leipziger die Vorstellung eines neuen Trainers nach Bekanntwerden des Treffens verschoben.

Richtungsstreit über Transferinvestitionen

Magath befindet sich mit dem Klub in einem Richtungsstreit über die Größenordnung der Transferinvestitionen.

Er fordert, 30 Millionen Euro in neue Spieler zu stecken, der Aufsichtsrat will ihm nur zehn Millionen für Zugänge gewähren.

Weitere Neuverpflichtungen müssten mit Spielerverkäufen gegenfinanziert werden.

Magath hatte im Zuge dieser Kontroverse nicht explizit ausgeschlossen, die Gelsenkirchener zu verlassen.

"Nie" vom Hinschmeißen gesprochen

Davon, dass er hinschmeißen würde, habe er "nie gesprochen", meint Magath nun ? und fügt hinzu: "Mein Vertrag läuft bis 2013."

Man darf dem Routinier dennoch unterstellen, dass er sich der Wirkung, die ein Treffen mit Mateschitz zum jetzigen Zeitpunkt entfalten würde, bewusst war.

Es dürfte ebenso wie das offene Interview über den Ausgabenstreit auch als Signal an den Klub und den mächtigen Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies gedacht gewesen sein.

Offensivstil ade?

Mit dem traf sich Magath soeben das erste Mal seit seiner Rückkehr aus dem Urlaub.

Laut "kicker" war es ein konstruktiver Dialog, in dem die beiden aber keine Einigkeit über den künftigen Kurs erzielen konnten. Weitere Gespräche werden folgen.

Magath deutet nun an, dass die finanziellen Engpässe auch auf sein spielerisches Konzept Auswirkungen haben werden:

"Wenn weniger Geld zur Verfügung steht, muss ich wohl einen ganz anderen Ansatz für unsere Spielstrategie wählen, als ich es ursprünglich vorhatte."

Magaths vielfach erklärtes Ziel war, der traditionell defensiv orientierten Schalker Mannschaft einen angriffslustigeren Stil anzugewöhnen. Das fällt nun womöglich auch dem Sparkurs zum Opfer.

Griechisches Talent im Gespräch

Die finanzielle Zurückhaltung hat allerdings nicht zur Folge, dass der Klub auf dem Transfermarkt nun ganz stillhält.

Die Verpflichtung des Rechtsverteidigers Atsuto Uchida ist im Sack, der 22-jährige WM-Spieler Japans kommt von den Kashima Antlers und unterschreibt bis 2013.

Im Gespräch ist auch der griechische Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos von Olympiakos Piräus.

Griechische Medien berichten, dass Schalke an dem 18 Jahre alten Top-Talent interessiert sei. Magath dementiert die Meldungen nicht.

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