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Als erster Bundesligatrainer ruft Mainz-Trainer Thomas Tuchel zum Trainingsauftakt © getty

Mainz 05 startet rund zwei Monate vor Saisonbeginn als erster Bundesligist in die Vorbereitung. Dafür gibt es später nochmal frei.

Mainz - Ausdauertrainig am Bruchweg statt Relaxen am Mittelmeerstrand: Der FSV Mainz 05 ist als erster Bundesligist in die Saisonvorbereitung gestartet.

Somit hat er seinem Namen als der etwas andere Klub alle Ehre gemacht.

Schon rund zwei Monate vor dem ersten Pflichtspiel Mitte August hatte Trainer Thomas Tuchel am Montagnachmittag 16 Feldspieler und zwei Torhüter zum Trainingsstart nach einer 35-tägigen Sommerpause gebeten.

Die meisten anderen Erstligisten beginnen erst Ende Juni mit der Konditionsbolzerei.

Eine Woche Urlaub folgt

"Wir wollten nicht länger als fünf Wochen freigeben", begründete Tuchel die spezielle Terminplanung, die auch familiäre Aspekte berücksichtigt.

Vom 11. bis 18. Juli bekommen die FSV-Profis noch einmal eine komplette Woche frei.

"Denn wir haben viele Familienväter im Team, die dann mit ihren Kindern in den rheinland-pfälzischen Ferien wenigstens eine Woche Urlaub machen können", erklärte Tuchel.

Das Ziel heißt neunter Platz

Bis dahin steht beim Training die Grundlagenausdauer im Vordergrund - viele und lange Einheiten mit geringerer Intensität.

Ziel in der neuen Runde ist trotz des weiterhin relativ geringen Etats von knapp 30 Millionen Euro die Bestätigung des neunten Tabellenplatzes der vergangenen Saison.

"Dass wir noch einmal so nah an die hundert Prozent Leistung kommen, kann ich mir gut vorstellen", meinte Tuchel und möchte an einer lieb gewonnenen Tradition festhalten: "Wir wollen weiter eine Nische besetzen."

Vier Neuzugänge

Mit dabei waren zum Auftakt die vier Neuzugänge Lewis Holtby (ausgeliehen von Schalke 04), Marco Caligiuri (Greuther Fürth), Tufan Tosunoglu (Kickers Offenbach) und der erst am Montag verpflichetete Haruna Babangida (FC Kuban Krasnodar).

Der Nigerianer hatte sich zuletzt beim FC Barcelona fit gehalten, wo er einst in der Jugend spielte.

U-21-Nationalspieler Holtby verriet dabei auch, warum er den Weg nach Rheinhessen gewählt hat.

"Schalke-Trainer Felix Magath hat mit gesagt, Mainz ist eine Superadresse", berichtete der offensive Mittelfeldspieler.

"Nichts mit dem Abstieg zu tun haben"

Dabei hat er bereits klare Vorstellungen vom Saisonziel: "Ich hoffe, dass wir bis zur Winterpause nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben werden."

Gerade vom 19-Jährigen, der in der Rückrunde der vergangenen Saison an den späteren Bundesliga-Absteiger VfL Bochum ausgeliehen war, erwarten sich die FSV-Verantwortlichen viel.

"Lewis passt perfekt in unser System. Er kann im offensiven Mittelfeld auf allen Positionen eingesetzt werden. Wir haben uns schon ab Tag eins nach Saisonende intensiv um ihn bemüht", sagte der Mainzer Manager Christian Heidel.

Unvollständige Mannschaft

Tuchel musste beim Trainingsstart auf den slowakischen WM-Fahrer Radoslav Zabavnik sowie Miroslav Karhan (Achillessehnenanriss), Zsolt Löw (Knöchel-OP), Christian Wetklo (Nasen-OP), Nikolce Noveski und Jared Jeffrey (beide länger Urlaub) verzichten.

Auch Stürmer Adam Szalai konnte nach einem Bänderriss noch nicht auflaufen.

Ob der FSV den ursprünglich nur bis zum Ende der vergangenen Runde von Real Madrid ausgeliehenen Ungarn weiter verpflichten wird, steht noch nicht fest.

An der ersten Übungseinheit, die rund 400 Zuschauer verfolgten, nahmen als "Gäste" auch Änis Ben-Hatira vom Hamburger SV und der vertragslose Keeper Christopher Gäng teil.

Tuchel ist noch auf der Suche nach einem linken Verteidiger und einem offensiven Mittelfeldspieler für die rechte Seite.

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