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Horst Heldt (r.) wurde schon als Spieler von Felix Magath sehr geschätzt © getty

Der Wechsel des Stuttgarter Managers zu seinem Mentor Magath ist doch noch gescheitert. Dies bestätigt VfB-Präsident Staudt SPORT1.

Von Martin Volkmar

München - Der Transfer-Coup auf Schalke galt schon als perfekt, doch dann legte der VfB Stuttgart sein Veto ein.

"Bild" und "Sport Bild" hatten am Mittwochmorgen den Abschied von Manager Horst Heldt zu den Königsblauen vermeldet.

Doch die Schwaben wollen den Ex-Profi wie schon beim Angebot im Vorjahr nicht aus dem bis 2013 laufenden Vertrag freigeben.

"Von einer Vertragsauflösung kann keine Rede sein", erklärte VfB-Präsident Erwin Staudt auf Nachfrage von SPORT1.

"Horst Heldt hat noch drei Jahre Vertrag beim VfB und es ist unsere Absicht, dass er ihn erfüllt. Diesen Sachverhalt habe ich Clemens Tönnies in einem Telefonat heute Nachmittag noch einmal verdeutlicht."

"Habe davon gehört"

Heldt sollte offenbar bei den Königsblauen Vorstandsmitglied für Sport und Marketing werden. Die beiden weiteren Führungsmitglieder sind Cheftrainer Magath, der dann die Bereiche Sport und Kommunikation verantworten würde, sowie Peter Peters für Finanzen und Verwaltung

Felix Magath erklärte auf SPORT1, dass auch Heldt Interesse an einem Posten bei Schalke bekundet habe: "Er hat mir erzählt, dass er nicht ganz so zufrieden wäre in Stuttgart", berichtete Schalkes Trainer und Sportdirektor.

Zuvor hatte bereits ein VfB-Sprecher SPORT1 erklärt: "Wir haben vom Interesse gehört, einen Wechsel kann ich aber noch nicht bestätigen",

Schon vor einem Jahr interessiert

Schon nach Magaths Unterschrift auf Schalke vor einem Jahr hatte der Traditionsverein heftig um Heldt gebuhlt.

"Wir haben mit ihm gesprochen. Er ist ein hervorragender Manager", sagte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies damals.

"Unser Verein ist so groß, dass wir für ihn Verwendung hätten. Wenn nicht jetzt, dann später."

Schon 2009 keine Freigabe

Schon damals verweigerte der VfB dem erfolgreichen Manager, der das Team 2007 gemeinsam mit Trainer Armin Veh zur Meisterschaft führte, die Freigabe.

Doch Magath gibt die Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit Heldt nicht auf und lässt seinem Ex-Spieler aus Stuttgarter Zeiten ein Hintertürchen offen.

Magath will Heldt vorm Arbeitsamt retten

"Wenn er mal in der Situation ist aufs Arbeitsamt gehen zu müssen, dann werden wir alle Kräfte bündeln, damit er nicht nach Nürnberg fahren muss", witzelte Magath auf SPORT1.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn war Heldt Anfang 2006 nahtlos zum Manager bei den Schwaben befördert worden und hatte kurze Zeit später Giovanni Trapattoni durch Veh ersetzt.

Im Herbst 2009 entließ er dann den Meistercoach, rund ein Jahr später Nachfolger Markus Babbel.

Unterkühltes Verhältnis zu VfB-Coach Gross

Der Schweizer Christian Gross führte den VfB dann aus dem Tabellenkeller fast noch in die Champions League.

Doch das Verhältnis zwischen dem selbstbewussten Coach und dem Manager gilt Insidern zufolge mindestens als unterkühlt.

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