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Michael Ballack spielte von 2006 bis 2010 für den FC Chelsea © getty

In den Poker um Michael Ballack kommt Bewegung. Der Mittelfeld-Dirigent gibt ein Zeitfenster vor, ein Bundesliga-Trio ist guter Dinge.

Von Mathias Frohnapfel

München - Michael Ballack spielt ab Sommer wieder in der Bundesliga:

Immer mehr Anzeichen deuten auf diese Möglichkeit hin, die die "Bild" bereits als Tatsache vermeldet.

Die Kandidaten für den DFB-kapitän, dessen Vertrag beim FC Chelsea nicht mehr verlängert wurde, sind Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV.

Als Favorit gelten derzeit die Leverkusener.

"Werde mich so schnell wie möglich festlegen"

Ballack, der aktuell seinen Riss des Syndesmosebands im Knöchel auskurieren muss, sagte der "Bild":

"Ich werde mich so schnell wie möglich festlegen. Eine Entscheidung fällt innerhalb der nächsten zwei Wochen."

Der Berater des Mittelfeld-Dirigenten, Michael Becker, widersprach derweil der feststehenden Rückkehr nach Deutschland.

Eine Tendenz gibt es nach seinen Worten noch nicht.

Als weitere Interessenten gelten Tottenham Hotspur und der FC Sevilla.

Hoffen auf die Zusage

Der Poker um Ballack ist somit im vollen Gange.

Rudi Völler erklärte: "Jupp Heynckes wäre glücklich, wenn Michael zurück zu uns kommen würde".

Der Bayer-Sportchef kennt Ballack auch aus seiner Zeit als DFB-Teamchef bestens, die beiden telefonieren regelmäßig.

Zudem spielte Ballack bereits von 1999 bis 2002 in Leverkusen, erreichte mit Bayer 2002 das Champions-League-Finale.

Völler setzt "auf emotionalen Faktor"

Auch daher sprach Völler in der "Sport-Bild" über eine "gute Verbindung" und ergänzte: "Unsere Erkenntnis ist zwar, dass ihm andere Vereine mehr Geld bieten. Wir setzen aber auf den emotionalen Faktor."

Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser äußerte die Hoffnung, das Herz des zentralen Mittelfeldspielers erreicht zu haben.

Er stellte aber auch klar: "Wir werden mit Wolfsburg oder dem HSV nicht in ein Wettbieten um Ballack eintreten."

Allem Anschein nach hat bisher Wolfsburg das finanziell lukrativste Paket geschnürt.

Für einen Vertrag bis Ende 2012 bieten die Niedersachsen angeblich ein Salär von 19 Millionen Euro an.

Leverkusen bietet 13 Millionen Euro

Das Gehaltsangebot der Leverkusener soll bei knapp 13 Millionen Euro für zwei Jahre liegen.

"Wir haben vor einigen Tagen ein Angebot abgeben, dass am Rand unserer Möglichkeiten liegt. Das Angebot ist nicht mehr verhandelbar", sagte Holzhäuser.

Falls es eine Zusage gibt, wollen die Leverkusener auf jeden Fall feiern: "Wir hoffen sehr, dass sich Michael Ballack für uns entscheidet. Dann machen wir ein Fass auf."

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