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Seit Juli 2009 ist Felix Magath (r.) Trainer beim FC Schalke 04 © getty

Im Traingslager der Schalker gibt es drei Einheiten täglich. Für die Champions League fordert Magath noch Verstärkungen.

Borkum - Spuren im Sand: So wie Schlagerbarde Howard Carpendale bei seinem alten Hit kommen sich derzeit die Spieler des Vizemeisters Schalke 04 vor.

"Quälix" Felix Magath macht die Königsblauen auf der Nordseeinsel Borkum fit für die Champions League.

Sprints im tiefen Sand mit Gewichten von 15 bis 25 Kilogramm sind dabei nur ein Teil der harten Vorbereitung (SERVICE: Sommerfahrplan Schalke 04).

Um den Erfolg des Vorjahres in der Liga zu wiederholen und in der Königsklasse zumindest die Gruppenphase zu überstehen, setzt Magath aber nicht nur auf Kampf, Ausdauer und Leidenschaft.

"Schwierig, Vorrunde zu überstehen"

"Ich sehe es als schwierig an, mit dem jetzigen Kader die Vorrunde der Champions League zu überstehen und den Erfolg in der Liga zu wiederholen", sagte der Schalker Coach.

"Daher bin ich weiterhin auf der Suche nach Verstärkungen, aber auch nach dem nötigen Geld dafür."

Mit Blick auf die problematische finanzielle Lage des mit 250 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Klubs wird dies kein einfaches Unterfangen.

Farfan verlängert Urlaub

Daher arbeitet Magath mit seinem derzeitigen Kader, zu dem am Mittwoch mit einwöchiger Verspätung auch der Peruaner Jefferson Farfan stieß, hart.

Drei Einheiten stehen täglich (meist ab 7.30 Uhr) auf dem Programm.

Schon in der vergangenen Saison wurden spielerische Mängel durch Einsatz und viel Laufvermögen kompensiert. Etliche Spiele wurden in der Schlussphase noch gewonnen.

Nun kommt die Zusatzbelastung in der Champions League dazu, wo Schalke bei seinen ersten zwei Teilnahmen 2001 und 2005 schon in der Vorrunde scheiterte, aber 2007 immerhin bis ins Viertelfinale vorstieß.

Satzungsänderung abgelehnt

Der 56-jährige Magath sieht sich in seinen Möglichkeiten allerdings eingeschränkt, seit die Schalker Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung des Klubs am 10. Mai mit ihrer Stimme einen Antrag auf Satzungsänderung ablehnten.

Diese hätte Magath nahezu uneingeschränkte Handlungsfreiheit bei Transfergeschäften erlaubt.

"Bei Schalke 04 wird der Verein groß geschrieben, die Mitglieder haben viel Einfluss und die Fans sind ein bedeutender Faktor. Doch das macht den Verantwortlichen die Arbeit nicht unbedingt leichter", meinte Magath.

Verstärkungen gefordert

Der 56-Jährige, hatte zuletzt 30 Millionen Euro für Verstärkungen gefordert und will nach dem Weggang von Toptorjäger Kevin Kuranyi zu Dynamo Moskau noch einen oder zwei Angreifer verpflichten.

Dabei tummeln sich im derzeitigen Schalker Aufgebot sage und schreibe 38 Spieler, von denen allerdings sieben bis acht bei der eigenen Regionalligareserve auflaufen dürften.

Abschied von Sanchez

Außerdem soll der eine oder andere Spieler noch verkauft werden. Von Vicente Sanchez hat sich Schalke bereits getrennt.

Der Uruguayer, der sich nicht in das WM-Team seines Landes für Südafrika spielen konnte, löste seinen bis zum 30. Juni 2011 gültigen Vertrag mit sofortiger Wirkung auf.

Dies teilten die Schalker am Mittwochabend mit.

Zambrano zu St. Pauli?

So stehen der Tscheche Jan Moravek auf dem Sprung nach Hannover und der Peruaner Carlos Zambrano zum Aufsteiger FC St. Pauli 209112(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

Kandidaten für einen Weggang sind auch Rechtsverteidiger Rafinha, an dem der Hamburger SV interessiert sein soll, und möglicherweise auch Marcelo Bordon (34).

Der "Oldie" im Schalker Team wird von Panathinaikos Athen umworben, angesichts des Überhangs gerade auf der Position des Innenverteidigers erschiene ein Wechsel des Brasilianers logisch.

Metzelder mit Sparprogramm

Ein Konkurrent Bordons ist Christoph Metzelder. Der ablösefrei vom spanischen Rekordmeister Real Madrid ins Revier zurückgekehrte frühere Dortmunder ist einer von bisher sechs Schalker Neuzugängen.

Da die Königlichen dem Vizeweltmeister von 2002 aber wegen der Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni die Freigabe verweigert haben, trainierte der 28-Jährige auf Borkum zunächst teilweise nur am Rande mit, ehe er ab Donnerstag voll ins Programm einsteigen darf.

Pander angeschlagen

Christian Pander hat unterdessen am Mittwoch das Trainingslager verlassen. Der Linksverteidiger klagte nach der harten Belastung über muskuläre Probleme und wird die Vorbereitung zunächst in Gelsenkirchen fortsetzen.

Pander hatte in der vergangenen Saison wegen einer erneuten Knieoperation kein einziges Bundesligaspiel absolvieren können.

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