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Franck Ribery (l.) und Mario Gomez müssen sich schon in der Vorbereitung strecken © getty

Momentan lahmen sie, doch eigentlich sollen sie Zugpferde sein. Trainer Louis van Gaal merkt, dass er die Zügel anziehen muss.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Die Bayern kommen in Schwung.

Die 13 WM-Fahrer sind noch nicht mit dabei. Doch die Intensität auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße ist schon wieder hoch.

Trainer Louis van Gaal zieht die Zügel an. "Ich merke im Moment jeden Muskel", seufzte Stürmer Ivica Olic am Mittwoch.

Der Angreifer gibt schon alles und hat einen Vorteil gegenüber der zahlreichen Konkurrenz in der Münchner Offensive.

"Dass ich die komplette Vorbereitung mitmachen kann, ist gut", sagte er zu SPORT1.

"Denn ich weiß, wie schwer es ist, nach einer WM sich wieder gleich zu motivieren."

Holper-Start vermeiden

Einen Holper-Start wie in der vergangenen Saison wollen die Bosse um jeden Preis vermeiden.

Sorgen machen sie sich deshalb vor allem um Franck Ribery und Mario Gomez.

Nach seiner Leisten-OP verpasst Ribery das wichtige Trainingslager am Gardasee vom 19. bis 24. Juli.

Fitness im Urlaub

Um ihn dennoch fit zu halten, bekommt der Franzose extra einen eigenen Physiotherapeuten an die Seite gestellt, der sogar mit ihm in den Urlaub reist.

Durch die Maßnahme dieser speziellen Begleitung ist das verspätete Eintreffen des 27-Jährigen erst möglich geworden.

Eigentlich sollte der Offensivakteur bereits am 15. Juli wieder ins Training einsteigen. Jetzt übt er definitiv erst am 25. Juli wieder mit der Mannschaft.

Ribery hatte schon im vergangenen Jahr fast die gesamte Vorbereitung verpasst und sich anschließend die komplette Saison über mit diversen Verletzungen geplagt.

Deshalb ist van Gaal streng: "Er braucht das auch. Er hat noch niemals eine Basis gehabt, weil er wegen Verletzungen bislang keine Vorbereitung mitmachen konnte", sagte er der "Sport Bild".

Entscheidendes Jahr für Gomez

Parallel äußerte sich Sportdirektor Christian Nerlinger zu Gomez. "Er muss jetzt den Durchbruch schaffen", forderte er in der "tz".

Für ihn sei die kommende Saison ein entscheidendes Jahr: "Auch die WM läuft für ihn bisher enttäuschend. Er steht jetzt im Fokus, da muss etwas kommen."

Gomez war im vorigen Jahr für die Rekordsumme von 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum Rekordmeister gewechselt.

Er will sich aber in jedem Fall bei Bayern durchbeißen - genau wie der zuletzt ebenfalls auf die Auswechselbank verbannte Stürmerkollege Miroslav Klose.

Klose kämpferisch

"Ich werde definitiv meinen Vertrag in München bis 2011 erfüllen. Ich fühle mich absolut wohl in München und kann mir auch vorstellen, noch länger zu bleiben", sagte Klose der "Sport Bild".

"Mein erster Ansprechpartner bleibt daher Bayern."

Allerdings sei auch das Ausland - Italien, England oder Spanien - reizvoll. Sogar ein Engagement in den USA, zum Beispiel bei Red Bull New York, sei denkbar.

Publikumsliebling und Dauerläufer Olic, der in der vergangenen Saison so viele wichtige Tore für Bayern erzielt hatte, macht sich derweil in München kaum Sorgen:

"Der Trainer kennt mich jetzt und weiß, was ich kann", sagte er zu SPORT1.

Der Kampf um die Plätze in der Offensive ist schon jetzt heiß.

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