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Seit 2007 geht Edin Dzeko für den VfL Wolfsburg auf Torejagd © imago

Trotz der verstrichenen Frist bringt der Bosnier potenzielle Interessenten ins Spiel. Die "Wölfe" pokern um weitere Neuzugänge.

Wolfsburg - Wolfsburgs neuer Trainer Steve McClaren verbreitete bei seinem Einstand gute Laune, nur der wechselwillige Stürmerstar Edin Dzeko trübte die Stimmung zum Trainingsauftakt beim VfL (SERVICE: Sommerfahrplan VfL Wolfsburg).

Der Bundesliga-Torschützenkönig machte erneut deutlich, dass er lieber heute als morgen den Werksklub verlassen möchte. Doch bei der sportlichen Führung beißt der Bosnier mit seiner Bitte um die Freigabe (noch) auf Granit.

"Ich hoffe und denke, dass der VfL mich gehen lässt", sagte Dzeko im Interview mit dem "kicker" und deutete an, konkrete Angebote anderer Vereine in der Hinterhand zu haben: "Ich habe etwas Konkretes und muss jetzt in Ruhe mit Dieter Hoeneß und Steve McClaren reden."

Interesse von ManCity

Angeblich hat der englische Klub Manchester City nach wie vor großes Interesse am Angreifer. Allerdings pocht VfL-Manager Dieter Hoeneß nach dem Verstreichen der Frist, in der Dzeko für eine Ablöse in Höhe 40 Millionen Euro den Klub hätte wechseln können, auf einen Verbleib des 24-Jährigen.

"Dass er den Wunsch hat zu wechseln, ist nichts Neues. Ich kann ihn da auch verstehen. Aber Fakt ist, dass wir die Saison mit Edin planen", sagte Hoeneß, der ein Gespräch mit dem Ausnahmestürmer angekündigte.

"Wir bestimmen den Zeitpunkt"

Ein Umdenken des Klubs gilt jedoch als unwahrscheinlich, es sei denn, ein Verein bietet deutlich mehr als die zuvor aufgerufenen 40 Millionen Euro. "Irgendwann wird sich Dzekos Traum von einem Top-Klub erfüllen. Aber den Zeitpunkt bestimmen wir", sagte Hoeneß.

Doch auch der VfL pokert derzeit um weitere Neuzugänge neben dem Schweizer Nassim Ben Khalifa.

Poker um Friedrich

Ganz oben auf der Liste steht Nationalverteidiger Arne Friedrich, der bei der WM in Südafrika bislang glänzte.

Der 31-Jährige soll sich mit Wolfsburg bereits über einen Dreijahresvertrag mit einem geschätzten Jahresgehalt von vier Millionen Euro einig sein.

Noch kam der Transfer wegen der zu hohen Ablöseforderung von Hertha BSC Berlin jedoch nicht zustande. "Wir sind da sehr, sehr zuversichtlich", sagte Hoeneß.

Kacar im Visier

Neben einem Innenverteidiger ist der Meister von 2009 noch auf der Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler. Nach der Absage von Nationalspieler Michael Ballack, der das weniger lukrative Angebot seines Ex-Klubs Bayer Leverkusen annahm, könnte der Berliner Gojko Kacar wieder ins Visier der Wölfe rücken.

Ungeachtet der ungeklärten Personalfragen zeigte sich McClaren zuversichtlich für die neue Saison. "Ich habe den Spielern gesagt, was wir erreichen wollen und dass wir dafür hart arbeiten müssen", sagte der erste englische Coach in der Bundesliga-Geschichte, der den Trainingsstart kaum erwarten konnte: "Die Pause war viel zu lang."

Keine Verständigungsprobleme

Verständigungsprobleme hatte er keine: "Meine Spieler verstehen alle ein bisschen Englisch."

Bei den Profis hinterließ der 49-Jährige, der in der vergangenen Saison in den Niederlanden Twente Enschede zum Meistertitel führte, einen guten ersten Eindruck. "Er legt viel Wert auf Disziplin, gibt sich gleichzeitig recht locker", sagte Mittelfeldspieler Sascha Riether.

Beim Trainingsauftakt, bei dem auch Co-Trainer Pierre Littbarski seinen Einstand feierte, fehlten die neun WM-Teilnehmer.

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