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Horst Heldt bestritt zwei Länderspiele für Deutschland © imago

Der Wechsel des VfB-Managers zu den Königsblauen ist offiziell. Die Nachfolge läuft immer deutlicher auf einen Ex-Torjäger zu.

Gelsenkirchen - Es ist offiziell: Horst Heldt hat bei Schalke 04 angeheuert - und soll Felix Magath möglicherweise als Manager beerben.

Den Wechsel des 40-Jährigen vom VfB Stuttgart zu den Königsblauen machte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies am Samstag perfekt, gab ihm einen Drei-Jahres-Vertrag und einen Sitz im Vorstand.

"Er wird an der Seite von Felix Magath in der sportlichen Leitung tätig sein", bestätigte Tönnies entsprechende Medienberichte.

Wie genau die Aufgabenteilung zwischen Heldt und Trainer-Manager Magath, der bislang alleine für den sportlichen Bereich zuständig war, aussieht, soll in den nächsten Tagen entschieden werden.

"Das müssen wir jetzt schnell machen", sagte Magath und freute sich über die "Verstärkung in diesem Bereich".

Bobic gilt als Top-Favorit

Bei Stuttgart gilt nun Fredi Bobic als Top-Favorit auf Heldts Nachfolge (SERVICE: Sommerfahrplan Schalke und Stuttgart).

Der ehemalige VfB-Stürmer und SPORT1-Experte soll deutlich mehr Chancen auf den vakanten Posten haben als der frühere Schalker Andreas Müller. Die Entscheidung soll laut Medienberichten sogar schon so gut wie gefallen sein.

Bobic selbst hatte gegenüber SPORT1 erklärt: "Ich bin in Bulgarien und arbeite dort. Auch aus Respekt zu meinen Klub werde ich mich zu den Gerüchten nicht äußern."

Bobic ist noch bis 2014 als Geschäftsführer an den bulgarischen Erstligisten Chernomores Burgas gebunden, würde die Freigabe aber wahrscheinlich bei einem Angebot aus dem Schwabenland erhalten.

VfB-Präsident Erwin Staudt hatte bereits vergangene Woche bestätigt, dass der 39-Jährige zu "einer Handvoll Kandidaten" zähle, die infrage kommen.

Vorbereitet auf potenziellen Magath-Abgang

Mit Heldts Verpflichtung will Schalke offenbar auch auf das Szenario vorbereitet sein, dass Magath vor Ablauf seines Vertrages 2013 den Klub verlassen sollte.

Der Trainer und Manager hatte mit Kontakten zum Hamburger SV und dem ambitionierten Viertligisten RB Leipzig Aufsichtsratschef Tönnies verärgert.

Auch seine Forderung nach 30 Millionen Euro für Neuverpflichtungen hatte für Missstimmung gesorgt.

Magath freut sich

Seinen ehemaligen Spieler als Unterstützung im sportlichen Bereich begrüßte Magath.

"Wir konnten ja nicht erwarten, dass wir so schnell so erfolgreich sein werden", sagte der 56-Jährige:

"Mit der Teilnahme an der Champions League ist der Aufwand jetzt höher. Da ist es gut, wenn die Vereinsführung stabiler wird."

"Herausragenden Job gemacht"

Heldt, der offiziell am Dienstag seinen Dienst auf Schalke antritt, sollte schon vor einem Jahr zu den Königsblauen wechseln.

Damals legte allerdings Stuttgarts Präsident Erwin Staudt sein Veto ein. Magath hatte Heldt schon in seiner Wolfsburger Zeit vom VfB weglotsen wollen, Staudt verweigerte aber ebenfalls die Freigabe.

"Er hat in Stuttgart einen herausragenden Job gemacht", lobte Magath, "in seiner Zeit als Sportdirektor ist der VfB Deutscher Meister geworden und zweimal in die Champions League gekommen."

Freundschaftsspiel statt Ablöse?

Losgeeist hatte Tönnies den Ex-Nationalspieler bei einem Treffen am Samstag mit Staudt und VfB-Sportdirektor Jochen Schneider.

"Ich bin nach Stuttgart geflogen, um die Kuh vom Eis zu holen", sagte Tönnies.

Eine Ablösesumme zahlen die Schalker nach eigenen Angaben nicht, nach Informationen der "Bild"-Zeitung sollen die Einnahmen eines Freundschaftsspiels dem VfB zukommen, zudem soll Heldt selbst in die Tasche gegriffen haben.

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