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Tim Borowski feiert mit Franck Ribery seinen Treffer zum 3:2 © getty

Der FC Bayern München setzt seine Siegesserie fort und besiegt den VfL Wolfsburg trotz eines 0:2-Rückstand.

München - Bayern München hat mit einem Kraftakt seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt und das ausgegebene Ziel Herbstmeisterschaft wieder im Blick.

Nach einem 0:2-Rückstand siegte das Team von Trainer Jürgen Klinsmann gegen den VfL Wolfsburg noch mit 4:2 (1:2).

Der Rekordmeister feierte damit seinen dritten Sieg in Serie und ist seit inzwischen fünf Pflichtspielen ungeschlagen.

Der Brasilianer Grafite brachte die von Ex-Bayern-Trainer Felix Magath trainierten Gäste in der 31. Minute per Foulelfmeter mit seinem vierten Saisontreffer in Führung.

Martin Demichelis hatte zuvor Edin Dzeko gefoult.

Umstrittener Elfmeter

Allerdings war es eine knifflige Entscheidung für Schiedsrichter Jochen Drees (Mainz). Die Zeitlupe ließ eher eine "Schwalbe" vermuten.

Nur 120 Sekunden später markierte Dzeko per Kopf das 2:0 nach Flanke von Makoto Hasebe - diesmal stand Lucio viel zu weit weg vom Torschützen.

Wie aus dem Nichts schaffte Franck Ribery mit einem platzierten 18-Meter-Schuss den Anschluss (41.). Kapitän Mark van Bommel (54.) erzielte per Kopf den Ausgleich, ehe der zur Pause eingewechselte Tim Borowski (63.) und Bastian Schweinsteiger (80.) die Aufholjagd der Bayern mit ihren Treffern krönten.

Leichtsinninger Beginn

"Wolfsburg ist ein sehr ernstzunehmender Gegner. Die haben in der letzten Jahren unter Felix Magath die Kleinigkeit von über 30 Spielern verpflichtet", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spiel gewarnt.

Trotz der mahnenden Worte nahmen die Bayern-Profis das Duell mit 50 Millionen Euro aufgerüstete Team mit Blick auf die Heimstatistik gegen die Norddeutschen - 11 Spiele, 10 Siege, 1 Remis - offenbar auf die leichte Schulter.

Bayern mit vielen Fehlpässen

Vier Tage nach dem glanzvollen 3:0 am Champions-League-Feiertag gegen den AC Florenz wirkte der Gastgeber im Bundesliga-Alltag zunächst lustlos.

Die Abwehr mit Christian Lell als Ersatz für den verletzten Ntionalspieler Philipp Lahm leistete sich immer wieder haarsträubende Fehlpässe, und im Spiel nach vorn fehlten gegen die kompakte Wolfsburger Hintermannschaft die zündenden Ideen.

Schon in der ersten halben Stunde hatten die Bayern bei zwei Großchancen der Norddeutschen Glück.

Erst scheiterte Jonathan Santana freistehend am glänzend reagierenden Michael Rensing, dann jagte der Mann aus Paraguay den Ball aus ähnlich aussichtsreicher Position über die Latte (29.).

Moral gezeigt

Nach dem 0:2-Rückstand schallten wieder einmal "Klinsmann, raus"-Rufe durch die mit 69.000 Zuschauern ausverkaufte Arena - doch sein Team zeigteeine tolle Moral.

Nach deutlichen Worten des Ex-Bundesrainers in der Kabine trat seine Team nach der Pause wie verwandelt auf.

Mit dem offensiven Tim Borowski für Massimo Oddo kam mehr System ins Spiel. Die Bayern erspielten sich viele Chancen, gerieten nach der 3:2-Führung durch Abwehrprobleme aber wieder in Bedrängnis.

Wolfsburg hat Pech bei Lattentreffer

Nach 72 Minuten krachte ein Schuss des Wolfsburgers Marcel Schäfer an die Latte. Erst das 4:2 beendete die Gegenwehr der Gäste.

Beste Spieler bei den Bayern waren Ribery und Miroslav Klose. Wolfsburg hatte in Grafite und Josue seine herausragenden Akteure.

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