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Sami Khedira wurde mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister © getty

Sowohl der VfB Stuttgart als auch Khedira-Berater Neubauer dementieren auf Nachfrage von SPORT1 einen Einigung mit Real Madrid.

Von Matthias Becker und Martin Volkmar

München - Aufregung in Madrid, Gelassenheit in Stuttgart.

Die spanische Sporttageszeitung "Marca" berichtet am Donnerstag auf der Titelseite, der Wechsel von Sami Khedira zu Real Madrid sei praktisch perfekt. 209112(Die Bundesliga-Wechselbörse)

Khediras Berater Jörg Neubauer dementiert das auf Nachfrage von SPORT1 aber entschieden.

"Das ist Unsinn", erklärte Neubauer - und liegt damit voll auf der Linie des VfB.

"Es gibt weder Kontakt noch ist etwas unterschrieben. Da ist nichts konkret", sagte auch VfB-Mediendirektor Oliver Schraft SPORT1.

Angeblich zehn Millionen Euro Ablöse

Die "Marca" hatte unter der Überschrift "Totale Einigung" geschrieben, dass Real zehn Millionen Euro für Khedira bezahlen werde.

Der deutsche WM-Star habe sich bereits am Mittwoch in der spanischen Hauptstadt aufgehalten, das Trainingsgelände von Real in Valdebebas besichtigt und sich dort mit dem neuen Trainer Jose Mourinho getroffen, so die "Marca" weiter.

"Auch das ist Unsinn", erklärte Neubauer.

Mourinho war am Mittwoch mit einem Rumpfkader von nur zehn Spielern in die Saisonvorbereitung gestartet.

Neben vielen WM-Teilnehmern fehlten auch die aufs Abstellgleis geratenen Real-Legenden Raul und Guti, die bei Schalke 04 bzw. Besiktas Istanbul gehandelt werden.

Neubauer: "Wir haben keinen Kontakt zu Real"

Dass Khedira schon bald der Ersatz für den defensiven Mittelfeldspieler Guti werden könnte, hatte der VfB bereits am Mittwoch dementiert.

"Ich halte mich an die Fakten. Bisher hat sich weder Real Madrid noch ein anderer Verein bei uns gemeldet", sagte VfB-Sportdirektor Jochen Schneider.

Er hatte ohnehin jüngst erklärt, sich mit Khedira darauf geinigt zu haben, dass dieser auch in der neuen Saison bei den Schwaben bleibt.

Khedira selbst hatte bei der WM angekündigt, sich während seines Urlaubs Gedanken über die Zukunft machen zu wollen. (SERVICE: Sommerfahrplan Stuttgart)

Berater Neubauer versicherte SPORT1: "Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keinen persönlichen Kontakt zu Real Madrid. Wenn mich in fünf Minuten jemand anruft, ist das anders. Aber bislang haben wir keinen Kontakt."

Ablöse nur noch diesen Sommer

Die Dementis sprechen aber keinesfalls dagegen, dass beide Parteien an einem Transfer des Spielers interessiert sein könnten.

"Ich freue mich für Khedira. Ein so junger, hochtalentierter Spieler, der schon solche Leistungen abrufen kann, weckt natürlich Begehrlichkeiten", sagt VfB-Trainer Christian Gross der "Badischen Zeitung".

Khediras Vertrag in Stuttgart läuft Ende der Saison 2010/11 aus. Will der VfB aus der Aufmerksamkeit, die der Mittelfeldmann in Südafrika erregt hat noch Profit schlagen, muss er ihn also jetzt verkaufen.

Nicht von ungefähr hatte Gross zuletzt den "Stuttgarter Nachrichten" gesagt: "Es würde unheimlich weh tun, wenn Sami im nächsten Jahr ablösefrei geht. Wenn die großen Klubs aus England oder Spanien kommen, müssen beide Seiten überlegen."

Korb für Chelsea und Bayern?

Würde der Transfer zu Real tatsächlich zustande kommen, würden zwei andere Top-Klubs in die Röhre schauen.

Englands Meister FC Chelsea hatte ebenfalls Interesse an Khedira bekundet.

Und auch über eine Zusammenführung der deutschen WM-Doppel-Sechs im kommenden Jahr war spekuliert worden.

Demnach hätte Khedira 2011 ablösefrei zum FC Bayern wechseln können, um dort nach dem Abgang von Mark van Bommel an der Seite von Bastian Schweinsteiger aufzulaufen.

"Marca" nicht immer verlässlich

Geht es nach der spanischen Sportpresse, könnte das deutsche Duo in Zuklunft höchstens in Madrid zu bewundern sein.

Die "AS" berichtet, Schweinsteiger wolle nun eingehende Angebote prüfen, darunter auch das von Real Madrid.

Allerdings lag auch die Real Madrid eigentlich nahestehende "Marca" in den letzten Wochen schon einmal spektakulär daneben.

Auf gleiche Weise wie am Donnerstag bei Khedira verkündete das Blatt zuletzt den Wechsel von Weltmeister David Silva vom FC Valencia zu Real.

Silvas Wechsel ist seit Donnerstag auch tatsächlich perfekt - allerdings spielt er in Zukunft für Manchester City.

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