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Die FCK-Aufstiegsarchitekten: Trainer Marco Kurz (l.) und Vorstandschef Stefan Kuntz © imago

Drei verletzte Keeper behindern die Lauterer Vorbereitung. Der Rivale wundert sich, woher das Geld für die Neuzugänge kommt.

Von Martin Hoffmann

München - Jetzt also auch noch Emilio Fioranelli.

Der Nachwuchskeeper des 1. FC Kaiserslautern hat sich das rechte Wadenbein gebrochen und dazu auch noch das Syndesmoseband beschädigt.

Drei bis sechs Monate wird die Regionalliga-Reserve der "Roten Teufel" auf den 19 Jahre alten Deutsch-Italiener verzichten müssen.

Unter normalen Umständen wäre das vielen keine Meldung wert - aber beim FCK summiert sich dieser Unglücksfall mit zwei anderen Verletzungen zu einem größeren Ganzen. Zu einem "Torwartfluch" ("SWR") 209112(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

Sippel und Trapp verletzt

Denn auch die ersten Schlussmänner des FCK sind zuletzt von Blessuren geplagt worden.

Tobias Sippel erholt sich derzeit von einem Muskelfaserriss. Stellvertreter Kevin Trapp musste zuletzt mit einer Oberschenkelzerrung pausieren.

Trapp ist allerdings schon wieder fit, so dass Drittkeeper Marco Knaller keine Vereinsamung beim Torwarttraining mehr befürchten muss.

Und auch Sippel wird rechtzeitig zum Saisonstart beim 1. FC Köln am 21. August wieder zwischen den Pfosten stehen.

Kräftig durchgemischter Kader

Den "Torwartfluch" zu meistern, wird für FCK-Coach unter den Umständen nicht die größte Herausforderung der Saisonvorbereitung sein.

Das dürfte eher die Puzzle-Arbeit sein, aus einem kräftig durchgemischten Kader in wenigen Wochen ein funktionierendes Bundesliga-Team zu formen.

Die Aufstiegs-Stammkräfte Sidney Sam, Erik Jendrisek und George Mandjeck haben die "Roten Teufel" verlassen.

Zehn Neuzugänge sollen die Verluste kompensieren und den Konkurrenzkampf erhöhen (Sommerfahrplan/Zu- und Abgänge).

Mainzer wundern sich

Der neueste in der Reihe: der Österreicher Erwin "Jimmy" Hoffer.

Der SSC Neapel leiht den 23 Jahre alten Angreifer, der schon seit einiger Zeit beim FCK mittrainiert, für ein Jahr in die Pfalz aus. Der Ex-Nationalspieler freut sich pflichtschuldig auf "einen Verein mit großer Tradition und tollen Fans".

Hoffers Wechsel sorgt allerdings für ein gewisses Murren in der erweiterten Nachbarschaft Kaiserslauterns.

Lokalrivale Mainz 05 hätte Hoffer auch gern gehabt. Laut Trainer Thomas Tuchel habe der das Mainzer Angebot aber aus finanziellen Gründen abgelehnt - ähnlich sei es mit dem aus Mainz zum FCK gewechselten Chadli Amri gelaufen.

Darüber, dass die beiden dann bei den Lauterern mit ihren bekannten Geldnöten angeheuert haben, wunderte sich Tuchel: "Man fragt sich, wie sie sich das leisten können."

Fan-Ansturm auf die Tickets

Lauterns Fans lassen sich von solchen Vorwürfen nicht stören.

Schon 20.000 Dauerkarten sind verkauft, für die ersten drei Spiele in Köln, gegen den FC Bayern und in Mainz nimmt der FCK schon keine Ticketbestellungen mehr entgegen.

Die Wartezeit bis dahin wird den Fans mit einigen attraktiven Testspielen gegen namhafte internationale Klubs versüßt.

Test-Highlight gegen Liverpool

Es geht noch gegen den FC Metz (21. Juli), AJ Auxerre (31. Juli), den FC Aberdeen (7. August) und als Höhepunkt gegen den FC Liverpool (24. Juli).

Die reisen zwar ohne die Urlauber Fernando Torres und Dirk Kuyt ins Fritz-Walter-Stadion, haben aber dennoch versichert, keine "B-Elf" auf den Platz zu schicken.

Keine schlechte Einstimmung auf die Rückkehr in die Erstklassigkeit nach vier Jahren Zweiter Liga. So freut sich auch ein User auf einer FCK-Fansite: "Man ist (wieder) wer."

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