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Uli Hoeneß wurde bereits mit 27 Jahren Manager beim FC Bayern München © getty

Uli Hoeneß' Kandidatur als Liga-Präsident wird bei SPORT1-Usern heiß diskutiert. Wie immer polarisiert der Bayern-Boss.

Von Olaf Mehlhose

München - Die Bekanntgabe von Uli Hoeneß, für das Amt des Liga-Präsidenten zu kandidieren, ruft bei den SPORT1-Usern geteiltes Echo hervor.

In einer Umfrage bei SPORT1 (Stand 14.30 Uhr) votierten 49,8 Prozent für ein Engagement des 58-Jährigen. 46,7 Prozent sprach sich dagegen aus, der Rest zeigte sich unschlüssig.

Doch knapp die Hälfte der User glaubt, dass Uli Hoeneß genau der richtige Mann für den Job ist und die Bundesliga unter seiner Führung zu den europäischen Topligen aufschließen werde.

Allerdings gibt es auch einige kritische Stimmen:

Die größte Befürchtung ist, dass die Kluft zwischen den großen und kleinen Klubs unter dem Bayern-Präsident weiter wachse.

Außerdem glauben viele, dass Hoeneß nicht unvoreingenommen an die Aufgabe herangehen werde.

SPORT1 hat einige User-Reaktionen zusammengefasst.

Pro:

"Er ist wohl einer der meistgehassten Leute der Bundesliga, aber wenn er an diese Stelle kommt, wird sich etwas tun. Pro!" morphi

"Wenn jemand Erfahrung hat mit Höhen und Tiefen und allem was man in der Bundesliga erleben kann, dann Uli Hoeneß. Er kennt sich in diesem Geschäft mit Abstand am besten aus. Hoeneß for President! YES HE CAN!" FCB!

"Ich hoffe im Sinne des deutschen Fussball, dass Herr Hoeneß Präsident wird. Denn eine derartige Persönlichkeit mit wirtschaftlichen und fußballerischem Sachverstand würde uns allen sehr helfen. Da Klaus Allofs nicht antritt, soll Uli Hoeneß das Rennen machen! Dass er reichlich Stimmen bekommt, dessen kann er sich jetzt schon sicher sein: Die der Süddeutschen bis auf 1860, die der großen Clubs bis auf den BVB und die von St. Pauli, etc., denen er bei finanziellen Problemen geholfen hat." Werder-fan 83

"Er zieht seine Vorstellung durch"

"Meiner Meinung nach ist Uli Hoeness die Arroganz in Person. Allerdings brauchen wir genau solche Leute, die einfach ihre Vorstellung durchziehen, um international erfolgreich zu sein. Was dann aus Mainz, Lautern, Duisburg etc. wird, ist fraglich, aber aus meiner Sicht ist der internationale Wettkampf deutlich wichtiger als der nationale Vergleich. Leider müssen wir uns den anderen Ligen anpassen..." AlexHK

"Er hat eindeutig das richtige Händchen. Wenn er nur halb so viel Erfolg wie bei Bayern hat, wird die Bundesliga zum Prunkstück Europas: Sportlicher Erfolg auf finanziell glänzender Basis. Das ginge aber zu Lasten der "Kleinen". Und da die Zahl der Visionäre deutlich geringer ist als die der Erbsenzähler, wird Uli auf die Schnauze fallen. Ob das dem deutschen Fußball gut tut, steht dabei auf einem anderen Blatt." fluppes

Contra:

"Mit Uli Hoeneß als Liga-Präsident wird die Kluft zwischen den großen und kleinen Vereinen noch größer werden. Und da für Herrn Hoeneß nur Bayern ein großer Verein ist, können wir uns auf große Langeweile einstellen." Bambino

"Ich bin absolut dagegen. Die Kluft zwischen Liga 1, 2 und 3 zu den Regional- und Oberligen ist jetzt schon immens. Hoeneß als Ligachef heißt neuer Verteilungsschlüssel der TV-Gelder und dann wird's noch elitärer. Die Bundesliga bliebe ein geschlossener Kreis für sich, ähnlich wie beim Eishockey. Rauball macht seinen Job gut. Wie Hoeneß die FIFA wegen der Länderspielterminierung unter Druck setzen will, das möchte ich sehen. Ohne FIFA kein Ligabetrieb, kein Eurocup usw." Tom

"Bayern-Brille 24/7"

"Ich bitte euch, wie kann man das ernsthaft in Erwägung ziehen? Der Uli hat die Bayern-Brille 24/7 auf und würde dann nur noch Entscheidungen durchsetzen, die dem Rekordmeister einen Vorteil bringen, bis sie zum absoluten Serienmeister a la Lyon aufsteigen. Rauball leistet gute Arbeit, man sollte ihn nicht an einem einzigen Länderspieltermin messen. An der starken Präsentation der Deutschen bei der WM hat auch er seinen Anteil." Björn

"Wenn des so kommt wie in anderen europäischen Ligen, dann dürfen gleich mehrere Proficlubs Insolvenz anmelden, weil ein Großteil TV-Gelder wegfallen würde. Die meisten Clubs kämpfen eh jedes Jahr nur ums überleben. Ist natürlich Klasse für Bayern, weil alle ihnen die Bude einrennen werden. Aber die kleinen Clubs müssen sich dann mit dem Rest begnügen. Das ist nur ein Schritt in die Richtung der anderen Lige: 2-4 reiche Clubs und der Rest ist arm!" blaze

"Keine englischen Verhältnisse"

"Ich finde, das momentane Modell mit der Verteilung der TV-Gelder sollte nicht gravierend verändert werden. Die Bundesliga wird auch so in den kommenden Jahren wieder zu den (absoluten) Eliteligen gehören, wenn sie das nicht eh schon ist. Aber so wird es ligaintern extrem langweilig - ist finanziell eh unausgewogen genug. Ich hoffe, wir bekommen keine Verhältnisse wie in England, wo Chelsea und ManU etc 5-6 mal pro Saison 7:0 oder höher gewinnen. Der Letze kann den Ersten schlagen! Gut so!" bla

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