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Der VfL Wolfsburg ist Felix Magaths siebte Trainerstation © getty

Felix Magath redet die Liga stark. Karl-Heinz Rummenigge bestärkt Klinsmann, Hoffenheim bangt um Demba Ba - die Bundesliga-Splitter.

München - Felix Magath hat mit Nachdruck die Qualität der Bundesliga unterstrichen und sich gegen den Pessimismus im deutschen Vereinsfußball gewehrt.

"Wir machen unseren Fußball völlig grundlos schlecht - unseren Fußball, die Spieler, die Trainer und deren Ausbildung. Das geht schon seit Jahren so, deshalb hat der deutsche Fußball derzeit international kein Ansehen", sagte der Trainer und Sportdirektor des VfL Wolfsburg dem "kicker".

Die Bundesliga hätte allerdings international wieder aufgeholt, allein schon durch die Infrastruktur.

"Solche Stadien wie wir hat kein anderes Land. Die Rahmenbedingungen machen die Bundesliga für internationale Top-Spieler zusehends attraktiver. Und auch die Finanzkrise kommt uns entgegen, wenn sie noch weitere Kreise zieht", erklärte Magath.

Meisterschaft "nicht realistisch"

Für seine Trainerlaufbahn setzte sich der 55-Jährige derweil hohe Ziele: "Ich will Deutscher Meister werden und den Europapokal gewinnen."

Für seine Wolfsburger käme diese Vorgabe aber noch zu früh. Die Meisterschaft sei ein sehr schönes Ziel, "allerdings kein realistisches für uns. Wir wollen uns in der Bundesligaspitze etablieren und im nächsten Jahr wieder international spielen", sagte der frühere Nationalspieler.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus der Bundesliga zusammengefasst.

Rummenigge stärkt Klinsmann den Rücken

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Trainer Jürgen Klinsmann erneut den Rücken gestärkt.

"Der Trainer hat die alleinige Lufthoheit, was Taktik und Mannschaftsaufstellung betrifft. Da redet ihm niemand rein", sagte Rummenigge. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass die Rückkehr von Klinsmann zur 4-4-2-Taktik seines Vorgängers Ottmar Hitzfeld auf Drängen der Bayern-Führung und der Mannschaft passiert sei.

"Ob die Taktik 3-5-2 oder 4-4-2 ist, ist doch kalter Kaffee. Es ist nur wichtig, dass du gewinnst und in der Tabelle ganz oben stehst", sagte Rummenigge: "Es bricht doch keinen Zacken aus Klinsmanns Krone, wenn er die Taktik mal ändert. Das ist ein Zeichen der Stärke des Trainers."

Der Vorstandschef hatte Klinsmann zuvor bereits trotz des schlechtesten Saisonstarts seit 31 Jahren eine Jobgarantie bis zum Saisonende gegeben.

Hoffenheim bangt um Ba

Aufsteiger 1899 Hoffenheim bangt vor dem Spitzenspiel am Sonntag gegen den Hamburger SV um den Einsatz von Stürmer Demba Ba und Innenverteidiger Per Nilsson. Ba plagt ein grippaler Infekt, Nilsson laboriert an einer Zerrung in der Hüfte.

Unterdessen bekräftigte Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser, dass der Klub Mittelfeldspieler und Freistoßspezialist Sejad Salihovic halten will.

Der Vertrag von Salihovic läuft nach dem Ende der Saison aus. Neben Hertha BSC Berlin soll auch Bayer Leverkusen Interesse an einer Verpflichtung von Salihovic bekundet haben.

Auszeichnung für Hopp

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp ist unterdessen als "Player des Jahres" ausgezeichnet worden. Den Preis erhielt der Milliardär am Donnerstag auf den 14. Deutschen Sponsoringtagen von Horizont Sportbusiness in Frankfurt/Main. Hopp habe als Macher beim Bundesliga-Neuling mit seinem Strukturprojekt einen Modellfall für den Fußball geschaffen.

Dem SAP-Gründer gehe es um Ideen und Konzepte, was sich nicht nur am Beispiel des Fußball-Engagements, sondern an der Vielzahl der von ihm unterstützten Projekte ablesen lasse, begründete die Jury die Auszeichnung von Hopp.

Meyer: "Einfach mal gewinnen"

Borussia Mönchengladbachs neuer Trainer Hans Meyer hat vor seinem Debüt am Samstag gegen den Karlsruher SC ein denkbar simples Erfolgsrezept offenbart.

"Man muss einfach mal gewinnen", so Meyer, der die "Fohlen" schon von 1999 bis 2003 trainiert hatte. So würde seine Mannschaft neues Selbstbewusstsein gewinnen: "Dann kann sie auch wieder besser Fußball spielen."

Bislang hat der Aufsteiger nur einen Sieg auf dem Konto. Meyer muss im Borussia-Park allerdings auf Steve Gohouri (Muskelfaserriss) und die beiden Langzeitverletzten Sebastian Schachten und Jan-Ingwer Callsen-Bracker verzichten.

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