vergrößernverkleinern
Mesut Özil (l.) und Sami Khedira wurden zusammen U-21-Europameister © getty

Der Transferpoker um die beiden WM-Stars hat offenbar erst begonnen. Am Ende könnte Real Madrid sogar mit leeren Händen dastehen.

Von Martin Volkmar

München - Der Transferpoker um Sami Khedira und Mesut Özil hat offenbar erst begonnen.

Das Interesse von Real Madrid an den beiden deutschen WM-Stars ist zwar verbürgt.

Doch am Ende könnten die Königlichen mit leeren Händen dastehen.

Namhafte andere Interessenten

Denn sowohl für den Stuttgarter als auch für den Bremer gibt es auch namhafte andere Interessenten.

Und es ist zudem keinesfalls ausgeschlossen, dass sie in der neuen Saison weiter in der Bundesliga spielen.

So dementierte Khedira in seiner ersten Stellungnahme überhaupt die Berichte aus Spanien, dass sein Wechsel nach Madrid bereits sicher sei.

"Es gibt keine Einigung mit Real"

"Es gibt keine Einigung mit Real. Und es ist auch nicht entschieden, was ich mache", sagte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler dem "kicker".

"Das Interesse freut mich. Aber ich muss mir erst einmal alles durch den Kopf gehen lassen. Diese Entscheidung ist wichtig für die nächsten Jahre meiner Karriere."

Während er sich daher Zeit lassen will bis zum Ende seines Urlaubs Anfang August, will Real offenbar noch in dieser Woche eine Klärung.

Madrider bieten acht Millionen, VfB will 13

Laut Informationen der Sportzeitung "as" bietet der spanische Rekordmeister acht Millionen für Khedira, der noch einen Vertrag bis 2011 hat. Die Stuttgarter fordern angeblich 13 Millionen Euro.

"Vor Monaten haben wir versucht, den Vertrag zu verlängern. Das ist uns nicht gelungen. Real Madrid hat sein Interesse mittlerweile auch offiziell bekundet", sagte der derzeitige Sportdirektor Jochen Schneider.

Schließlich können sich die Schwaben auch vorstellen, um Khedira herum eine neue Mannschaft zu bauen. Dies habe ihm Trainer Christian Gross in einem "sehr ehrlichen und offenen Gespräch" mitgeteilt.

Und außerdem gibt es noch weitere Top-Klubs, die am Deutsch-Tunesier interessiert sind wie der FC Chelsea, Arsenal und für die nächste Saison wohl auch den FC Bayern. 209112(Die Bundesliga-Wechselbörse)

Juventus intensiviert Werben um Özil

Gleiches gilt für Mesut Özil, der durch seine starken WM-Vorstellungen nicht nur bei Real auf der Liste steht.

Aktuell soll sich laut italienischen Medien wieder Juventus Turin intensiv um den Mittelfeldspieler bemühen und Werder zudem eine Rückkehr von Diego anbieten.

Allerdings ist es auch möglich, dass die Bremer die Angebote ablehnt. Zumal Özils Marktwert inzwischen weit höher sein dürfte als die von Real angeblich gebotenen 16 Millionen Euro.

Werder-Boss Klaus Allofs kann sich sogar vorstellen, den 21-Jährigen erst nach Vertragsende im kommenden Sommer abzugeben. (SERVICE: Die Bundesliga-Sommerfahrpläne)

Allofs: Alles ist möglich

"Ein ablösefreier Abschied eines Spielers wird immer als größtmögliches Unglück angesehen", sagte er dem "kicker".

"Aber wenn es wirtschaftlich nicht möglich ist, zu verlängern, wir sportlich aber überzeugt davon sind, den Spieler zu behalten, dann muss man auch mal damit leben, dass ein Vertrag ausläuft."

Schließlich wäre Özil ein wichtiger Faktor für ein Überstehen der Champions-League-Qualifikation und ein erfolgreiches Abschneiden in der Königsklasse - was wiederum Millionen-Einnahmen nach sich ziehen würde.

Ganz abgesehen davon, dass Allofs entgegen anderslautender Berichte auch weiterhin eine Vertragsverlängerung mit Özil für möglich hält:

"Wir sind vor der WM nicht zum Ziel gekommen und haben das Thema deshalb zurückgestellt. Aber das heißt nicht, dass wir die Gespräche nicht wieder aufnehmen."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel