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Uli Hoeneß ist seit 27. November 2009 Präsident des FC Bayern München © getty

Der Präsident des FC Bayern wird nun doch nicht für den DFL-Chefposten kandidieren. "Interessenskonflikte" nennt Hoeneß als Grund.

Von Martin Volkmar

München - Rückzieher von Uli Hoeneß:

Der Präsident des FC Bayern wird nun doch nicht für den Chefposten der Deutschen Fußball-Liga kandidieren.

Damit bleibt der bisherige DFL-Boss Reinhard Rauball, den Hoeneß telefonisch informierte, einziger Kandidat.

"Ich würde in zu viele Interessenskonflikte geraten", sagte Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung".

Familie und Fans intervenieren

Gründe dafür seien die Proteste der eigenen Familie und vieler Bayern-Fans sowie die Tatsache, dass er im Falle einer Wahl seine zahlreichen sozialen Projekte vernachlässigen müsse.

"Das müsste ich alles aufgeben, das war's mir am Ende nicht wert", erklärte der 58-Jährige.

Wahlchancen gering

Erst am Freitag hatte Hoeneß seine Kampfkandidatur gegen Amtsinhaber Rauball bei der DFL-Vollversammlung am 18. August in Berlin bekanntgegeben.

Am Wochenende hatte er dann mit vollmundigen Versprechungen Werbung in eigener Sache gemacht. "Wenn ich gewählt werde, wird es allen besser gehen", hatte er unter anderem erklärt.

Allerdings galt seine Wahl als höchst fraglich, zuletzt wurden ihm maximal zehn der 36 Stimmen zugeordnet.

Hopfner soll in Liga-Vorstand

Da sich Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsmitglied der DFL zurückzieht haben die Bayern nun ihren eigenen Finanzchef Karl Hopfner als Vorstand für den Ligaverband vorgeschlagen.

Damit will der Rekordmeister sichern, dass der Verein weiterhin in der DFL vertreten wird.

Rauball nimmt Rückzug "mit Respekt zur Kenntnis"

Rauball nahm den Rückzug von Hoeneß "mit Respekt zur Kenntnis. Gleichzeitig begrüße ich es im Sinne der Liga, dass sich der FC Bayern in Person von Karl Hopfner weiter im Ligavorstand engagieren möchte. Ich werde seine Wahl unterstützen".

Für das Gesamtinteresse der Liga sei es "von Bedeutung, dass der Branchenführer auch in den kommenden drei Jahren verantwortlich im Ligavorstand vertreten ist", erklärte der seit drei Jahren amtierende DFL-Boss.

"Ich bin davon überzeugt, dass die Bundesliga auch in den kommenden drei Jahren vom erfolgreichen Miteinander aller 36 Klubs profitieren wird."

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