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Erwin Staudt ist seit 2003 Präsident des VfB Stuttgart © getty

Der VfB bestätigt fünf Kandidaten für den Sportvorstand. Zudem erzielen die Schwaben zum siebten Mal in Folge einen Gewinn.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat eine Liste von fünf Kandidaten für die Nachfolge von Sportvorstand Horst Heldt aufgestellt.

Präsident Erwin Staudt bestätigte am Montagabend im Rahmen der Mitgliederversammlung, dass mit den Bewerbern bereits Gespräche geführt worden seien.

Die besten Chancen auf den Posten werden den früheren Stuttgarter Profis Fredi Bobic und Gerhard Poschner eingeräumt. (SERVICE: Die Bundesliga-Sommerfahrpläne)

Bobic arbeitet derzeit beim bulgarischen Erstligisten Chernomorez Burgas, er besitzt dort einen Vertrag bis 2014.

Poschner war bis Mai als Generaldirektor beim spanischen Erstligisten Real Saragossa angestellt. Zudem wurde bekannt gegeben, dass der VfB zum siebten Mal nacheinander einen Gewinn erzielt hat.

Erneuter Gewinn

Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2009 wiesen die Schwaben mit Stichtag 31.Dezember bei einem Rekordumsatz von 145,838 Millionen Euro einen Überschuss von 11,786 Millionen Euro aus.

Im Geschäftsjahr 2008 hatte der VfB bei einem Umsatz von 98,678 Millionen Euro nur 1,128 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung kündigte Finanzvorstand Ulrich Ruf allerdings auch ein Ende der finanziell sehr ertragreichen Jahre an.

Mindereinnahmen im Jahr 2010

"2010 wird der Verein keine schwarzen Zahlen schreiben", sagte er. Grund dafür seien Mindereinnahmen, da sich die Mannschaft nicht für die kommende Saison in der Champions League qualifiziert habe.

Hinzu kämen die finanziellen Belastungen durch den Umbau der Mercedes-Benz-Arena.

Für das laufende Geschäftsjahr plant Ruf mit einem Umsatz von rund 90 Millionen Euro, zugleich will er die Personalkosten für den Lizenzspielerkader von 67,597 Millionen Euro auf rund 50 Prozent des kalkulierten Umsatzes drücken, also auf etwa 45 Millionen Euro.

Abhängig vom sportlichen Erfolg

In den Posten flossen in 2009 auch außergewöhnliche Ausgaben wie die Abfindung für den entlassenen Teamchef Markus Babbel ein.

Die Rekordzahlen des VfB Stuttgart zeigen, wie stark ein Klub vom sportlichen Erfolg abhängig ist. In 2009 wurden unter anderem die Einnahmen aus der Vorrunde der Champions League in Höhe von rund 20 Millionen verbucht.

Hinzu kamen außergewöhnliche Transfererlöse: Etwas mehr als 32 Millionen Euro kassierte der VfB durch den Verkauf von Spielern, was sich im vergangenen Jahr praktisch ausschließlich durch den Wechsel von Mario Gomez zu Bayern München ergab 209112(Die Bundesliga-Wechselbörse).

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