Im Trainingslager am Gardasee sind die Bayern omnipräsent - nicht nur in Dessousgeschäften. Die tägliche Party darf nicht fehlen.

Tagsüber pflegt der Gardasee-Tourist seinen Bauch.

Am Nordufer in Riva del Garda ähneln die Menschen jenen an anderen typischen Pauschal-Urlaubsorten.

Bräunen, Pizza essen, Surfer gucken - so sieht der Alltag für die "Men in Badeschlappen" aus. Aber warum auch nicht? Is ja schließlich Urlaub...

Am Abend zieht es sie dann geschlossen vom See in die Stadt, das wummernde Zentrum steht für Spaß am Abend.

Vor allem, weil gerade der FC Bayern zu Gast ist. Täglich steigt auf der Piazza 3 Novembre die "rot-weiße Party" mit DJ und ordentlichen Bässen. Vor der Bühne - in Anlehnung an Sammy Kuffours Ausdrucksweise - jede Menge rot-weiße Trikots.

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Die Szenen, die sich dort abspielen, haben den Charakter einer Mischung aus Dorfdisco und Kindertanz. Nett anzusehen.

Der deutsche Rekordmeister ist ohnehin omipräsent. Überall wird darauf hingewiesen, von wann bis wann die Münchner da sind. Selbst Dessousgeschäfte staffieren ihre Schaufensterpuppen mit Bayern-Schals aus.

In Arco, dem Trainingsort, sind Zusatztribünen aufgebaut, sogar Schlachtgesänge werden von einem Fanklub gebrüllt.

Es zeugt jedoch von einer gewissen Ironie, wenn es bei einem Trainingsspiel "Wir wolln Bayern, wir wolln Bayern, wir wolln Bayern siegen sehen...!", von den Rängen schallt.

Der Ansturm hält sich in Grenzen, doch angesichts des Kaders, mit dem die Bayern angereist sind, ist er doch enorm.

Purer Wahnsinn ist demnach, dass die Bayern am Montagabend von mehreren Tausend auf dem Piazza 3 Novembre empfangen wurden. Mit einem Schiff fuhren sie in den Hafen ein, Louis van Gaal mit einem Extra-Boot vorneweg.

Noch einmal zur Erinnerung: Andreas Ottl, Anatoliy Tymoshchuk, Ivica Olic, Danijel Pranjic, Hamit Altintop, Jose Sosa und Diego Contento sind die einzigen anwesenden Feldspieler, aufgefüllt wurde der Kader durch die komplette Reserve.

Altintop zeigte sich vom bombastischen Empfang sogar nachhaltig beeindruckt. Am Tag danach wollte er das unbedingt noch mitteilen.

"Es war toll. Und es gibt mir das Gefühl, beim richtigen Verein verlängert zu haben", sagte er stolz. Na immerhin!

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