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Auch in der kommenden Saison Torgaranten? Özil, Pizarro und Almeida (v.l.n.r.) © getty

Pizarro sieht in Bremen "die Qualität, Meister zu werden". Auch Almeida hat sich "einiges vorgenommen". Doch was macht Özil?

Von Björn Seitner

München - Der Kader steht noch nicht endgültig fest, aber zumindest das Ziel ist klar formuliert.

Claudio Pizarro möchte mit Werder Bremen in der kommenden Saison nichts Geringeres als den deutschen Meistertitel gewinnen.

"Die Bundesliga zu gewinnen, das ist das Wichtigste. Wir haben die Qualität, Meister zu werden", so die Kampfansage des Peruaners.

"Auch wenn es mit Bayern, Schalke und Leverkusen sehr starke Mannschaften gibt", möchte der beste ausländische Torschütze in der Bundesliga-Geschichte zum fünften Mal die Schale an die Weser holen, "egal, wie viele Treffer ich dabei selber erziele".

Bremen kann "viel erreichen"

Unterstützung in seinem Vorhaben bekommt Pizarro von einem Stürmerkollegen.

Denn auch Hugo Almeida hat sich "einiges vorgenommen".

Beim 3:1-Testspielsieg gegen den SSV Reutlingen jedenfalls bewies Almeida seine Klasse und bereitete alle drei Treffer seiner Mitspieler vor. (SERVICE: Die Bundesliga-Sommerfahrpläne)

"Letztes Jahr waren wir Dritter und haben uns für die Champions League qualifiziert. Wir haben uns neue Qualität in die Mannschaft geholt und wissen, dass wir eine starke Truppe haben", so der 26-Jährige zu SPORT1.

Auch wenn der Portugiese nicht direkt von der Meisterschaft reden will, könne Bremen "in dieser Saison viel erreichen".

Auch Arnautovic soll Tore garantieren

Zumindest viele Tore wolle er schießen und somit eine wichtige Rolle innerhalb der Mannschaft einnehmen.

Genau das soll auch Marko Arnautovic.

Den 21-jährigen konnte Bremen für die stolze Ablösesumme von 6,2 Millionen Euro von Twente Enschede loseisen.

Zuvor spielte Arnautovic ein Jahr bei Inter Mailand, konnte sich bei den Italienern aber aufgrund des verletzungsbedingten Fehlens in der Saisonvorbereitung nicht durchsetzen.

Verhandlungen mit Özil

Die Qualität im Sturm der Bremer ist also vorhanden, doch von wem sollen die wichtigen Zuspiele kommen?

Entscheidend für die Verwirklichung von Pizarros Titel-Traum wird vor allem der Ausgang der Verhandlungen mit Mesut Özil sein. 209112(Die Bundesliga-Wechselbörse)

Wie Sportdirektor Klaus Allofs der "Syker Kreiszeitung" mitteilte, ist eine Einigung über eine Vertragsverlängerung über 2011 hinaus geplatzt.

"Wollen Mesut behalten"

"Wir haben bei unseren Gesprächen keine Lösung gefunden. Wir hatten unsere Vorstellungen, aber der Weg war nicht zu Ende zu bringen", so Allofs.

Wie der 53-Jährige gegenüber der "Bild" aber deutlich machte, steht fest: "Wir wollen Mesut behalten!"

Auf das große Interesse ausländischer Klubs reagiert Allofs noch gelassen: "Es gibt keine konkreten Angebote. Und solange das nicht der Fall ist, müssen wir uns auch nicht damit auseinandersetzen."

Abschied mit Titel?

Daher kann sich der Sportdirektor auch vorstellen Özil erst 2011 gehen zu lassen - dann allerdings ablösefrei.

"Wenn es wirtschaftlich nicht möglich ist, zu verlängern, wir sportlich aber überzeugt davon sind, den Spieler zu behalten, dann muss man auch mal damit leben, dass ein Vertrag ausläuft", so Allofs im "kicker".

Dass die Bremer auf motivierte Unterstützung ihrer Stürmer zählen können, kommt Allofs in seinen Gesprächen mit Özil aber sicherlich entgegen.

Und so könnte sich der 17-malige Nationalspieler möglicherweise in einem Jahr mit der Meisterschaft von der Weser verabschieden.

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