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Heiko Westermann war in der letzten Saison Kapitän beim FC Schalke 04 © getty

Das Warten hat ein Ende. Der Abwehr-Allrounder unterschreibt für fünf Jahre in Hamburg und reist am Donnerstag noch ins Trainingslager.

Längenfeld - Das Warten hat ein Ende:

Der Transfer von Abwehrspieler Heiko Westermann vom Vizemeister Schalke 04 zum Rivalen Hamburger SV ist endgültig perfekt.

Beim HSV hat der Nationalspieler einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieben.

Westermann reiste noch am Donnerstagabend ins Trainingslager der Hamburger nach Längenfeld (Österreich), um sich seiner neuen Mannschaft anzuschließen.

Hamburg zahlt 7,5 Millionen Euro

Zuletzt hatte es um den Transfer noch einmal Verwirrung gegeben. Dabei schien der Ausgang des Pokers für alle Beteiligten ohnehin schon lange klar.

Westermann sah bei den Gelsenkirchenern keine Perspektive auf den Stammplatz in der von ihm bevorzugten Abwehrzentrale. 209112(Die Bundesliga-Wechselbörse)

Der HSV überweist für seine Dienste rund 7,5 Millionen Euro an S04.

Westermann bereits mit Trikot auf der Homepage

Doch Westermanns Unterschriften fehlten: Unter dem Vertrag in Hamburg und unter der Auflösungsvereinbarung bei Schalke 04.

Alles andere war geklärt - angeblich schon länger. Zuletzt gab es auf der Homepage des HSV für ein paar Stunden sogar bereits ein Interview mit dem potenziellen Zugang zu lesen.

"Der HSV ist ein geiler Klub mit sehr vielen Fans, in einem geilen Stadion und einer schönen Stadt", war der dort abgebildete Westermann zitiert worden.

In der Hand: Ein HSV-Trikot. Im Hintergrund: Alster und Rathaus.

Medizincheck schon absolviert

Auch den Medizincheck hat der Abwehrspieler, der die WM in Südafrika wohl nur aufgrund eine Kahnbeinbruchs im Sprunggelenk verpasste, bei den Hamburgern bereits bestanden.

Jetzt sind endlich auch die letzten fehlenden Formalitäten erledigt.

Dem ersehnten Abwehrbollwerk mit Westermann und dem niederländischen Vize-Weltmeister Joris Mathijsen steht nichts mehr im Wege.

Ein Blick auf den bisherigen Kader der Hamburger verdeutlicht, wie dringend die Hanseaten einen Innenverteidiger mit entsprechender Klasse benötigten.

Innenverteidiger dringend gesucht

Neben Mathijsen steht nur noch David Rozehnal für diese Position zur Verfügung.

Der Tscheche, vor der vergangenen Saison für fünf Millionen Euro verpflichtet, entpuppte sich bisher jedoch nur als grandioser Transferflop - für Westermann die große Chance, künftig ausschließlich auf seiner Libelingsposition zu glänzen.

"In Hamburg hat man einen Innenverteidiger gesucht. Ich denke, dass ich hier meine Stärken gut einbringen kann", sagt der 19-malige Nationalspieler, der bei Schalke zuletzt immer wieder auf verschiedenen Defensivpositionen aushelfen musste.

"Für Heiko ist die Position der Knackpunkt. Wir sind bei den Innenverteidigern gut aufgestellt, aber der HSV hat dort Bedarf", sagt S04-Trainer Felix Magath, der sich durch Millionen-Ablöse weiteren Spielraum für die Zusammenstellung seines Kaders erhofft.

Investor steuert Millionen bei

Der HSV bringt den Betrag auch durch die Gelder seines neuen Investors Klaus-Michael Kühne auf, der dem Vernehmen nach rund 2,5 Millionen Euro zu dem Transfers beisteuert.

Im Gegenzug erhält der Mäzen bei einem Weiterverkauf Westermanns 30 Prozent der Ablöse.

Möglicherweise ist Kühnes Schatulle in den kommenden Wochen allerdings noch weiter gefordert.

Kacar auf der Wunschliste

Nach den Abwehrspielern Westermann, Dennis Diekmeier und Lennard Sowah sowie Torhüter Jaroslav Drobny soll noch mindestens ein Mittelfeldspieler kommen.

Ganz oben auf der Wunschliste: Gojko Kacar von Erstliga-Absteiger Hertha BSC Berlin. Im Angriff betrieb der HSV am Donnerstag hingegen Personalabbau.

Marcus Berg, der im vergangenen Sommer für zehn Millionen Euro in die Hansestadt gewechselt war und floppte, wurde auf Leihbasis zur PSV Eindhoven weitergereicht.

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