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Felix Magath schoss als Spieler 46 Tore in 306 Bundesliga-Spielen © getty

Wolfsburg-Coach Felix Magath spricht im Sport1.de-Interview über seine Rückkehr zu den Bayern und erklärt, was sein Team auszeichnet.

Von Michael Schulz

München - Es ist eine Reise in die Vergangenheit, die Felix Magath am Samstag antritt.

Der Wolfsburg-Coach gastiert mit seiner Mannschaft bei Bayern München (ab 15 Uhr LIVE), dem Klub, den Magath zwischen 2004 und 2007 erfolgreich trainierte.

Zweimal hintereinander holte er mit dem Rekord-Champion Meisterschale und DFB-Pokal, ehe er Anfang 2007 entlassen wurde, als es in der dritten Saison nicht mehr rundlief.

Im Interview mit Sport1.de spricht Magath über seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, die Arbeit des jetzigen Bayern-Coachs Jürgen Klinsmann und das Hoch seiner Mannschaft trotz der Dreifachbelastung Liga, Pokal und UEFA-Cup.

Nur zu einem Thema, das die Fußballwelt bewegt, schweigt der "Wölfe"-Coach sich aus: Über den Zoff im DFB-Team zwischen Bundestrainer Joachim Löw sowie Michael Ballack und Torsten Frings will Magath sich nicht mehr äußern.

Sport1.de: Sie halten sich normalerweise mit Lob zurück, haben aber nach dem Bielefeld-Spiel erklärt, ihr Team hätte im Stile einer Spitzenmannschaft gespielt. Was zeichnet Ihren Kader in dieser Saison aus?

Felix Magath: Wir haben im Vorjahr zahlreiche Spiele durch Einsatz und Kampf für uns entscheiden können und auf der Zielgerade der Saison gar noch die Qualifikation für den UEFA-Cup geschafft. Das war ein Kraftakt. In dem Spiel gegen Bielefeld konnten wir auch spielerisch über weite Strecken überzeugen. Das mag auch durch die Leistung des Gegners an diesem Tag begünstigt worden sein. Deshalb müssen wir solche Auftritte auch gegen Spitzenmannschaften unter Beweis stellen. Insgesamt aber bin ich mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden.

Sport1.de: Was haben Sie im Gegensatz zur vergangenen Saison in punkto Taktik und Spielweise geändert?

Magath: Wir waren auch schon im Vorjahr auf Offensivfußball ausgerichtet. Daran hat sich auch in dieser Spielzeit nichts geändert und dies wird auch meine Philosophie bleiben.

Sport1.de: In dieser Saison tanzt der Klub erstmals auf drei Hochzeiten (Liga, DFB-Pokal, UEFA-Pokal). Kommt diese Dreifachbelastung für den Verein zu früh oder ist der Kader stark genug?

Magath: Fakt ist, dass wir mit dem Erreichen des UEFA-Cup-Platzes bereits in der vergangenen Saison unserer Zielsetzung voraus sind. In den beiden Pokal-Wettbewerben wollen wir so weit kommen wir möglich. Gerade die Spiele im UEFA-Cup sind für die jungen Spieler eine wichtige Erfahrung. Sich mit internationalen und unterschiedlichen Gegnern auf diesem Niveau messen zu können, kann uns nur weiter voran bringen.

Sport1.de: Mit den Italienern Andrea Barzagli und Cristian Zaccardo sind zwei Weltmeister im Team, aber nur Barzagli ist Stammspieler. Was fehlt Zaccardo dazu noch?

Magath: Er hatte das Pech, dass er während der Vorbereitung verletzt war und dadurch zu Saisonbeginn Defizite hatte. Im Auswärtsspiel auf Schalke hat er zuletzt eine gute Leistung gezeigt, sich kurz danach im Freundschaftsspiel in Fürth aber wieder verletzt. Ich hoffe aber, dass er in der kommenden Woche wieder zum Kader gehören wird.

Lesen Sie im zweiten Teil, wie Magath die Bayern schlagen will und wie er Klinsmanns Arbeit beurteilt.

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