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Thimothée Atouba wechselte 2005 von Tottenham zum HSV © getty

Der schwere Verletzungsverdacht bei Thimothée Atouba hat sich bestätigt. Jetzt fährt der HSV mit großen Sorgen nach Hoffenheim.

Zilina - Die schwere Verletzung von Thimothee Atouba trübte die Freude beim Hamburger SV über den 2:1 (2: 0)-Auftaktsieg in der Gruppenphase des UEFA-Cup bei MSK Zilina doch erheblich.

Während der Rest des Teams am Freitag gleich nach der Wiederankunft in Hamburg zum Auslaufen auf den Trainingsplatz musste, fuhr der Kameruner in die Kernspin-Röhre ein.

Der Verdacht auf einen Achillessehnen-Riss musste bestätigt werden. Nur auf Krücken konnte sich der Linksverteidiger bewegen.

"Thimothee wird mehrere Monate pausieren müssen", so HSV-Mannschaftsarzt Dr. Oliver Dierk. In den nächsten Tagen wird sich Atouba einer Operation unterziehen.

Ort und Datum des Eingriffes stehen noch nicht fest.

Jol und Beiersdorf getroffen

"Das ist eine bittere Nachricht für Thimothee. Und natürlich auch für uns. Er hat in den letzten Spielen gezeigt, dass er ein ausgezeichneter Linksverteidiger ist", sagte HSV-Trainer Martin Jol.

Sportchef Dietmar Beiersdorfer pflichtete ihm bei: "Das tut uns sehr leid für Timi. Selbstverständlich werden wir ihn in der schweren Zeit unterstützen."

Tabellenführung tröstet nicht

Die schwere Verletzung des Kameruners trübte die Freude beim Hamburger SV über den 2:1 (2: 0)-Auftaktsieg in der Gruppenphase des UEFA-Cup bei MSK Zilina doch erheblich.

"Diese Geschichte ist natürlich sehr traurig", sagte Nationalspieler Piotr Trochowski, "ich hoffe, es ist nicht ganz so schlimm, wie es aussieht".

Auch Torwart Frank Rost, der seiner Mannschaft mit einer Weltklasseleistung den Sieg in der Slowakei gesichert hatte, konnte sich nicht wirklich über die Tabellenführung in der Gruppe F gemeinsam mit Aston Villa freuen: "Es wäre sehr schlimm, wenn sich die erste Diagnose bestätigt."

So liefen sie nach dem erfolgreichen Ausflug zum slowakischen Tabellenführer alle mit mehr oder weniger missmutigen Gesichtern durch die Gegend. Nicht allein die Atouba-Verletzung trübte die Stimmung, der HSV war auch mit seiner eigenen Leistung unzufrieden.

Spitzenspiel in Hoffenheim

"Das beste am Spiel war das Ergebnis", sagte Trochowski, "wir wissen, dass wir nicht gut gespielt haben und uns bis Sonntag sehr steigern müssen."

Dann steht nämlich um 17.00 Uhr (live bei Premiere) in Mannheim das Spitzenspiel gegen 1899 Hoffenheim an.

Um 11.00 Uhr flog die HSV-Mannschaft am Freitag aus der Slowakei ab, um 13.30 Uhr stand Training in Hamburg an, wie auch am Samstag um 10.30 Uhr, bevor es dann mit dem Flieger nach Frankfurt geht - Zilina noch in den Beinen und Hoffenheim vor der Brust.

Hoffenheim ist fast unschlagbar

Atouba ist dann bereits der vierte Stammspieler nach Marcell Jansen, Thiago Neves und Nigel de Jong, der wegen in der Phase der englischen Wochen (Mittwoch kommt der VfB Stuttgart) verletzt ausfällt. Um so mehr sind nun die Ersatzspieler gefordert, die bislang zu kurz kamen.

"Ich bin froh, dass ich auf der Linklsverteidigerposition in Jerome Boateng und Denis Aogo noch gute Alternativen habe", meinte Jol.

Der Niederländer weiß aber auch, was in Mannheim auf seine Truppe zukommt: "Wir werden alles abrufen müssen, um gegen Hoffenheim zu bestehen. Das ist eine hervorragende Mannschaft, die sind fast unschlagbar."

Mit Effektivität gewonnen

Auch Rost erwartet gegen die Torfabrik aus dem Kraichgau wieder Schwerstarbeit: "Uns allen ist bewusst, dass wir Sonntag eine ganze Ecke besser sein müssen."

Dabei hatten die Hanseaten in Zilina nach der gnadenlos effektiven Leistung in der ersten Halbzeit eigentlich alles im Griff gehabt. Mladen Petric (26.) und Ivica Olic (45.+1) erzielten mit den einzigen beiden Torschüssen zwei Treffer.

Aber nach dem Anschluss von Emil Rilke (69.) geriet die Mannschaft plötzlich ins Schwimmen. "Wir konnten leider das Spiel nicht mehr kontrollieren", sagte Jol, "wir haben uns das Spiel selbst schwierig gemacht."

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