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Felix Magath (l.) mit dem jetzigen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann © imago

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Felix Magath über Klinsmanns Arbeit und wie er Bayern zum Stolpern bringen will.

Von Michael Schulz

Sport1.de: Sie haben als bislang einziger Trainer mit dem FC Bayern zweimal hintereinander das Double geholt. Ist ein Spiel in München für Sie noch etwas Besonderes?

Magath: Es ist immer wieder schön, nach München zu kommen. Ich hatte dort eine erfolgreiche Zeit, außerdem lebt meine Familie dort. Aber ich treffe in einer Saison mehrmals auf Klubs, bei denen ich einmal tätig war - das ist doch eher Normalität.

Sport1.de: Sie kennen die Arbeitsbedingungen in München aus erster Hand. Hätten Sie mit den Startschwierigkeiten von Jürgen Klinsmann gerechnet?

Magath: Es hat mich zumindest nicht überrascht. Es hat ein gewollter Umbruch im Umfeld der Mannschaft stattgefunden - so etwas braucht Zeit.

Sport1.de: Was macht Ihre Arbeit beim VfL Wolfsburg im Gegensatz dazu so angenehm?

Magath: Ich möchte keine Vergleiche ziehen, das kann man auch gar nicht. Ich habe mich bewusst für den VfL entschieden, weil ich hier nach meinen Vorstellungen arbeiten kann.

Sport1.de: Daheim gehört der VfL zu den besten, aber auswärts hat Wolfsburg in der Liga noch nicht gewonnen. Was sind die Gründe?

Magath: Bis auf die Partie in Karlsruhe, die wir unnötig verloren haben, haben wir auswärts jeweils 2:2-Unentschieden gespielt. Es hätten auch alles Siege sein können. Aber wir haben es versäumt, unsere Chancen zu nutzen. Auf Schalke waren wir nicht clever genug und haben den Ausgleich in der Nachspielzeit hinnehmen müssen. Die Konsequenz, die wir daheim gegen den Hamburger SV gezeigt haben, müssen wir auch auf fremden Plätzen an den Tag legen.

Sport1.de: Wolfsburg war anders als die Bayern in dieser Woche international nicht gefordert. Ein Vor- oder Nachteil?

Magath: Es kann natürlich von Vorteil sein, dass die Bayern unter der Woche die Champions League-Belastung hatten und wir uns ganz auf dieses Spiel konzentrieren konnten. Es ist nicht nur eine Frage der physischen Belastung, sondern auch, wie man sich nach einer besonderen Partie, einem Champions-League-Spiel, wieder auf den "Alltag Bundesliga" einstellt.

Sport1.de: Wie wollen Sie die Bayern schlagen?

Magath: Wir müssen unser Leistungsvermögen abrufen, konsequent die uns bietenden Chancen nutzen und hochkonzentriert sein. In jedem Fall wollen wir aus München etwas Zählbares mitnehmen.

Hier geht es zurück zum ersten Teil des Interviews.

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