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Mario Gomez (l.) wechselte vor der letzten Saison vom VfB Stuttgart zum FC Bayern © imago

Für Dzekos Transfer müsste die Bayern erst ein Spieler verlassen. Nach SPORT1-Infos soll es hierzu ein Gespräch mit Gomez geben.

Von Rainer Nachtweyund Christian Ortlepp

München - "Jeder Spieler hat eine Chance", sagt Louis van Gaal und wiederholt mit Nachdruck: "Jeder."

Seine Reaktion soll wohl die Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang Mario Gomez? aus München vertreiben.

Doch das gelingt dem Trainer des FC Bayern nicht wirklich.

Denn immer wieder findet sich der Name des Nationalstürmers in den Gazetten, die ihn nach Wolfsburg - im Tausch für Edin Dzeko - oder nun nach Schalke verschachern. 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Zwei Stürmer zu viel

Zumal den Münchnern großes Interesse an Dzeko nachgesagt wird - und pikanterweise wurde der Bosnier am Donnerstag bereits in München gesichtet. Wie übrigens schon einmal im April.

Da fällt es schwer zu glauben, dass die Klub-Bosse an der Säbener Straße offiziell wirklich keinerlei Interesse an dem Torschützenkönig der Bundesliga hegen (22 Saison-Treffer).

So oder so - es scheint alles an Gomez zu hängen: Van Gaal spricht unverblümt aus, dass derzeit ein Überangebot an Stürmern besteht. Mindestens ein Angreifer müsste den Klub daher verlassen.

"Ich habe vier Stürmer für eine Position oder vielleicht zwei, wenn wir mit zwei Stürmern spielen. Aber dann haben wir noch immer zwei zu viel", sagt der Niederländer.

Eher verkaufen als kaufen

Laut van Gaal werden die Münchner nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv - es sei denn, sie würden noch den einen oder anderen Spieler abgeben.

"Wir haben eine Mannschaft von 25, 26 Spielern. Daher müssen wir eher verkaufen als kaufen", hält van Gaal fest. Was im Falle eines Verkaufs tatsächlich geschehen würde, bleibt dennoch unbeantwortet.

Weil Gomez beim Trainer im Stürmer-Ranking hinter Ivica Olic und Thomas Müller mit Miroslav Klose um den dritten Platz kämpft - wobei Klose seit der WM hier die Nase vorn haben dürfte - wäre Gomez wohl der erste Kandidat, der den Rekordmeister verlassen darf. (van Buyten rät Gomez zum Bleiben)

Gespräch mit Gomez folgt

Nach SPORT1-Informationen will der Coach Gomez in einem Gespräch kommende Woche trotz dessen Ansage ("Ich will mich im zweiten Jahr durchsetzen") einen Abschied nahelegen.

Und dann ließe sich auch der Transfer von Dzeko nach München realisieren.

Wobei van Gaal seine Aussagen bezüglich Dzeko in der "Gazzetta dello Sport" relativierte. "Man hat mich im Trainingslager am Gardasee zu Dzeko befragt im Zusammenhang mit einem möglichen Wechsel zu Juventus Turin", führt der Bayern-Trainer aus.

"Auch was ich von Dzeko halte. Ich habe geantwortet, dass ich nicht über Spieler spreche, die nicht für den FC Bayern spielen."

Falsch interpretiert

Auf die Nachfrage des italienischen Journalisten habe er dann schließlich doch etwas zu Dzeko verlauten lassen. "Ich habe gesagt, dass er ein interessanter Spieler ist", führt van Gaal aus.

Daraus wäre dann entstanden, dass die Münchner interessiert seien, Dzekos Agent habe ebenfalls noch seinen Beitrag dazu geleistet.

Er selbst denke aber überhaupt nicht über einen Neueinkauf nach. "Wie ich gesagt habe, wir müssen eher verkaufen", meint der Niederländer, räumte dann aber doch ein, "dann können wir vielleicht einen Spieler kaufen. Das gilt für jeden Spieler, für jede Position."

Kein Urteil zu Dzeko

Eben auch für Gomez - Platz für Gedankenspiele bleibt aktuell so allemal. Zur Erinnerung: Gomez' Wechsel von Stuttgart nach München wurde wenige Tage vor Vollzug noch von Gomez selbst als ausgeschlossen bezeichnet.

Angesprochen auf das Niveau von Dzeko verglichen mit Gomez, sagt van Gaal bei SPORT1: "Das kann ich nicht beurteilen. Dzeko ist noch nicht bei mir gewesen. Er hat hier noch nicht trainiert, hat noch nicht ein Tor für Bayern München geschossen, und Gomez hat das schon gemacht."

Und: "Bayern München hat 35 Millionen für Gomez gezahlt, daher denke ich, dass Gomez ein hohes Niveau besitzt."

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