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228 Tore in 550 spanischen Ligaspielen: Schalkes Neuzugang Raul © imago

Nach dem starkem Debüt des Stürmer-Stars beim LIGA total!-Cup erstarren die Teamgefährten vor Ehrfurcht - und dessen Vorgänger.

Gelsenkirchen - Als der Weltstar sich die Ehre gab, wurden die Mitspieler zu Fans. Und auch aus dem fernen Moskau erntete Schalkes prominenterster Neuzugang höchstes Lob.

Nach dem vielversprechenden Debüt der spanischen Torjägerlegende Raul für den deutschen Vizemeister Schalke 04 meldete sich dessen Vorgänger Kevin Kuranyi zu Wort.

"Er ist eine lebende Fußball-Legende und trotz seiner 33 Jahre ein besserer Stürmer als ich", sagte der Ex-Schalker und neue Stürmer von Dynamo Moskau in der "Bild".

Und auch Rauls neue Teamkollegen erstarrtenvor Ehrfurcht. (die 269456Bilder).

"Raul den Ball zu geben, ist so, als würde man sein Geld einer Schweizer Bank anvertrauen", sagte Ivan Rakitic voller Bewunderung.

"Kannte ich ihn nur von der Playstation"

Während Raul sich beim LIGA total!-Cup in Gelsenkirchen (So., ab 16.45 Uhr Spiel um Platz 3 und ab 18.35 Uhr Finale auf LIGA total!) sympathisch, höflich und gleich auch wieder enorm torgefährlich zeigte, trauten sich die anderen Spieler kaum, ihm in die dunklen Augen zu schauen.

"Mit so einem mal zu spielen, davon habe ich mein Leben lang geträumt", sagte Alexander Baumjohann. Dann ergänzte er: "Bisher kannte ich ihn nur von der Playstation."

Raul genießt Zuspruch der Fans

Das Idol selbst dagegen ist tatsächlich so bescheiden und freundlich, wie es ihm immer zugeschrieben wurde.

"Ich freue mich sehr, dass ich hier so warmherzig empfangen worden bin. Vor allem die Zuwendung der Fans habe ich sehr genossen", sagte der 33 Jahre alte Stürmerstar, der bei Real Madrid Legendenstatus besitzt.

228 Tore in 550 Ligaspielen sprechen für sich.

Begrüßt wie ein Heilsbringer

Die Schalker Fans begrüßten Raul wie einen Heilsbringer.

Beinahe jeder Ballkontakt wurde von 30.000 Zuschauern bejubelt, langgezogene "Rauuuuul"-Sprechchöre gab es im Minutentakt, Hunderte trugen schon die Nummer 7 auf dem Rücken.

Vielleicht, das ist die Hoffnung, führt Raul die Königsblauen ja zum ersten Meistertitel seit 1958. "Die Stimmung war sehr gut", sagte Raul dann auch brav, "ich war freudig überrascht."

Selbst Magath jubiliert

Und Schalke-Trainer Felix Magath sah keinen Anlass, die Euphorie um seinen Königstransfer zu bremsen. 209112(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

"Sein Pass zum zweiten Tor war genial", sagte Magath nach dem 2:1 im Halbfinale gegen den Hamburger SV.

Nur 72 Stunden nach der Bekanntgabe eines spektakulären Wechsels hatte Raul bewiesen, was sowieso niemand bezweifelte: Der Spanier wird eine Top-Verstärkung sein und dem Schalker Spiel eine neue Qualität verleihen.

Tor perfekt eingeleitet

Raul leitete nicht nur ein Tor mit einem perfekten Steilpass ein, sondern erspielte sich auch noch mehrere beste Gelegenheiten.

Zweimal scheiterte er knapp am Hamburger Keeper Frank Rost, zudem bereitete er noch mehrere Großchancen vor - dabei ist er noch gar nicht richtig im Training.

"Ich muss jetzt versuchen, sehr hart zu trainieren und so schnell wie möglich topfit zu werden", sagte er. (SOMMERFAHRPLÄNE)

Schwerstarbeit für gegnerische Abwehr

Der Eindruck aber ist: Die Abwehrreihen in der Bundesliga müssen sich warm anziehen.

"Er ist ein Spieler von sehr hoher Qualität. Er wollte unbedingt spielen, dabei wollte ich ihn noch gar nicht aufs Feld lassen", sagte Magath und wirkte fast ein wenig überrascht von solcher Professionalität.

Für Raul beginnt nun die Eingewöhnung. Gelsenkirchen statt Madrid, das muss erst einmal verdaut werden.

Wohnung in Düsseldorf

Wohnen wird Raul im Ruhrpott jedenfalls nicht.

Er hat mit seiner Ehefrau Mamen Sanz und den fünf Kindern, die er allesamt nach Fußball-Stars benannt hat, ein Haus in Düsseldorf bezogen.

Auf der Straße werden seine neuen Teamkollegen ihm also nicht begegnen.

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