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Arjen Robben hat bisher 16 Bundesliga-Tore für Bayern erzielt © imago

Schock beim FC Bayern: Der Flügelflitzer fällt wegen eines Muskelrisses im linken Oberschenkel wohl sehr lange aus.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Was für ein verrückter Tag für Arjen Robben:

Am Dienstagmorgen sprach er noch mit Reportern im FCB-Pressetalk über seine Ambitionen bei den Roten, ehe ihn am frühen Nachmittag eine Schockmeldung ereilte:

Der Flügelflitzer muss zwei Monate pausieren.

Bei einer Kernspintomografie ist ein Muskelriss im linken Oberschenkel diagnostiziert worden.

"Diagnose ist ein Schock"

Damit wird Robben aller Voraussicht nach die ersten Spieltage der kommenden Bundesliga-Saison und auch die ersten Champions-League-Spiele (Beginn am 14./15. September) verpassen.

"Diese Diagnose ist ein Schock", sagte Robben.

"Es handelt sich um eine erhebliche Verletzung", erklärte Vereinsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Die Verletzung hatte sich der Niederländer bereits am 5. Juni beim Testspiel gegen Ungarn vor der WM zugezogen. Anschließend vertraute er sich Wunderheiler Dick van Toorn an, auch bekannt als "Frankensteins Magier".

Robben spricht von "aggressiver Behandlung"

Der Heilprozess sollte wegen der nahen WM verkürzt werden, tatsächlich spielte Robben bereits im dritten Vorrundenspiel gegen Kamerun wieder.

Die besonderen Arbeitsmethoden van Toorns bezeichnete Robben am Dienstagmorgen als "aggressive Behandlung".

Der FC Bayern behält sich nach eigenen Angaben nun sogar rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen vor.

Am Montag noch Individualtraining

Als Robben am Montag nach drei Wochen Urlaub zurück nach München kam, wollten die Bayern ihren verletzungsanfälligen Star in der Vorbereitung weitgehend schonen.

Er bekam daher von Anfang an ein Individualtraining verordnet. Jetzt ist klar warum.

Dabei hatte sich Robben bereits wieder auf den Bundesliga-Start gefreut. 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Das Alltagsgeschäft in der Liga sollte auch zur Ablenkung vom eigenen WM-Frust dienen, schließlich hatte Robben WM-Finale gegen Spanien die Großchance zur Führung vergeben.

Gedanke an WM-Finale plagt Robben

"Man denkt sehr viel daran. Ich hatte die beste Gelegenheit in diesem Spiel. Der Ball muss rein, daran bin ich schuld", erklärte Robben am Vormittag.

"Das tut weh. Eine solche Chance kommt vielleicht nie wieder." Eine Menge Enttäuschung klang in Robbens Stimme, aber auch Realismus.

Denn als nächstes sagt er das, was Fußballer in solchen Gelegenheiten immer sagen. Nämlich, dass er jetzt nach vorne schauen und positiv denken müsse.

Und den Humor hatte Robben auch nicht in Südafrika gelassen, er fügte mit einem Augenzwinkern an: "Schlimmer geht es ja nicht mehr."

Der Dienstagnachmittag bewies allerdings das Gegenteil.

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