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Heung-Min Son bezeichnet Ruud van Nistelrooy als sein großes Idol © imago

Toptorschütze der Vorbereitung, Matchwinner gegen Chelsea. Doch dann erreicht Sturmtalent Heung-Min Son eine bittere Diagnose.

Hamburg - Den größten Moment seiner jungen Karriere konnte Heung-Min Son nur kurz genießen.

Dann folgte auf die Euphorie der sofortige Rückschlag. Unmittelbar nachdem das südkoreanische Talent den 2:1-Siegtreffer für den Hamburger SV m Testspiel gegen den englischen Doublegewinner FC Chelsea erzielt hatte, trat ihm ein Gegenspieler auf den Fuß.

Bruch des linken Mittelfußes lautete nach dem Röntgentermin am Donnerstag die niederschmetternde Diagnose der Mannschaftsärzte.

Bester Torschütze der Vorbereitung

Es war ein Schock für den gerade 18-Jährigen, ebenso wie für Fans und Verantwortliche des Bundesliga-Dinos, die sich mit Schrecken an die Vorsaison erinnerten, als auch zahlreiche Spieler mit teilweise schweren Verletzungen wochenlang ausfielen.

Zwei Monate Pause sind bei Son zu erwarten, der mit neun Toren bester Torschütze und Aufsteiger der Vorbereitung bei den Rothosen war.

Noch Donnerstag sollte entschieden werden, ob er operiert wird oder ob der Fuß so heilen soll.

"Er macht einfach Spaß"

Der Shootingstar der Vorbereitung ist damit zunächst weg vom Fenster, eine bittere Pille für Trainer Armin Veh, der den jungen Mann aus dem HSV-Internat nach wenigen Trainingseindrücken zu den Profis geholt hat.

"Der ist 18 Jahre alt und macht mir viel Freude. Ich werde nicht aufhören, ihn zu loben. Er macht einfach Spaß", sagte Veh.

Top-Stars genarrt

Wie bei seinem Tor vor 47.444 Zuschauern in der HSV-Arena, als er in der 88. Minute die Topstars John Terry und Ricardo Carvalho wie Anfänger aussehen ließ und überlegt mit links einschob.209112(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

"Eigentlich wollte ich direkt schießen, aber da stand ein Abwehrspieler", erklärte der Youngster, "ich bin dann von ihm weg, habe den Torwart gesehen und das Tor geschossen."

Fußball kann so einfach sein.

Sturmpartner nennt ihn "genial"

Mittelfeld-Veteran David Jarolim war auch beeindruckt: "Er ist am Ball sehr gut und arbeitet viel. Wenn er so weitermacht, kann man ihn immer bringen."

Sturmpartner Mladen Petric nahm sogar das Wort "genial" in den Mund: "Das ist überragend. Wir alle hoffen, dass er so weiter macht."

Willensstarkes Talent

Doch dieser märchenhafte Aufstieg ist nun zunächst gebremst.

Für eine nicht allzu lange Auszeit Sons spricht allerdings sein absoluter Wille, seinen Weg zu gehen: "Als ich vor zwei Jahren nach Deutschland kam, hatte ich gesagt, dass ich Profi werden will."

Langristige Bindung erwünscht

Im HSV-Internat wurde er ausgebildet, dass er den Schritt nach oben jetzt schon geschafft hat, überrascht den privat eher schüchternen Jungen selbst.

Bis 2012 steht er bei den Hanseaten unter Vertrag, und natürlich versucht Sportchef Bastian Reinhardt bereits, das Juwel bis 2015 zu binden. Bislang allerdings noch ohne Erfolg: "Wir sind noch nicht weit genug."

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