Auf einen Schlag macht Bayern München in der Tabelle einen Sprung um sechs Plätze, die Liga ist in der Findungsphase.

Sechs Plätze ist der FC Bayern in der Tabelle nach oben geklettert. Der Rückstand des Rekordmeisters auf Platz eins beträgt nach den Sonntagsspielen nur vier Punkte.

Stuttgart zog durch das 2:0 gegen Bochum wieder an den Münchnern vorbei, Hoffenheim übernahm durch das 3:0 gegen den HSV die Tabellenführung.

Der Aufsteiger steht nach nur neun Spieltagen erstmals allein auf Platz eins. Dass Ralf Rangnicks Mannschaft so schnell ganz oben steht, daran hätte vor der Saison wohl kaum jemand geglaubt.

Doch auch wenn die Hoffenheimer von Sieg zu Sieg stürmen: Der Rekordmeister aus München hat nach zwei Siegen in Folge schon wieder Tuchfühlung zur Spitze.

"Wir haben nur drei Punkte Vorsprung auf Mannschaften, die angeblich in der Krise waren", sagte Leverkusens Trainer Bruno Labbadia schon vor dem Derby-Sieg gegen Köln. Das drückt alles über den Respekt der schwach gestarteten Klinsmann-Truppe aus.

Bayer ist zwar mit sechs Siegen aus neun Spielen sehr gut gestartet, doch bis zu den Bayern sind es immer noch drei Punkte und zum Tabellen-Elften Köln sind es auch nur fünf Zähler. Und wie schnell man einen Platz im internationalen Geschäft verlieren kann, das mussten die Leverkusener in der Schlussphase der vergangenen Saison bitter erfahren.

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Bereits ab Platz zwölf, auf dem sich, so schnell kann es gehen, mit neun Punkten die Frankfurter Eintracht wiederfindet, beginnt die Abstiegszone.

"Es hat doch nie eine Diskussion über meine Person gegeben", behauptete Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel nach dem zweiten Sieg in Folge. Mitte vergangener Woche waren die Hessen noch Letzter und Funkels Trainerstuhl wackelte bedenklich.

Die Rote Laterne hat Borussia Mönchengladbach an Energie Cottbus abgegeben. Eine Trainerdiskussion gibt es an der Lausitz jedoch (noch) nicht. Schließlich sind es bis zum rettenden 15. Platz nur zwei Punkte.

Hans Meyers Comeback-Sieg mit Mönchengladbach hat gezeigt, dass auch nicht mehr ganz so neue Besen gut kehren können.

Wenn es aus Gladbacher Sicht optimal läuft, könnte Meyer - alles rein theoretisch - mit der Borussia sogar schon in einer Woche mit dem rheinischen Rivalen aus Köln gleichziehen. Doch das sind wohl nur Träume der kühnsten Optimisten.

Dennoch: In der anstehenden englischen Woche kann es ganz schnell nach oben gehen.

Noch stehen Hoffenheim, Leverkusen, Hamburg und Stuttgart besser da als Klinsmanns Bayern. Doch die Münchner kommen allmählich ins Rollen. Und wenn auch noch irgendwann die Abwehr sicher steht, könnte Jürgen Klinsmann mit seiner Mannschaft ganz schnell ganz oben stehen.

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