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Ballack und Völler zu Gast bei Klaus Gronewald (l.) im AUDI Star Talk © getty

Leverkusens Neuzugang bekräftigt im Audi Star Talk erneut seinen Anspruch im Nationalteam, schließt eine WM-Teilnahme 2014 aber aus.

München/Leverkusen - Michael Ballack hat seinen Anspruch auf die Kapitänsrolle in der deutschen Nationalmannschaft erneut bekräftigt.

"Ich habe auch nichts anderes gehört. Von daher gehe ich davon aus, dass ich weiter Kapitän bin", sagte der 98-malige Nationalspieler im Audi Star Talk bei SPORT1. (Komplette Sendung am Dienstag um 23 Uhr)

Zudem gab der Neuzugang von Bayer Leverkusen noch mal eine Breitseite gegen WM-Kapitän Philipp Lahm ab.

Der Bayern-Profi hatte in Südafrika erklärt, er werde die Spielführerbinde in der DFB-Auswahl nicht kampflos an Ballack zurückgeben.

"Als Hansi Flick bei der Europameisterschaft als Chef-Trainer einspringen musste, haben wir gegen Österreich gewonnen", erklärte der bei der WM wegen einer Fußverletzung fehlende Ballack.

"Das hat ihm sicherlich auch gefallen, die Position als Chef-Trainer. Nur, er hat sich danach auch nicht hingestellt und gesagt, jetzt möchte ich gerne diese Position behalten."

"Löw hat sich entschieden"

Letztlich entscheide ohnehin nur Bundestrainer Joachim Löw, meinte der 33-Jährige weiter:

"Und der hat sich auch entschieden. Ich bin ja seit längerer Zeit Kapitän und es ist nichts passiert. Ich habe mich nur leider vor der WM verletzt und konnte mich nicht wehren. Ich finde es weiter unpassend, seine Äußerungen so zu tätigen."

Unterstützung erhielt Ballack in der Sendung, die am Dienstag (10. August) um 23 Uhr bei SPORT1 ausgestrahlt wird, erneut von Bayer-Sportdirektor Rudi Völler.

"Michael war kurz vor der WM Kapitän. Warum soll er es nach der WM also nicht mehr sein?", sagte der ehemalige DFB-Teamchef.

Völler rechnet mit Klärung im September

Er gehe von einer baldigen Beilegung des Konflikts aus. "Sicherlich am Doppelspieltag der Nationalmannschaft im September. Dann geht es zusammen weiter", ergänzte Völler.

"Es ist ja nicht so, dass einer ewig Kapitän bleibt wenn es aus irgendwelchen Gründen berechtigt wäre, z.B. dass er nicht mehr zu den Top Elf gehört."

So weit will es Ballack aber gar nicht erst kommen lassen und den richtigen Zeitpunkt zum Abschied aus der Nationalmannschaft finden.

Keine WM-Teilnahme in Brasilien

Deshalb schloss er eine Teilnahme an der nächsten Weltmeisterschaft in Brasilien auch aus.

"Wenn nichts dazwischenkommt, möchte ich 2012 bei der EM dabei sein. 2014 bei der WM dagegen nicht mehr. Man muss schon wissen, wann man aufhört", erklärte der zweimalige WM-Teilnehmer.

Als abschreckendes Beispiel nannte er den deutschen Rekord-Nationalspieler, der als 39-Jähriger - gemeinsam mit dem damals 23 Jahre alten Ballack - die EM 2000 gespielt hatte:

"Lothar Matthäus hat seinen Abgang seinerzeit verpasst - trotz seiner Verdienste."

Zunächst einmal richtet Ballack seine Energie darauf, zum Saisonstart wieder fit zu werden und dann mit Leverkusen anzugreifen. (SERVICE: Sommerfahrplan Leverkusen)

"Bayern kann sich nur selbst schlagen"

Topfavorit sei aber eindeutig der FC Bayern. (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan)

"Im Endeffekt steht natürlich Bayern, noch einmal über den fünf oder sechs Vereinen, die vielleicht danach kommen, vorne. Sie können sich nur selbst schlagen", sagte er.

"Wenn sie schwächeln, muss natürlich auch irgendwann ein Anderer da sein. Letzte Saison war es so, dahaben sie geschwächelt - gerade in der Hinserie. Aber es war keine Mannschaft da, die es so richtig ausnutzen konnte."

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