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Thomas Müller erzielte in 34 Bundesligaspielen für Bayern 13 Tore © getty

Der Shootingstar verlängert bis 2015. "Wir freuen uns, dass seine Zukunft langfristig bei Bayern liegt", sagte FCB-Boss Rummenigge.

Von Martin Volkmar

München - Thomas Müller bleibt Bayern treu und will beim deutschen Rekordmeister den letzten Schritt zur absoluten Weltklasse machen.

Der Shootingstar verlängerte am Freitag wie erwartet seinen bis 2013 laufenden Vertrag beim FCB zu deutlich verbesserten Konditionen bis zum 30. Juni 2015.

"Bayern ist meine Heimat, der FC Bayern mein Klub", sagte der 20 Jahre alte WM-Torschützenkönig.

"Ich freue mich sehr, dass ich in den kommenden fünf Jahren weiterhin das Trikot des FC Bayern tragen werde."

Angeblich eine Million mehr im Jahr

Damit sind auch die Offerten europäischer Topvereine wie Real Madrid hinfällig. 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Über die Details machten die Münchner keine Angaben.

Angeblich wird das Gehalt von Müller, dessen Marktwert inzwischen bei rund 25 Millionen Euro liegt, von bisher zwei auf rund drei Millionen Euro pro Jahr erhöht.

"Der FC Bayern honoriert Leistung. Und die Leistungen von Thomas Müller in der abgelaufenen Saison waren außergewöhnlich", erklärte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

In der Tat kann der offensive Mittelfeldspieler auf eine herausragende Debüt-Saison als Profi zurückblicken.

"Für mich ist nicht nur in der vergangenen Saison ein Traum wahr geworden", meinte Müller.

Der Youngster bestritt unter dem neuen Coach Louis van Gaal alle 34 Bundesligaspiele und hatte mit 13 Treffern maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft sowie auch am DFB-Pokalsieg und dem Einzug ins Champions-League-Finale.

Zwei Titel bei der WM

Bei der WM in Südafrika schaffte Müller pünktlich zum WM-Start nach zuvor nur zwei Einwechslungen den Sprung in die DFB-Startelf und gehörte zu den absoluten Entdeckungen der Endrunde.

Am Ende holte er neben dem dritten Platz mit der Nationalmannschaft mit fünf Treffern die Torjägerkanone und wurde zum besten WM-Nachwuchsspieler gewählt.

"Thomas hat uns und den Fußballfans viel Freude bereitet", meinte Rummenigge. "Wir freuen uns, dass seine Zukunft nun langfristig beim FC Bayern liegt."

Seit Montag wieder im Training

Dort ist der gebürtige Oberbayer erst am Montag nach seinem dreiwöchigen WM-Urlaub wieder ins Training eingestiegen, will aber bis zum Saisonstart am 20. August gegen den VfL Wolfsburg wieder topfit sein.

Zumal nach der schweren Verletzung von Arjen Robben, der rund zwei Monate ausfallen wird, noch mehr Verantwortung auf ihn zukommen wird. (158088DIASHOW: Robbens Verletzungsmisere)

Denn wie bei der WM soll Müller nun auch beim FC Bayern im rechten Mittelfeld glänzen, wo normalerweise Robben spielt.

"In der Tat, dieses Problem können wir glücklicherweise mit der Personalie Müller bestens lösen", sagte Rummenigge der "Abendzeitung".

Alternativen Altintop und Kroos

Alternativkandidaten sind Hamit Altintop und Toni Kroos. Freuen kann sich der Neuzugang von Bayer Leverkusen allerdings nicht über die verbesserten Einsatzchancen.

"Da geht es nicht um mich. Arjens Verletzung ist ein Nachteil für die gesamte Mannschaft", sagte der 20-Jährige dem "Express".

"Ich hatte mir auch so zugetraut, auf meine Einsätze zu kommen - unabhängig von Arjens Verletzung."

Dennoch sind auch die Aussichten für die weiteren Stürmer durch Müllers Versetzung ins Mittelfeld gestiegen.

Entsprechend positiv bewertete Rummenigge die Tatsache, dass Mario Gomez und Miroslav Klose trotz ihrer Reservistenrolle in der vergangenen Spielzeit ihre Chance bei den Bayern suchen wollen:

"Der Trainer hätte zwar sicherlich einen Stürmer abgegeben, aber es gibt da Verträge - und die sind zu respektieren. Wenn ein Spieler bleiben will, dann ist das kein Thema."

Verlängerung mit van Gaal derzeit kein Thema

Kein Thema ist momentan auch eine vorzeitige Verlängerung mit van Gaal, dessen Kontrakt im nächsten Sommer ausläuft und der mehrfach mit einem Job als Nationaltrainer kokettiert hatte.

"Ich habe ihm gesagt, dass er mir ein Zeichen geben soll, wenn er das Gespräch führen möchte. Da bin ich völlig entspannt", meinte Rummenigge.

"Wir sind jedenfalls mit seiner Arbeit total zufrieden. Dass er sich Gedanken über seine Zukunft macht, ist doch völlig legitim. Jetzt sollten wir erstmal den Erfolg des Vorjahres bestätigen."

Denn das dürfte schwer genug werden.

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