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Werder-Manager Allofs (r.) und Trainer Schaaf haben kein Verständnis für die Pleite © imago

Nach dem 1:5 in Fulham spricht Bremens Boss Klartext und hält Rauswürfe für möglich. Besser machen es Köln, Wolfsburg und Lautern.

München - Peinliche Pleite und pausenloser Poker um Mesut Özil:

Bei Werder Bremen liegen eine Woche vor dem Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal die Nerven blank.

Nach dem 1:5 (1:0) der Norddeutschen beim Premier-League-Klub FC Fulham platzte dem ansonsten so besonnenen Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs der Kragen.

"Es war katastrophal. Wir vertreten hier auch Deutschland und die Bundesliga, da kann man sich nicht so präsentieren. Das war unprofessionell und nicht zu akzeptieren", sagte Allofs nach dem Debakel.

Wieder Spekulationen um Özil

Zudem heizte Tribünengast Alex Ferguson die Spekulationen über einen vorzeitigen Abgang des vielumworbenen Nationalspielers Özil an.

Und am Sonntag berichteten Sportzeitungen aus Barcelona, dass nun auch Barca den Bremer WM-Star verpflichten wolle. 209112(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Doch Allofs gab sich beim Dauerthema Özil betont gelassen.

"Mesut hat noch einen Vertrag für diese Saison. Solange es keine konkreten Anfragen gibt, gibt es auch keine konkreten Gespräche", sagte der Ex-Profi.

Die Bremer waren in Fulham zwar durch Claudio Pizarros Treffer (14.) sogar in Führung gegangen.

Doch nach dem Ausgleich von Bobby Zamora (54.) gelang dem ungarischen Nationalspieler Zoltan Gera innerhalb von elf Minuten ein Hattrick (66./73./76.).

Andrew Johnson stellte den Endstand her (87.) und sorgte bei den Gästen für Frust pur.

Frings: "So dürfen wir nicht auftreten"

"Vor uns liegt weiterhin viel Arbeit. So dürfen wir nicht auftreten", kritisierte Werder-Kapitän Thorsten Frings die "indiskutable" Vorstellung.

Allofs baute vor dem ersten Pflichtspielauftritt der Bremer in der ersten DFB-Pokalrunde beim Drittligisten Rot Weiss Ahlen am Samstag (15.30 Uhr) eine erste Drohkulisse auf.

"Es gibt einige wenige Profis, die nicht zu 100 Prozent dabei sind. Ohne die Bereitschaft mitzuziehen, haben sie keine Zukunft bei Werder", erklärte der frühere Nationalspieler.

Köln schlägt Sampdoria - Jubel um Podolski

Bremens Champions-League-Gegner Sampdoria Genua unterlag derweil dem 1. FC Köln nach Treffern von Milivoje Novakovic (9.) und Sebastian Freis (34.).

Den dritten großen FC-Jubel gab es bei der Einwechslung von Nationalspieler Lukas Podolski.

Der Stürmer war nach seiner WM-Teilnahme erst sechs Tage zuvor ins Training eingestiegen und kam erstmals in der Vorbereitung zu einem knapp 20-minütigen Intermezzo.

"Ich arbeite hart. Vielleicht klappt es ja schon mit einem Einsatz gegen Kaiserslautern", meinte Podolski mit Blick auf das erste Bundesliga-Spiel der Kölner am 21. August gegen den FCK.

Achtungserfolge für Lautern und Wolfsburg

Auch Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern (2:0 gegen den FC Aberdeen) und dem VfL Wolfsburg (2:0 gegen den FC Everton) gelangen zwei Wochen vor dem Ligastart Achtungserfolge.

Das Debüt von Arne Friedrich im Wolfsburger Trikot fiel allerdings ins Wasser, der WM-Dritte klagte über Rückenprobleme.

In Duellen gegen Zweitligisten behielten Borussia Dortmund beim bei Arminia Bielefeld (2:0) und Borussia Mönchengladbach bei Union Berlin (4:1) die Oberhand.

Gladbachs Neuzugang Mohamadou Idrissou sorgte mit seinem zweiten Dreierpack binnen vier Tagen für Aufsehen.

Idrissous Ex-Klub SC Freiburg verlor dagegen das Endspiel um den Kaiserstuhl-Cup in Bahlingen gegen den FC Ingolstadt im Elfmeterschießen (3:5).

Eintracht Frankfurt kassierte gegen Udinese Calcio (1:2) nach zuvor acht Siegen in acht Testspielen die erste Niederlage in der Vorbereitung.

Aufsteiger FC St. Pauli kam beim Oberligisten Arminia Hannover zu einem standesgemäßen 6:0.

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