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Josip Simunic (r.) wechselte 2009 von Hertha BSC Berlin zu Hoffenheim © imago

Im neunten Teil der Interviewserie vor Saisonstart spricht Hoffenheims Josip Simunic über die Lehren aus der vergangenen Saison.

Von Daniel Rathjen

München - Eigentlich war Josip Simunic in der letzten Saison von Hertha BSC zu 1899 Hoffenheim gewechselt, da er bei den Kraichgauern bessere sportliche Perspektiven sah 209112(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

Dem Katastrophenjahr der Hertha entging Simunic damit zwar.

Aber statt mit Hoffenheim oben mitzuspielen, rutschte die Mannschaft in der Rückrunde immer weiter Richtung Ende der Tabelle.

Diese Saison soll nun alles besser werden. Die Vorbereitung lässt bereits gute Ansätze erahnen (DATENCENTER: Hoffenheims Spielplan).

In den Testspielen ging bisher kein Spiel verloren, lediglich ein Unentschieden steht zu Buche (SERVICE: Hoffenheims Sommefahrplan).

Im neunten Teil der SPORT1-Interviewserie vor Saisonstart spricht Routinier Simunic über die Saisonvorbereitung, Trainer Ralf Rangnick und blickt auf die letzte Saison zurück.

SPORT1: Herr Simunic, im Test gegen Sunderland glänzten Sie mit zwei Treffern, es wird doch nicht etwa noch ein Torjäger aus Ihnen?

Josip Simunic (lacht): Das war alles Zufall. Aber ehrlich: Wenn ich in der Bundesliga auch treffe, ist mir das wichtiger.

SPORT1: Am Wochenende steht im DFB-Pokal das erste Pflichtspiel an. Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung?

Simunic: Es läuft prima. Wir haben wenig Verletzte und ich hoffe, dass es so weiter geht.

SPORT1: Wenn Sie auf die letzte Saison zurückblicken, denken Sie, dass es der richtige Schritt in Ihrer Karriere war, nach Hoffenheim zu wechseln?

Simunic: Auf jeden Fall. Ich glaube, wir sind als Mannschaft weiter gekommen und wir haben viel gelernt. Wir haben schlechte Erfahrungen gemacht, aber wir wissen jetzt warum es nicht so rund gelaufen ist. Wir haben das Ganze analysiert und jetzt ist wichtig, dass die Bundesliga losgeht.

SPORT1: Was verlangt Ralf Rangnick von Ihnen persönlich?

Simunic: Er erwartet von mir, dass ich Ruhe ausstrahle, die Jungs führe und dass ich beim Spiel nach vorne schneller spiele. Er verlangt sehr viel, aber das ist auch verständlich in meinen Augen.

SPORT1: Ist es manchmal zu viel?

Simunic: Nein, zu viel ist es nie. Es geht um den Erfolg und wenn man Erfolg haben will, muss man bereit sein, ans Maximum zu gehen.

SPORT1: Ist das Verhältnis zum Trainer gut?

Simunic: Ja, wir haben ein gutes Verhältnis zu ihm. Er hat hier viel erreicht und sehr viel aufgebaut. Letzten Endes ist es ein Tagesgeschäft, wo man abhängig vom Erfolg ist und es wichtig ist, dass wir jede Woche Punkte einfahren.

SPORT1: Haben Sie sich für die kommende Saison ein persönliches Ziel gesetzt?

Simunic: Mein persönliches Ziel ist erstmal gesund zu bleiben, wie auch bei allen anderen Spielern. Außerdem hoffe ich, dass wir jeden Tag besser werden. Das ist das Wichtigste.

SPORT1: Und was denken Sie, welches Potenzial die Mannschaft hat?

Simunic: Wir haben ein Riesen-Potenzial. Aber jetzt über eine möglich Platzierung zu spekulieren ist Schwachsinn. Wir denken von Spiel zu Spiel. Nach der Hälfte der Saison kann man dann weiter reden.

SPORT1: In der letzten Saison war man in der Rückrundentabelle nur 15. und jetzt gab es auch noch ein paar Wechsel. Wird der Saisonstart besonders schwer?

Simunic: Nein, das denke ich nicht. Ich freue mich bereits auf das erste Spiel gegen Werder Bremen und hoffe, dass es bald losgeht. Wir hatten eine lange und harte Vorbereitung, die aber auch sehr viel Spaß gemacht hat. Ich will sehen, wie weit wir sind.

SPORT1: Ihr Vertrag in Hoffenheim läuft noch eine Weile. Machen Sie sich trotzdem schon Gedanken darüber, wie es nach der Karriere weitergehen könnte?

Simunic: Nein, noch nicht. Ich genieße jeden Tag. Es gibt nichts besseres, als Fußballer zu sein.

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