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Nach drei Jahren in Wolfsburg ist Christian Gentner (l.) zum VfB Stuttgart zurückgekehrt © imago

In Teil 12 der SPORT1-Interview-Serie spricht VfB-Rückkehrer Christian Gentner über Ziele, Trainer Gross und die Einkaufspolitik.

Von Mathias Frohnapfel

München - Er ist einer der Kandidaten für das Erbe von Sami Khedira.

Christian Gentner könnte beim VfB Stuttgart in die Rolle des Deutsch-Tunesiers schlüpfen, der für 14 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte.

Nach drei Jahren in Wolfsburg ist Gentner zum VfB zurückgekehrt - doch Heimatverbundenheit war für den gebürtigen Schwaben aus der Nähe von Nürtingen selbstverständlich nicht das einzige Motiv.

Der Mittelfeldspieler möchte vielmehr helfen, die Erfolgsgeschichte des VfB weiterzuschreiben und hofft langfristig auf die ganz große Bühne Champions League.

"Es macht Spaß, für Deutschland zu spielen"

Nachdem Gentner zur WM nicht nominiert wurde, hat der 24-Jährige beim 2:2 gegen Dänemark eine gute Partie gezeigt. Sein Pass leitete das zweite Tor durch Patrick Helmes ein. 273481(Die DFB-Elf in der Einzelkritik)

"Es macht immer wieder Spaß für Deutschland zu spielen", sagte Gentner nach dem Test in Kopenhagen.

In Teil 12 der SPORT1-Interviewserie spricht Gentner über seine Rückkehr ins Ländle, die Methoden von Trainer Christian Gross und die Einkaufspolitik seines Vereins.

SPORT1: Herr Gentner, wie verlief Ihr Start zurück in Stuttgart?

Christian Gentner: Die Eingewöhnungsphase war relativ kurz. Da passt alles.

SPORT1: Und wie ist Ihr erster Eindruck vom VfB?

Gentner: Ich wusste ja schon in etwa, was mich erwartet. Der VfB ist seit Jahren ein Verein, der in Deutschland zu den Top 5 gehört ,und das hat sich bei meinem ersten Eindruck auch bestätigt. Alles ist sehr professionell, das Trainerteam ist sehr gut und kompetent. Die Mannschaft passt ebenfalls charakterlich und sportlich.

SPORT1: Wie sehr haben Sie sich in Wolfsburg verändert, welchen Spieler bekommt der VfB?

Gentner: Ich habe in den vergangenen drei Jahren nahezu alle Spiele gemacht und in dieser Zeit viele Erfahrungen gesammelt. Diese Erfahrungen versuche ich jetzt an die jüngeren Spieler weiterzugeben.

SPORT1: Sie sind in Wolfsburg zum Nationalspieler gereift, wurden nach der WM zum Länderspiel gegen Dänemark eingeladen. Stärkt das Ihr Selbstvertrauen, um auch in Stuttgart das Team zu stützen?

Gentner: Natürlich. Ich bin jetzt auch in einem Alter, in dem ich Verantwortung übernehmen muss. Davor scheue ich mich nicht.

SPORT1: Welche Ziele haben Sie mit dem VfB?

Gentner: Der VfB ist ein Verein, der regelmäßig international vertreten sein sollte. Das war auch in den letzten Jahren so. Im letzten Jahr konnte der VfB Champions League spielen, das ist das Höchste im Vereinsfußball. Das möchte ich unbedingt wieder erleben.

SPORT1: Sie haben nun VfB-Trainer Christian Gross näher kennengelernt. Wie wirkt er auf Sie?

Gentner: Sehr positiv. Ich habe schon zuvor gehört, dass er sehr detailliert und akribisch arbeitet. Das hat sich bestätigt. Wir haben in der Vorbereitung sehr intensiv gearbeitet.

SPORT1: Wie würden Sie ihn beschreiben ? ähnelt er in seinem Stil mitunter Felix Magath?

Gentner: Ich vergleiche Trainer ungern, da hat jeder seinen eigenen Stil. Christian Gross verlangt im Trainingsbetrieb absolute Konzentration und achtet dabei auch auf eine gewisse Disziplin. Außerhalb des Platzes ist bei ihm aber auch Humor mit dabei, das erzeugt eine gute Grundstimmung.

SPORT1: Wie Sie ist auch Fredi Bobic nach Stuttgart zurückgekehrt, er arbeitet jetzt als Sportdirektor. Wie haben Sie ihn bisher erlebt?

Gentner: Wir hatten noch kein längeres Gespräch. Ich weiß aber, dass er den VfB sehr gut kennt. Das ist ein großer Vorteil. In Bulgarien hat er viel bewegt. Ich bin überzeugt, dass er auch beim VfB sehr gute Arbeit leistet.

SPORT1: Seine Aufgabe wird es sein, bis zum Saisonstart den Kader weiter zu verstärken nach dem Abgang von Sami Khedira. Wird der VfB zum Auftakt eine wettkampftaugliche Truppe haben?

Gentner: Ich bin überzeugt, dass wir zum Saisonstart eine absolut schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz haben werden. Natürlich haben wir Spieler keinen Einfluss auf Transfers, aber die Verantwortlichen wissen, was zu tun ist.

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