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Zvjezdan Misimovic (M.) hat beim VfL Wolfsburg einen Vier-Jahres-Vertrag © getty

Am Dienstag feiert Misimovic ein Wiedersehen mit seinem Ex-Trainer. Bei Sport1.de sagt der Wolfsburger, wie man Gladbach schlägt.

Von Michael Schulz

München - Schneller als erwartet ist Zvjezdan Misimovic beim VfL Wolfsburg in die Fußstapfen von Ex-Kapitän Marcelinho getreten. Mit drei Toren und vier Vorlagen ist der Mittelfeldspieler aktuell Topscorer der "Wölfe".

In seinem 100. Bundesliga-Spiel vor einer Woche gegen Arminia Bielefeld gelangen dem Nationalspieler Bosnien-Herzegowinas beim 4:1 zwei Treffer und eine Vorbereitung.

"Ich habe das Glück, dass Trainer Felix Magath mich als Zehner hinter den Spitzen sieht. Das ist meine Lieblingsposition", sagt der 26-Jährige bei Sport1.de.

Keine Geschenke für Meyer

Am letzten Samstag beim 2:4 gegen den FC Bayern konnte Misimovic allerdings nicht glänzen, "weil wir noch ein bisschen naiv sind und zu einfach Gegentore kassieren".

Wiedergutmachung kann er schon am Dienstag (ab 19.30 Uhr LIVE) betreiben, wenn Misimovic bei Gegner Borussia Mönchengladbach auf seinen Nürnberger Ex-Trainer Hans Meyer trifft.

Im Interview erklärt "Zwetschge", wie Misimovic seit der F-Jugend genannt wird, den "Wölfen" noch zu einer Spitzenmannschaft fehlt und wie er der VfL gegen den Aufsteiger gewinnen kann.

Sport1.de: Wie groß war der Frust über die Niederlage gegen Bayern trotz 2:0-Führung?

Zvjezdan Misimovic: Wir haben kurz vor der Pause ein unglückliches Gegentor bekommen und direkt nach der Halbzeit den Ausgleich kassiert. Das darf uns einfach nicht passieren. Da müssen wir abgeklärter sein und hätten das 2:0 mit in die Pause nehmen sollen. Dann hätte die Partie ganz anders ausgesehen.

Sport1.de: Was nehmen Sie Positives für die kommenden Partien mit?

Misimovic: Wir haben uns auch nach dem Rückstand nicht hängen lassen und uns weiter Chancen erarbeitet, die wir leider nicht genutzt haben. Das müssen wir in Zukunft besser machen und uns cleverer verhalten. Jetzt ist ein Dreier gegen Mönchengladbach Pflicht.

Sport1.de: Freuen Sie sich auf das Wiedersehen mit ihrem früheren Nürnberger Trainer Hans Meyer?

Mismimovic:(lacht)Vielleicht können wir ja nach dem Spiel etwas trinken gehen. Ich wünsche ihm zwar mit Gladbach alles Gute, doch die Punkte kann er in Wolfsburg lassen.

Sport1.de: Wie kann der VfL die Borussia schlagen?

Misimovic: Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen die Bayern. Wie ich Hans Meyer kenne, wird Gladbach nicht versuchen, mitzuspielen, sondern hinten mauern und aus dieser dichten Abwehr den einen oder anderen Konter fahren.

Sport1.de: Und wie wollen sie dieses Bollwerk knacken?

Misimovic: Wir müssen wie gegen Arminia Bielefeld eiskalt zuschlagen und dürfen nichts anbrennen lassen.

Sport1.de: Nach diesem 4:1 sagte Trainer Magath, der VfL hätte im Stil einer Spitzenmannschaft gespielt. Wo sehen Sie die Mannschaft aktuell?

Mismovic: Wir müssen gerade auswärts noch abgeklärter sein und eine Führung nicht aus der Hand geben. Wir haben Qualität im spielerischen Bereich und versuchen auch bei starken Gegnern das Spiel zu machen. Das hat am Anfang gegen Bayern ganz gut geklappt, doch wir sind noch ein bisschen naiv und kassieren zu einfach die Gegentore.

Sport1.de: Thema Gegentore: Warum bekommt der VfL auswärts dreimal so viele wie bei Heimspielen?

Misimovic: Ich denke, wir schaffen es schon phasenweise gut in der Abwehr zu stehen, aber leider noch nicht über 90 Minuten. Und diese Schwächephase nutzen unsere Gegner dann aus.

Sport1.de: Ist das ein physisches oder psychisches Problem?

Misimovic: An der Kondition liegt es bei uns nicht, denn wir erarbeiten uns ja trotz dieser Rückstände weiterhin Chancen, die wir nicht immer verwerten.

Sport1.de: Sie sind im Sommer neu ins Team gekommen und nun bereits Stammspieler, außerdem mit drei Toren und vier Vorlagen auch Topscorer. Sind Sie zufrieden mit Ihrer persönlichen Entwicklung?

Misimovic: Ich habe das Glück, dass Trainer Magath mich als Zehner hinter den Spitzen sieht. Das ist meine Lieblingsposition. Wichtiger ist aber, dass wir uns oben in der Tabelle etablieren. Es ist zwar noch ein weiter Weg, aber wir können ihn gehen.

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