vergrößernverkleinern
Neues Traumdou in Gladbachs Offensive? Marco Reus (l.) und Mohamadou Idrissou © imago

Im zweiten Teil des Formchecks für das Bundesliga-Mittelfeld analysiert SPORT1 die rheinischen Rivalen Mönchengladbach und Köln.

Von Björn Seitner

München - Es besteht historische Rivalität, doch das erneute Erreichen eines Platzes im Bundesliga-Mittelfeld würde bei Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln wohl unterschiedlich aufgenommen werden.

SPORT1 analysiert im zweiten Teil des Bundesliga-Formchecks für das Liga-Mittelfeld die rheinischen Rivalen.

Borussia Mönchengladbach

Die vergangene Saison war für Borussia Mönchengladbach nahezu ein Erweckungserlebnis:

Verhältnismäßig früh war der Klassenerhalt unter dem neuen Trainer Michael Frontzeck gesichert, mit Marco Reus schaffte zudem mal wieder ein Talent den Sprung in die Stammelf.

Sportdirektor Max Eberl kommt bei der Konsolidierung des Kaders gut voran. Die Stützen des Teams, wie Keeper Logan Bailly, Abwehrchef Dante und Rechtsaußen Marco Reus konnten gehalten werden.

Frontzeck hat "Lust auf mehr"

Für Trainer Frontzeck eine gute Voraussetzung, ähnlich gut abzuschneiden wie in der Vorsaison. "Ich bin angetreten, um ein Fundament zu legen, um langfristig nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben", sagte Frontzeck der "Westdeutschen Zeitung".

Seinen Vertrag hat er vorzeitig bis 2013 verlängert und verrät bei SPORT1: "Die letzte Saison verlief nach Plan und hat natürlich Lust auf mehr gemacht."

Die Personalplanungen seien laut Frontzeck definitv abgeschlossen. Prominentester Neuzugang ist Mohamadou Idrissou, der mit Raul Bobadilla um die Mittelstürmer-Position kämpfen wird.

[kaltura id="0_xnphl9xp" class="full_size" title="Dante Mania in Gladbach"]

Die Frühform stimmt

Aber auch auf Igor de Camargo, der wohl als hängende Spitze agieren wird und von Standard Lüttich an den Niederrhein gewechselt ist, wird eine wichtige Rolle zukommen. Der Belgier ist allerdings noch angeschlagen.

Die Frühform stimmt bei den "Fohlen". Der FC Liverpool wurde in einem Testspiel mit 1:0 besiegt. Und die schwierige Auftakthürde im DFB-Pokal bei Zweitligist Erzgebirge Aue wurde letztlich souverän mit 3:1 gemeistert.

1. FC Köln

Die Voraussetzungen in Köln sind ähnlich wie in Mönchengladbach. Die Zufriedenheit mit einem Mittelfeldplatz wäre in der Domstadt aber wohl nicht so hoch, wie am Niedrrhein.

"Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben", sagte Kölns Trainer Zvonimir Soldo im Interview mit SPORT1. Für manche Fans der Rheinländer ist das nach vielen Jahren des Klassenkampfes ein Stich ins Herz, sie wollen endlich wieder nach oben schauen.

Doch die Zielvorgabe spricht für Soldos Realismus. Mit Zoran Tosic musste er den besten Spieler der Vorsaison ziehen lassen, gleichwertiger Ersatz ist nicht gekommen.

Durchwachsene Vorbereitung

Und auch die Vorbereitung der Kölner war äußerst durchwachsen.

Mit einem 5:2-Sieg gegen den türkischen Vize-Meister Fenerbahce Istanbul ließen die "Geißböcke" erstmals aufhorchen.

Im LIGA Total! Cup wurde der Klub dann aber durch Niederlagen gegen den HSV (0:3) und Bayern München (1:3 n.E.) schnell wieder auf den Boden der Bundesliga-Tatsachen zurückgeholt.

Jajalo schon eingeplant

Soldo geht in die zweite Saison in Köln und setzt diesmal vermehrt auf junge Spieler.

Ob der 22-jährige Neuzugang Mato Jajalo, den Soldo "für die Startelf eingeplant" hat, schon bereit für die Bundesliga ist, muss sich zeigen.

Vor allem in der Offensive hatten die Kölner in der vergangenen Spielzeit Probleme. Und auch beim 2:0 gegen Regionalligist ZFC Meuselwitz im DFB-Pokal überzeugte der Kölner-Angriff noch nicht.

Soldo hofft auf Podolski

Daher investierte man nun 2,5 Millionen Euro in den rumänischen Stürmer Alexandru Ionita. Ein "Spektakel" könne der Klub laut Soldo den Fans aber dennoch nicht bieten.

Von einem jedoch erhofft sich Soldo eine deutliche Leistungssteigerung: "Ich erwarte einen ganz neuen Lukas Podolski in der neuen Saison!"

Die SPORT1-Prognose

Eintracht Frankfurt hat mit den starken Stürmern und einem eingespielten Kader die besten Chancen auf einen einstelligen Tabellenplatz. 1899 Hoffenheim sollte sich wieder stabilisieren.

Mainz bleibt nach Bances Abgang eine Wundertüte, könnte auf dem Transfermarkt aber ein gutes Händchen gehabt haben. Wie der 1. FC Köln müssen die Mainzer den Blick aber eher nach unten richten.

Borussia Mönchengladbach darf sich auf eine weitere ruhige Saison einrichten.

09. Eintracht Frankfurt

10. 1899 Hoffenheim

11. Borussia Mönchengladbach

12. FSV Mainz 05

13. 1. FC Köln

>>>HIER geht's zurück zum ersten Teil

TEIL 1 des Bundesliga-Checks: Die Abstiegskandidaten

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel