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Torsten Frings (r.) erzielte in dieser Saison bislang zwei Bundesliga-Tore © getty

Während Hoffenheim die Liga aufmischt, kämpfen Werder Bremen und Schalke 04 am 10. Spieltag um den Anschluss an die Spitze.

München - Nach ihren Sieglos-Serien stehen Werder Bremen und Schalke 04 am Dienstag bereits gehörig unter Druck, denn an der Tabellenspitze machen derzeit andere die Musik.

Die Gelsenkirchener warten seit vier Partien auf einen Dreier und müssen beim Karlsruher SC (Di., ab 19.30 Uhr LIVE) ran.

Die seit drei Spielen erfolglosen Bremer empfangen Bayer Leverkusen.

"Warten auf eine Explosion"

"Die Saison ist zwar noch lang, aber wir können das Siegen nicht endlos verschieben", sagte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs, "es muss ein Erfolg her."

Auch Klubchef Jürgen L. Born forderte von der mit Titelträumen gestarteten, nun aber im Mittelmaß herumdümpelnden Mannschaft unmissverständlich einen Sieg: "Wir warten auf eine Explosion."

Das nötige Feuer, um die Lunte zum Glimmen zu bringen, brennt in Bremen schon mal. Ob die zuletzt angeschlagenen Stars Diego und Claudio Pizarro beim geplanten Feuerwerk mithelfen können, ist aber weiter fraglich.

Beide werden noch immer von Muskelproblemen geplagt.

Ohne Wiese und Jensen

Torhüter Tim Wiese und Mittelfeldspieler Daniel Jensen fallen definitiv aus.

Dafür kehrt der zuletzt gesperrte Per Mertesacker gegen Leverkusen, das schon mit einem Remis zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung übernehmen kann, in die Werder-Elf zurück.

Bayer gibt sich trotzdem optimistisch. "Werder ist eine Top-Mannschaft, aber wir fahren nach Bremen, um dort zu gewinnen", sagt Trainer Bruno Labbadia.

KSC in der Krise

Unter ähnlichen Vorzeichen wie die Bremer geht auch Schalke in das Spiel in Karlsruhe. "Es wird Zeit, dass wir Anschluss nach oben finden. Wir müssen so schnell wie möglich wieder Dreier holen", sagt Mittelfeldspieler Jermaine Jones, "es gilt, vor dem Tor heißer zu sein".

Da trifft es sich gut, dass der in der Liga bereits dreimal erfolgreiche Nationalspieler Heiko Westermann nach überstandenen Sprunggelenksproblemen zurückkehrt.

Auch der KSC scheint der richtige Gegner zur richtigen Zeit zu sein. Die Karlsruher sind nach drei Niederlagen in Folge angeschlagen. Im Falle einer weiteren Pleite droht ihnen gar das Abrutschen in den Tabellenkeller.

Kellerduell ind Bielefeld

Dort würden sie Arminia Bielefeld und Energie Cottbus antreffen, die sich im Abstiegsduell direkt gegenüberstehen. Während Arminia durch das 0:0 auf Schalke zuletzt einen Achtungserfolg feierte, ist die Stimmung in der Lausitz am Boden.

Am Samstag gab es gegen Eintracht Frankfurt trotz einer 2:0-Führung noch eine 2:3-Schlappe.

"Die erste Halbzeit aus der Partie gegen Frankfurt sollte uns Mut machen", sagte Energie-Manager Steffen Heidrich und scheint sich bereits in Durchhalteparolen zu üben.

Bielefelds Trainer Michael Frontzeck will aus der angespannten Situation beim Tabellenletzten auf jeden Fall Kapital schlagen: "Wir wollen dieses Spiel mit aller Gewalt gewinnen, müssen aber Geduld beweisen."

Meyer spuckt große Töne

Diese zeigt man nach dem 1:0-Sieg gegen den KSC auch wieder bei Borussia Mönchengladbach. Die Rheinländer reisen zum VfL Wolfsburg.

"Wenn wir dort 3:0 gewinnen, was logisch wäre, haben wir auch genug Selbstvertrauen für das anschließende Spiel gegen Frankfurt", meinte der neue Borussia-Coach Hans Meyer und übt sich in altbekannter Ironie.

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