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Grafite (r.) kam 2007 aus Frankreich von Le Mans zum VfL Wolfsburg © getty

Der frische Wind durch Meyer ist in Gladbach schon wieder verflogen. Bei der Pleite in Wolfsburg wird ein Debütant zum Pechvogel.

Wolfsburg - Der frische Wind durch Hoffnungsträger Hans Meyer ist bei Borussia Mönchengladbach nach nur einem Spiel verflogen.

In der zweiten Partie unter dem Rückkehrer auf der Trainerbank kassierte die Elf vom Niederrhein mit dem klaren 0:3 (0: 1) beim VfL Wolfsburg die siebte Saisonniederlage und verpasste damit den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Die "Wölfe", für die Grafite (40.) und Zvjezdan Misimovic (75. ) jeweils per Foulelfmeter sowie Abwehrspieler Alexander Madlung (55.) trafen, hielten nach dem vierten Saisonsieg dagegen Anschluss an die Spitzengruppe der Liga.

"Man hat gesehen, dass die Niederlage in München Spuren hinterlassen hat. Wir hatten zu Beginn Schwierigkeiten, haben uns dann aber gesteigert. Das ist ein gutes Zeichen", sagte VfL-Trainer Felix Magath.

Pechvogel Löhe

Zum Pechvogel der Gladbacher avancierte Torwart Frederic Löhe, der in seinem ersten Bundesligaspiel den Strafstoß gegen Grafite verschuldete.

Meyer hatte dem 20-jährigen Debütanten den Vorzug vor Christofer Heimeroth gegeben. Auch in anderen Situationen wirkte der Schlussmann unsicher.

"Ich habe heute Morgen erfahren dass ich spiele. Ich habe mich natürlich gefreut, war aber auch aufgeregt. Wir haben 0:3 verloren, also war es kein gutes Debüt", sagte Löhe.

Die erste gefährliche Situation vor dem Tor der Borussia entwickelte sich schon in der zehnten Minute nach einem schönen Wolfsburger Angriff über Marcel Schäfer und Makoto Hasebe.

Grafite verwandelt

Der Japaner bediente mit einer Flanke Stürmer Edin Dzeko, dessen Kopfball jedoch an die Latte prallte. Löhe wäre dabei machtlos gewesen.

Dafür rettete der Gladbacher Keeper neun Minuten später mit einer Abwehraktion an der Strafraumgrenze gegen den einschussbereiten Dzeko.

Allerdings ging der Nachschuss von Hasebe aus 30 Metern nur knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten vor der Pause sorgte Grafite dann für die verdiente Führung der Platzherren.

"Wir haben 40 Minuten so gut gespielt, wie ich es nicht für möglich gehalten habe. Nach dem 1:0 und dem Ausfall von meinem besten Abwehrspieler Daems hat Wolfsburg seine ganze Klasse ausgespielt. Uns fehlte im zweiten Durchgang die Kraft und die Konzentration", war Meyer nicht restlos unzufrieden.

Foul von Löhe

Nachdem er von Löhe am Fünf-Meter-Raum von den Beinen geholt worden war, verwandelte der Brasilianer den fälligen Strafstoß sicher.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber spielbestimmend und sorgten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff für eine Vorentscheidung.

Misimovic auf Madlung

Madlung war bei einem Freistoß durch Misimovic mit nach vorne gerückt und köpfte den Ball unhaltbar für Löhe ein.

Eine Viertelstunde vor Spielende erhöhte Misimovic selbst durch den zweiten Elfmeter des Abends sogar auf 3:0.

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