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Kevin Kuranyi trifft in der 19. Minute per Kopf zum 2:0 © getty

Mit einem souveränen 3:0-Sieg in Karlsruhe stoppt Schalke die Serie der Sieglosigkeit. Der KSC rutscht immer tiefer nach unten.

Karlsruhe - Schalke 04 hat seine Negativserie beendet und wieder Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga gefunden.

Die Königsblauen setzten sich am zehnten Spieltag 3:0 (2:0) beim in der Krise steckenden Karlsruher SC durch und konnten nach zuletzt vier Partien ohne Sieg wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

Kapitän Marcelo Bordon (15.), Ex-Nationalstürmer Kevin Kuranyi (19.) und Jefferson Farfan (67.) trafen gegen die Badener, die ihre vierte Pleite in Folge kassierten.

"Wir wurden belohnt für die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Der KSC hatte nur ein, zwei Möglichkeiten. Ich bin froh, dass wir uns die Möglichkeiten in der Form herausspielen und glaube nicht, dass viele Mannschaften 3:0 in Karlsruhe gewinnen werden", schwärmte Schalkes Coach Fred Rutten nach dem Spiel.

Franz sorgt für Wirbel

Für den Aufreger des Spiels sorgte Maik Franz. Der bereits Gelb verwarnte KSC-Kapitän machte binnen fünf Minuten seinem Ruf als Liga-Rüpel alle Ehre. Erst rammte der Verteidiger Farfan übel um und sah keine Karte (52.).

Vier Minuten später revanchierte sich der Schalker Stürmer mit einem harten Einsteigen an der Mittellinie gegen Franz und sieht Gelb. Der Gefoulte ließ sich bühnenreif fallen und zog sich den Unmut der S04-Trainerbank zu.

Franz gestikulierte wild zurück, hetzte das Publikum auf und wurde dafür wegen unsportlichen Verhaltens von Schiedsrichter Herbert Fandel des Feldes verwiesen.

Unschöner Abgang

Beim Verlassen des Platzes soll er den Linienrichter touchiert habe, trat zudem wütend gegen einen Stuhl.

Im DSF erklärte der Unparteiische später, dass sich Franz nach dem Spiel bei ihm in der Kabine entschuldigte habe.

Von Beginn an überlegen

Vor 29.164 Zuschauern im Wildparkstadion waren die Gäste, die auf Christian Pander (Wadenverletzung) verzichten mussten, in der Anfangsphase klar überlegen.

Schon nach 45 Sekunden scheiterte Kuranyi nach einem Alleingang an KSC-Torwart Markus Miller. Die starken Schalker bestimmten eindeutig das Geschehen, fanden aber im Karlsruher Keeper ihren Meister.

Der Türke Halil Altintop (3.), Nationalspieler Jermaine Jones (8.), Kuranyi (10.) und der Kroate Ivan Rakitic (14.) konnten den Torhüter zunächst nicht überwinden. Eine Minute später war aber auch Miller beim zweiten Saisontor des Brasilianers Bordon machtlos.

Ausgleichschance nicht genutzt

Allerdings hatten die bis dahin harmlosen Gastgeber, bei denen Außenverteidiger Andreas Görlitz knapp vier Monate nach einer Sprunggelenks-Operation sein Comeback feierte, schon kurz darauf die große Chance zum Ausgleich.

Den Kopfball des Australiers Joshua Kennedy klärte der Georgier Lewan Kobiaschwili für seinen bereits geschlagenen Torhüter Manuel Neuer kurz vor der Torlinie (16.).

Unsicherer Neuer

Nur drei Minuten später bauten die Königsblauen ihren Vorsprung aus. Beim Kopfball Kuranyis, der zum fünften Mal in dieser Spielzeit traf, machte Miller allerdings eine unglückliche Figur.

Den möglichen Anschlusstreffer der Platzherren verhinderte der ansonsten unsicher wirkende Neuer mit einer Parade gegen den Georgier Alexander Iaschwilli (25.).

Rakitic mit der Chance zum 3:0

Die Schalker begnügten sich in dieser Phase damit, die Führung zu verwalten. Erst in den letzten Minuten vor der Pause verstärkten die Gäste wieder ihre Bemühungen im Spiel nach vorne.

Die beste Chance zum dritten Treffer vergab Rakitic, der erneut an Miller scheiterte (39.).

Hektik nach der Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel hätte das Team des niederländischen Trainers Fred Rutten frühzeitig für die Vorentscheidung sorgen können. Danach wurde die Partie aufgrund zahlreicher Fouls extrem hektisch.

Opfer dieser Hektik wurde KSC-Kapitän Franz mit seinem Platz verweis (56.).Zehn Minuten später scheiterte Altintop erneut an Miller (66.), bevor es der Peruaner Farfan besser machte.

"Wir sind natürlich alles andere als zufrieden mit der Leistung und dem Ergebnis. Der Schlüssel für die Niederlage war die Anfangsphase des Spiels. Dort konnten wir nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Wenn man eine Mannschaft wie Schalke Fußball spielen lässt, dann hat man keine Chance", sagte der enttäuschte KSC-Trainer Edmund Becker.

Miller bester Karlsruher

Beste Spieler auf Seiten der Schalker waren der agile Torschütze Kuranyi und Spielmacher Raktic.

Beim KSC konnten Miller und mit Abstrichen Innenverteidiger Tim Sebastian überzeugen.

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