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Piotr Trochowski spielt seit der Saison 2005/2006 für den Hamburger SV © getty

Gegen Stuttgart setzen sich die Hamburger souverän mit 2:0 durch und machen die Hoffenheim-Schmach vergessen.

Hamburg - Die Schmach von Hoffenheim getilgt und den Anschluss an die Spitze gehalten:

Der Hamburger SV hat mit einem 2: 0 (1:0)-Erfolg gegen den VfB Stuttgart Wiedergutmachung für die 0:3-Pleite beim Überraschungs-Aufsteiger betrieben und ist wieder auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt.

Nationalspieler Piotr Trochowski (17.) mit einem Foulelfmeter und Joris Mathijsen (74.) waren für die Norddeutschen erfolgreich, die damit im eigenen Stadion ungeschlagen bleiben.

Die Gäste kassierten dagegen die dritte Auswärtsniederlage und haben etwas den Anschluss an die Spitze verloren.

HSV-Bollwerk steht

Nach der Pleite von Mannheim hatte HSV-Trainer Martin Jol von seinen Spielern verlangt, sie sollen "Tiger mit Eiern" sein und gegen die Schwaben mit einer anderen Einstellung antreten.

Der Holländer hatte wieder Mathijsen neben Bastian Reinhardt in der Innenverteidigung aufgeboten, um seiner Hintermannschaft mehr Stabilität zu geben.

Dies funktionierte auch über weite Strecken der Partie.

Die Schwaben spielten sich zwar vor allem in der zweiten Hälfte Feldvorteile heraus, konnten das Hamburger Tor aber nur selten gefährden.

Petric hat Führung auf dem Fuß

Schon nach zwei Minuten jubelten die Hamburger unter den 50. 037 Zuschauern das erste Mal.

Mladen Petric traf nach einem Freistoß, der Kroate stand dabei aber knapp im Abseits.

Sieben Minuten später hätte er allerdings sein Team in Führung bringen müssen. Bei einem Konter von Paolo Guerrero freigespielt, lief er alleine auf Torwart Jens Lehmann zu und verfehlte das Tor.

Trochowski trifft vom Elfmeterpunkt

In der 17. Minute fiel dann allerdings die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung.

David Jarolim setzte sich auf der rechten Seite im Strafraum durch und wurde von Thomas Hitzlsperger zu Fall gebracht, Trochowski verwandelte sicher.

Der VfB hatte unmittelbar vor der Pause zudem großes Glück, als ein Schuss von Guy Demel nach einem sehenswerten Solo nur die Latte traf. Lehmann hatte gerade noch die Fingerspitzen am Ball.

"Wir haben zu leichte Gegentore bekommen, vor allem der Elfmeter war völlig unnötig, der aus eigenem Ballbeseitz entstanden ist", bemängelte VfB-Coach Armin Veh.

Hamburg übersteht Drangphase

Nach dem Wechsel dominierte zunächst der VfB.

Dabei scheiterte Arthur Boka mit einem ersten gefährlichen Schuss an Torwart Frank Rost (50.), Roberto Hilbert verfehlte in der 57. Minute das HSV-Tor.

Rost musste zudem in der 68. gegen den immer gefährlichen Mario Gomez sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Das zweite Hamburger Tor fiel so etwas überraschend.

"Es war vielleicht ein Arbeitssieg, aber Stuttgart ist auch eine hervorragende Mannschaft", zollte HSV-Trainer Martin Jol dem Gegner Tribut.

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