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Massimo Oddo (r.) machte in der ersten Halbzeit eine unglückliche Figur © getty

Die Bayern setzen auch in Frankfurt ihren Aufwärtstrend fort. Gegen bissige Hessen bringen Klose und Ribery die Entscheidung.

Frankfurt/Main - Dank Miroslav Klose und Franck Ribery hat Rekordmeister Bayern München seinen Aufwärtstrend in der Bundesliga fortgesetzt.

Beim 2:1 (0:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt drehten der deutsche Nationalstürmer (65. Minute) und der französische Mittelfeld-Star (70.) die Partie nach einem Rückstand mit je einem Tor und einer Vorlage.

Die Bayern blieben damit im sechsten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Die mit dem "letzten Aufgebot" angetretene Eintracht war durch ein Eigentor des Argentiniers Martin Demichelis in Führung gegangen (55.), musste aber dennoch nach zwei Siegen in Folge wieder eine Pleite einstecken musste.

"Sind inzwischen fit und stabil"

"Wir haben in der ersten Halbzeit versäumt, zwei, drei Tore zu machen, denn wir haben das Spiel klar beherrscht und kontrolliert. Durch das unglückliche Eigentor wurde es für einen Moment prekär, aber das hat mich nicht beunruhigt. Denn die Mannschaft ist inzwischen so fit und stabil", meinte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann: "Wir haben das Spiel dann rumgedreht und souverän nach Hause gespielt."

Sein Gegenüber Friedhelm Funkel hatte trotz der Niederlage positives gesehen. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie daran geglaubt hat, den Bayern Paroli bieten zu können", meinte er.

Frühe Gelegenheiten für die Bayern

Vor 51.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena hatten die Bayern, die ohne den italienischen Starstürmer Luca Toni (Rippenprellung), Hamit Altintop (Mittelfußverletzung), Willy Sagnol (Achillessehnen-Operation), Breno (Familienurlaub) und Nationalspieler Philipp Lahm (Fußwurzelbruch) auskommen mussten, schon in den ersten Minuten zwei gute Möglichkeiten. Doch weder Lukas Podolski (6.), noch Bastian Schweinsteiger (7.) konnten die sich bietenden Chancen nutzen.

Trotz dieser Gelegenheiten konnte das Team von Klinsmann, der den Brasilianer Ze Roberto überraschend als Linksverteidiger aufgeboten hatte, in der Anfangsphase nicht überzeugen. Die stark ersatzgeschwächten Frankfurter, die auf insgesamt zehn Profis verzichten mussten, konnten durch ihr großes Engagement die Offensivbemühungen der Münchner wirkungsvoll stören.

Schweinsteiger vergibt Großchance

Obwohl die Gäste große Defizite im Spiel nach vorne offenbarten und ohne die nötige Kreativität agierten, hätte Schweinsteiger in der 21. Minute die Führung erzielen müssen. Der Nationalspieler scheiterte aber völlig freistehend mit seinem kläglichen Versuch am Frankfurter Torwart Oka Nikolov.

Immerhin hatten die lethargisch wirkenden Bayern mit keinerlei Problemen in der Defensive zu kämpfen, da sich die Gastgeber ausschließlich auf die Abwehrarbeit konzentrierten und nahezu keine Offensivaktionen starteten. In dieser Phase vergaben der für Ze Roberto im Mittelfeld spielende Tim Borowski (29.) und Kapitän Mark van Bommel (33.) halbwegs brauchbare Chancen der Münchner.

Demichelis mit Eigentor

Nach dem Seitenwechsel änderte sich kaum etwas am Geschehen. Die Bayern waren zwar feldüberlegen, ließen aber Spielintelligenz, Laufbereitschaft und Durchschlagskraft vermissen. Für ihre Nachlässigkeiten wurde die Gäste durch das Eigentor von Demichelis nach einer Flanke des Frankfurters Markus Steinhöfer bestraft.

Erst nach dem Rückstand intensivierte der Meister seine Bemühungen, Klose gelang nach guter Vorarbeit von Ribery sein drittes Saisontor. Im Anschluss drängten die Münchner auf den Sieg. Die Führung gelang schließlich Ribery, der diesmal von der Vorarbeit Kloses profitierte.

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