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Berlins Marko Pantelic betätigt sich gegen den 96er Hanno Balitsch als Sitzfußballer © getty

Nach seiner öffentlichen Kritik legt Marko Pantelic mit seinem Tor den Grundstein zu Herthas 3:0 gegen Hannover.

Berlin - "Unruhestifter" Marko Pantelic hat Hertha BSC Berlin auf Kurs in Richtung Europapokal gebracht.

Der serbische Nationalstürmer, der am Mittwoch öffentlich mehr Respekt von Trainer Lucien Favre eingefordert hatte, erzielte beim etwas glücklichen 3:0 (0:0) gegen Hannover 96 das 1:0 (62.) und schoss die nun bereits seit sechs Pflichtspielen ungeschlagenen Hauptstädter auf Platz fünf.

Andrej Woronin (84.) und Waleri Domowtschiski (90.+1) stellte den Endstand her.

Damit baute die Hertha ihr Punktekonto auf 18 Zähler aus. Die seit vier Partien sieglosen Gäste warten dagegen weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

Kritik in der "Sport Bild"

Vor der Partie hatte Pantelic für Zündstoff gesorgt. In der "Sport Bild" forderte er lautstark ("Habe die Schnauze voll") von Favre mehr Respekt ein. Erst vor knapp zwei Wochen war der launische Angreifer wegen unentschuldigten Fehlens beim Training für das Spiel gegen den VfB Stuttgart (2:1) suspendiert worden.

Gegen Hannover lief der 30-Jährige aber auf und traf.

Trainer Lucien Favre hatte so nach dem Spiel keine Argumente mehr gegen den Serben: "Für mich zählt auf dem Platz. Wenn er gut spielt, und Tore für uns macht, wird er immer spielen", versprach der Coach.

Hannover am Anfang stärker

Vor 30.000 Zuschauern im Olympiastadion war es auch Pantelic, der die erste gute Aktion der Hausherren einleitete. Der Stürmer passte schön auf seinen Landsmann Gojko Kacar, doch der im 96-Strafraum völlig frei stehende Mittelfeldspieler verpasste den Ball um wenige Zentimeter (6.).

Mehr Spielanteile besaßen allerdings zunächst die Gäste. Das Team von Trainer Dieter Hecking zeigte flüssiges Kobinationsspiel und mehr Laufbereitschaft.

Hannover konnte trotz der Überlegenheit aber keine klaren Torchancen herausspielen.

Niveauarmes Spiel

Die Gastgeber entwickelten dagegen erst nach 20 Minuten mehr Offensivdrang: Erst traf Pal Dardai mit einem Distanzschuss nur den Pfosten (23.), dann verfehlte ein Kopfball von Raffael (26.) den Kasten nur knapp.

In der Folgezeit egalisierten sich die beiden von Verletzungssorgen geplagten Mannschaften und das niveauarme Duell ging ohne weitere Höhepunkte in die Pause.

Pantelic mit der Chance zum 2:0

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die 96er den besseren Start und hatten gleich dreimal die Chance zur Führung. Stürmer Mikael Forssell (50./52.) und Spielgestalter Sergio Pinto (51.) schlossen aber zu überhastet ab.

Hanno Balitsch trauerte nach der Partie den verpassten Gelgenheiten nach: "Wenn man die Chancen nicht reinmacht, dann reicht es eben am Ende nicht", stellte der Hannoveraner enttäuscht fest.

Auf der Gegenseite scheiterte zunächst Kacar an Hannovers Torwart Florian Fromlowitz (60.), ehe Pantelic das 1:0 markierte.

Der Serbe nutzte eine schöne Hereingabe von Maximilian Nicu. Nur vier Minuten später hätte der Torjäger erhöhen müssen, aber Fromlowitz war diesmal zur Stelle.

Fromlowitz ragt bei 96 heraus

Auf Berliner Seite waren Nationalspieler Arne Friedrich und Torschütze Pantelic die besten Spieler.

Bei Hannover konnten Forssell sowie Fromlowitz überzeugen.

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