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Roda Antar (l.) kam 2007 vom SC Freiburg zum 1. FC Köln © getty

Borussia Dortmund gewinnt das 104. Westderby gegen den 1. FC Köln. Für die Entscheidung sorgt ausgerechnet ein ehemaliger Kölner.

Köln - Ausgerechnet der Ex-Kölner Florian Kringe hat Borussia Dortmund ganz nah an die Spitzengruppe der Bundesliga herangebracht.

Der Mittelfeldspieler erzielte den Siegtreffer für die Westfalen zum 1:0 (0:0) beim 1. FC Köln und brachte den BVB mit nun 17 Punkten wieder auf Europacup-Kurs.

Zugleich feierten die Schwarz-Gelben nach zuletzt drei Unentschieden in Folge einen hochverdienten Dreier.

Der FC (13 Zähler) muss sich dagegen nach der zweiten Niederlage in Folge wieder ein wenig nach unten orientieren.

Tinga auf Kringe

Vor 50.000 Zuschauern in Köln waren die Dortmunder im 104. Westderby zwischen diesen beiden Teams dem Aufsteiger aus der Domstadt technisch und taktisch klar überlegen, gingen allerdings viel zu fahrlässig mit ihren guten Tormöglichkeiten um.

So dauerte es bis zur 65. Minute, ehe Kringe nach Vorarbeit von Tinga die Lücke im Kölner Abwehrbollwerk fand.

"Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen und hoffen, dass wie diesen so lange wie möglich gehen. Primär waren heute die drei Punkte wichtig. Jetzt darf geträumt werden", kommentierte Dortmunds Patrick Owomoyela den Auswärtssieg seiner Mannschaft.

Pezzoni geknickt

Die Gegner waren dagegen geknickt. "Dortmund war immer einen Schritt schneller. Wir waren nie richtig im Spiel und sind auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen", meinte Kevin Pezzoni.

Der FC machte dagegen viel zu wenig und verließ sich ganz auf die Defensive. So übernahm der BVB ab Mitte der ersten Halbzeit die Initiative und erarbeitete sich reihenweise gute Tormöglichkeiten.

Chance für Valdez

Die beste Chance hatte im ersten Durchgang Nelson Valdez. Zunächst zwang der Stürmer aus Paraguay FC-Keeper Fary Mondragon zu einer Parade, den Nachschuss setzte er dann an den Pfosten (30.).

Nur eine Minute später musste Mondragon erneut eingreifen, als er per Fußabwehr gegen Tinga klärte.

In der 35. Minute war es dann "Maskenmann" Jakub Blaszczykowski, der einen Kopfball knapp über das Gehäuse setzte.

Nur eine Chance

Der Pole spielte mit einer Gesichtsmaske, nachdem er im letzten Spiel gegen Hertha BSC Berlin einen Nasenbeinbruch erlitten hatte.

Die Kölner Fans hofften dagegen vergeblich auf Offensivaktionen ihrer Mannschaft.

Einzig Torjäger Milivoje Novakovic tauchte einmal gefährlich vor dem Dortmunder Tor auf, allerdings versprang dem Slowenen der Ball.

Unverändertes Bild

Auch nach der Pause sahen die Zuschauer ein unverändertes Bild. Dortmund drängte und vergab weiter gute Möglichkeiten.

Dabei traf Kringe nach einer Flanke von Blaszczykowski nur die Latte. Acht Minuten später machte es der frühere Geißbock-Profi dann aber besser, als er aus kurzer Entfernung einschob.

Auch nach dem Führungstreffer war der BVB weiter brandgefährlich und hatte durch den eingewechselten Alexander Frei eine weitere Großchance (68.).

Petit bester kölner

Die Kölner, die zum fünften Mal mit der gleichen Startformation aufliefen, konnten dagegen kaum an ihre zuletzt guten Leistungen anknüpfen.

So war der Portugiese Petit noch bester Kölner, Normalform erreichte auch Schlussmann Mondragon.

Auf Seiten der Dortmunder, bei denen Patrick Owomoyela für den verletzten Marcel Schmelzer (Muskelfaserriss) in die Mannschaft gekommen war, verdienten sich Kapitän Sebastian Kehl und Blaszczykowski die Bestnoten.

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