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Huub Stevens wurde im Vorjahr mit Red Bull Salzburg Meister in Österreich © imago

Vor dem Saisonstart nennt SPORT1-Experte Huub Stevens seine Titelfavoriten, die Bayern-Jäger und stützt einen umstrittenen Coach.

Von Martin Hoffmann

München - Er nimmt kein Blatt vor den Mund:

Huub Stevens wird auch die neue Bundesliga-Saison als SPORT1-Experte begleiten.

Immer Montags wird der ehemalige Bundesliga-Coach von Schalke, HSV, Köln und Hertha BSC den abgelaufenen Spieltag in seiner Kolumne gewohnt kritisch analysieren.

Zuvor blickt der Niederländer, der den österreichischen Meister Red Bull Salzburg trainiert, im Interview mit SPORT1 auf die neue Spielzeit.

SPORT1: Herr Stevens, wer ist ihr Topfavorit für die Deutsche Meisterschaft?

Huub Stevens: Ganz klar, Bayern München.

SPORT1: Warum?

Stevens: Weil sie die beste Mannschaft mit der größten Qualität haben. Sie haben viele Top-Spieler, die nach vorne spielen können, wie Ribery, Robben, Klose, Gomez, Altintop.

SPORT1: Sind die Münchner noch stärker als letzte Saison?

Stevens: Nein, so würde ich das nicht sagen. Aber ich glaube, dass sie nicht wieder solche Schwankungen haben wie zu Beginn der letzten Saison.

SPORT1: Wen sehen Sie als ärgsten Rivalen um den Titel?

Stevens: Ich glaube, der Hamburger SV. Auch weil sie kein doppeltes Programm haben. Das ist ein klarer Vorteil.

SPORT1: Und Schalke 04?

Stevens: Bei Schalke bin ich mal gespannt, wie sie die Doppelbelastung in dieser Saison mit der Champions League wegstecken. Da könnten sie Schwierigkeiten bekommen. Aber sie haben gute neue Leute geholt, vor allem Raul und Metzelder.

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SPORT1: Gibt es einen Klub, den Sie wesentlich stärker sehen als im Vorjahr?

Stevens: Den VfL Wolfsburg. Erstens fällt die Doppelbelastung weg, zweitens haben sie sich gut verstärkt. Da könnte sich auch noch das ein oder andere tun.

SPORT1: Welche Teams sehen Sie im Kampf um die internationalen Plätze?

Stevens: Neben Schalke und Wolfsburg vor allem Bayer Leverkusen.

SPORT1: Und wen sehen Sie im Abstiegskampf?

Stevens: Ich finde es schwierig, da einen Kandidaten zu nennen. Aber es ist ein breites Feld im Abstiegskampf.

SPORT1: Sehen Sie einen Trainerkollegen, der es von Anfang an schwer haben und unter Feuer stehen wird?

Stevens: Ich hoffe, das wird nicht der Fall sein und dass alle Trainer eine faire Chance bekommen werden, um zu bestehen. Es bringt nichts, Trainer frühzeitig wieder zu entlassen. Wenn es bei einigen Teams nicht sofort gut läuft, muss das nicht am Trainer liegen. Es kann auch an den Spielern liegen, wenn sie bestimmte Sachen nicht kapieren oder anders interpretieren. Auch das Vertrauen muss erst wachsen.

SPORT1: Wie bewerten Sie die Situation von Mirko Slomka in Hannover?

Stevens: Da wurde durch bestimmte Medien eine Liste gemacht mit Kandidaten, die zum Abschuss bereit stehen. Ich finde das respektlos. Die Vereine haben ihre Trainer bewusst gewählt, da muss man ihnen schon Vertrauen entgegen bringen.

SPORT1: Wer kann der Spieler der Saison werden?

Stevens: Ich bin gespannt, ob Bastian Schweinsteiger das Niveau halten kann, dass er Ende der letzten Saison und in der Nationalmannschaft bei der WM gezeigt hat. Wenn er das kann, dann kann er der herausragende Spieler der Saison werden.

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