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Aristide Bance spielte von 2008 bis 2010 für den FSV Mainz 05 © imago

Bance verabschiedet sich aus Mainz und heuert in Dubai an. Einer der Hauptgründe sind die Gehaltsvorstellungen des Angreifers.

Von Kwamena Odum

München - In Mainz war Aristide Bance einer der Garanten für den Aufstieg in die Erste Liga und mit seinen zehn Saisontoren entscheidend am Klassenerhalt beteiligt.

Der Stürmer galt als unverzichtbarer Spieler, umso überraschender kam der plötzliche Abschied.

"Aristide hat sein Interesse zum Wechsel bereits über mehrere Wochen und mit wachsender Intensität vorgebracht. Seinen Wunsch begründet er mit wirtschaftlichen und familiären Interessen", sagte FSV-Manager Christian Heidel.

Bance wird künftig in Dubai für Al Ahli FC auf Torejagd gehen.

Mainz soll zwischen fünf und 5,5 Millionen Euro für den Transfer erhalten. Das ist die zweithöchste Ablöse in der Vereinsgeschichte.

Einen Nachfolger haben die Mainzer bereits gefunden.

Der Däne Morten Rasmussen wird für zunächst ein Jahr vom schottischen Erstligisten Celtic Glasgow ausgeliehen. Ob er den Publikumsliebling ersetzen kann, bleibt abzuwarten.

Im Interview mit SPORT1 äußert sich Bance zu den den Gründen seines Weggangs aus Mainz, den gescheiterten Verhandlungen mit Manager Christian Heidel und dem Verhältnis zu seinem Berater.

Aristide Bance über...

die Gründe seines Wechsels nach Dubai:

"Ich bin nicht wegen den Problemen mit dem Knie nach Dubai gegangen, sondern weil ich in Mainz keinen guten Vertrag gehabt habe. Mein Vertrag sah in der Ersten Liga genau so aus wie zuvor in der Zweiten Liga. Ich habe versucht, den Mainzern zu erklären, dass sie ihn verbessern sollten. Das haben sie nicht getan. Deswegen musste ich meine Zukunft woanders suchen.?

die Verhandlungen mit Mainz 05-Manager Christian Heidel:

"Vor drei Wochen war ich bei Chrsitian Heidel im Büro und habe mit ihm über die letzte Saison gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht möchte, dass es so weitergeht. Ich wollte eine Aufbesserung meines Vertrags beziehungsweise eine Anerkennung dafür, was ich für den Verein geleistet habe. Das hätte ich in meinen Augen auch verdient, aber er hat dazu nichts gesagt. Christian Heidel muss nett zu mir sein, ich habe dem Verein sehr geholfen und auf den Afrika Cup verzichtet."

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das Verhältnis zu seinem Berater Dimitri Seluk:

"Mein Berater Dimitri hat mich damals nach Mainz gebracht. Die Hälfte von meinem Lohn muss ich an Dimitri zahlen. Mein Verhältnis zu Dimitri ist sehr gut, wir haben keine Probleme. Probleme habe ich mit Mainz. Nach einer gewissen Zeit habe ich gesagt, dass es auf Dauer nicht möglich ist, immer die Hälfte meines Lohns abzugeben. Ich wollte eine Chance, dass mein Lohn auch mir persönlich zusteht. Die Mainzer haben das nicht verstanden und ich hatte deswegen sogar noch Probleme mit meiner Frau. Deshalb musste ich es woanders versuchen."

seine Familie in Afrika, die er mit seinem verdienten Profi-Gehalt finanziell unterstützen muss:

"Ich habe eine sehr große Familie in Afrika, die ich jeden Monat finanziell unterstütze. Für mich ist es wichtig, dass ich spiele und Geld verdiene, um meine Familie ernähren zu können."

die Ablösesumme sowie sein Gehalt in Dubai:

"Die Ablösesumme betrug 4,5 Millionen. Über mein Gehalt möchte ich nicht sprechen, aber es ist acht Mal so viel wie in Mainz. Meine Frau und ich sind sehr zufrieden."

den Zustand seines verletzten Knies:

"Ich habe mein Knie in Dubai untersuchen lassen und fühle mich damit sehr wohl. Ich habe bereits zwei Spiele gemacht und zwei Treffer erzielt. Momentan fühle ich mich sehr gut. Am 26. August startet die Liga und ich bin in Dubai zu einer sehr guten Mannschaft gestoßen."

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