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Werder ist seit September 2008 gegen Hoffenheim ohne Gegentreffer © getty

Ohne den neuen Wirbler, aber mit viel Schwung reist Werder nach Hoffenheim. SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagsspielen.

Von Christian Stüwe

München - Mesut Özil hat sich zu Real Madrid verabschiedet, der nach zähem Ringen am Freitag endlich verpflichtete Ersatz Wesley ist noch nicht vor Ort 209112(DIASHOW: Die Wechselbörse).

Dennoch geht Werder Bremen mit Rückenwind in die Auftaktpartie bei 1899 Hoffenheim (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

Nachdem zunächst die Pokalhürde Ahlen locker genommen wurde, besiegten die Bremer im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation auch Sampdoria Genua eindrucksvoll.

"Das muss uns Stärke geben", sagt Trainer Thomas Schaaf.

Gegen die Italiener brannten die Norddeutschen streckenweise schon wieder das für sie typische Offensivfeuerwerk ab.

Schaaf fordert Konsequenz

Auch gegen die Kraichgauer will Schaaf seine Mannschaft wirbeln sehen.

"Wir haben uns gewisse Dinge ins Gedächtnis gerufen, wissen, wie der Weg sein soll, aber wir müssen ihn nun auch gehen", fordert der Trainer, der seinen neuen zentralen Mittelfeldspieler Wesley erst in der nächsten Woche in Bremen erwartet.

Pizarro jagt Elber-Rekord

Doch auch die Hoffenheimer sind ein Team, das sein Glück in der Offensive sucht. "Schnelles Umschalten, schnelles Kombinationsspiel, schnelles Einbeziehen der Offensive mit meist drei Angreifern - dafür stehen sie", weiß Schaaf.

In Sinsheim darf also durchaus mit einer torreichen Partie gerechnet werden.

Ein besonderes Tor könnte Claudio Pizarro erzielen. Mit einem weiteren Treffer würde der Peruaner Giovane Elber hinter sich lassen und wäre mit 134 Toren der torgefährlichste ausländische Spieler aller Zeiten.

SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagspartien:

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Borussia Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg

Das 0:0 gegen Nürnberg vom 30. Januar 2007 zog Morddrohungen gegen Jupp Heynckes nach sich, worauf er als Gladbacher Trainer zurücktrat.

Nun stehen sich zwei seiner ehemaligen Spieler an der Seitenlinie gegenüber: Michael Frontzeck, der als Aktiver zehn von elf Heimspielen (bei einem Unentschieden) gegen die Franken gewann, und der Nürnberger Dieter Hecking standen von 1983 bis 1985 zusammen im Gladbacher Kader.

Zuletzt holten die Borussen nur zwei Punkte aus den letzten vier Runden (jeweils 1:1 zu Hause gegen München und Leverkusen), trafen aber in jedem der letzten acht Spiele ins Netz.

Nürnberg verlor vier der letzten fünf Ligapartien und die letzten drei Gastspiele mit insgesamt zehn Gegentoren, rettete sich als zweitschlechtestes Auswärtsteam aber in der Relegation (1:0 und 2:0 gegen Augsburg) vor dem Abstieg.

1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern

Nur die Absteiger Bochum und Hertha holten in der vergangenen Saison zu Hause weniger Punkte als die Kölner, die zudem in den letzten elf Heimspielen gegen den FCK nur zwei (!) Punkte einfuhren - den letzten mit einem 0:0 am 18. Februar 2001.

Lediglich in zwei der letzten neun Heimpartien schoss Köln ein Tor gegen die Pfälzer, die als bestes Auswärtsteam der vergangenen Zweitligasaison (nur drei Niederlagen) anreisen.

In der ersten Pokalrunde bei Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück (3:2 nach Verlängerung) bewahrte Srdjan Lakic die Lauterer erst in der dritten Minute der Nachspielzeit vor dem Aus.

In der Bundesliga ist Lautern seit dem 25. Februar 2006 sieglos, als Boubacar Sanogo mit zwei Toren für ein 2:0 in Mainz sorgte.

1899 Hoffenheim - Werder Bremen

Mit einem 4:5 in Bremen nach einem begeisternden Schlagabtausch machte Hoffenheim am 27. September 2008 Furore.

Seither trafen die Kraichgauer aber nicht mehr gegen Werder ins Netz. Hoffenheim gewann nur eins der letzten sechs Heimspiele (5:1 gegen Hamburg am 25. April), blieb aber in den letzten vier Runden seit dem 0:2 gegen Köln am 10. April ungeschlagen.

Die Hanseaten, für die Pizarro drei Tore gegen Hoffenheim erzielte, gewannen fünf der letzten sechs Auswärtspartien mit 14:4 Toren und verloren nur eins der letzten 14 Punktspiele (1:2 in Dortmund am 3. April).

Werder schoss in der vergangenen Saison in der letzten halben Stunde die meisten Tore aller Klubs (33) und kassierte in der letzten Viertelstunde die wenigsten Gegentore (5).

Aus den letzten drei Auftaktspielen holte Bremen insgesamt nur einen Punkt.

SC Freiburg - FC St. Pauli

Das erste Bundesligaspiel des FC St. Pauli seit acht Jahren. Am 4. Mai 2002 hatten sich die Hanseaten mit einem 2:3 verabschiedet, nachdem sie in den letzten acht Runden insgesamt nur einen Punkt geholt hatten.

Den letzten Erstligasieg feierten sie am 9. März 2002 mit einem 1:0 gegen Freiburg.

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski stand in fünf von sechs Bundesligaspielen der Hamburger gegen Freiburg auf dem Platz und auch in der Elf, die am 19. April 1997 mit einem 0:4 an der Dreisam die einzige Bundesliganiederlage gegen die Breisgauer kassierte.

Auf der Gegenseite ist Ivica Banovic der einzige Freiburger, der Bundesligaspiele gegen St. Pauli bestritt.

Dabei sah er am 27. April 2002 beim 3:2 mit Bremen eine von zwei Gelb-Roten Karten seiner Karriere. Die Freiburger holten im Endspurt der vergangenen Saison zehn Punkte in den letzten vier Runden und verloren nur eins der letzten acht Spiele.

St. Pauli flog mit einem 0:1 beim viertklassigen Chemnitzer FC als erster Bundesligist aus dem Pokal-Wettbewerb.

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Ein 0:0 gegen Frankfurt besiegelte am 11. Mai 1974 den Abstieg der Niedersachsen, aber von den letzten 13 Heimspielen gegen die Hessen verlor Hannover nur eins.

In den letzten sieben Gastspielen an der Leine gelang der Eintracht bei drei 1:1 kein Sieg und nie mehr als ein Tor.

96 rettete sich mit zwei Siegen (6:1 gegen Gladbach, 3:0 in Bochum) erst im Endspurt vor dem Abstieg, hatte aber mit 67 Gegentoren die löchrigste Abwehr der Liga.

Die Niedersachsen, die ihre letzten vier Ligastarts verloren, schieden wie im Vorjahr in der ersten Pokalrunde aus.

Die Hessen holten nur zwei Punkte aus den letzten fünf Runden, in denen sie zwölf Gegentreffer kassierten.

In den letzten 22 Partien spielten sie nur einmal zu Null. Die Eintracht verbuchte in der vergangenen Saison den Rekord von zwölf Gegentoren in der ersten Viertelstunde.

Hamburger SV - Schalke 04

Zum vierten Mal in Folge startet der HSV mit einem neuen Trainer in die Saison (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Nach Huub Stevens, Martin Jol und Bruno Labbadia übernimmt nun Armin Veh, der 2007 schon einmal ein Auftaktspiel gegen Schalke bestritt und dabei mit Stuttgart ein 2:2 erzielte.

Die Hanseaten gewannen keins der letzten vier Heimspiele gegen die Königsblauen und nur eins der letzten sieben. Zudem gingen sie in den letzten neun Runden nur zweimal als Sieger vom Platz.

Schalkes Trainer Felix Magath, der alle seine 306 Bundesligaspiele für den HSV bestritt und die Norddeutschen 1983 zu ihrem einzigen Triumph im Europapokal der Landesmeister schoss, holte sieben Punkte aus den letzten drei Gastspielen bei seinem Ex-Klub.

In den letzten beiden Punktspielen blieb S04 ohne Torerfolg, in den letzten beiden Gastauftritten ohne Gegentor. In Hamburg verbuchte Schalke den Vereinsrekord von acht Platzverweisen.

Beide Teams verloren zuletzt vor sechs Jahren eine Auftaktpartie.

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