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Raul (l.) und Ruud van Nistelrooy spielten dreieinhalb Jahre zusammen bei Real Madrid © imago

Beim Aufeinandertreffen zwischen Hamburg und Schalke stehen die beiden Stars Ruud van Nistelrooy und Raul im Blickpunkt.

Von Mathias Frohnapfel undMartin Volkmar

München/Hamburg - Ruud van Nistelrooy dürfte nicht lange darüber nachdenken, mit wem er nach der Partie gegen Schalke (Sa., ab 18 Uhr im LIVE-TICKER) das Trikot tauscht.

Der HSV-Angreifer wird wohl schnurstracks auf Raul zusteuern.

Dreieinhalb Jahre spielte er mit dem Spanier gemeinsam für Real Madrid, 2007 und 2008 eroberten sie zusammen für die "Königlichen" die Meisterschaft.

Nun stürmen die beiden für Klubs in der Bundesliga. Und beide treibt das Ziel, in Deutschland aller Welt zu zeigen, dass sie trotz ihrer 34 (van Nistelrooy) beziehungsweise 33 Jahre (Raul) weiterhin auf hohem Niveau mithalten können.

Lob für Raul

Van Nistelrooy hat seinem Kumpel Raul ein halbes Jahr Bundesliga-Erfahrung voraus. Tipps will er ihm dennoch keine geben.

"Er ist so erfahren und weiß ganz genau, worauf es im Spiel ankommt. Da braucht er keine Tipps von mir", sagt van Nistelrooy im Gespräch mit SPORT1.

Logisch sei aber, dass Raul wie andere Spieler auch "ein bisschen Zeit" brauche, um sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen.

"Ich bin sicher, dass er auch auf Schalke sein ganzes Können unter Beweis stellt", meint der Niederländer und fügt schelmisch an: "Er sollte damit jedoch erst am zweiten Spieltag anfangen, denn wir wollen die Punkte unbedingt in Hamburg behalten."

Van Nistelrooy fühlt sich bestätigt

Gegeneinander gespielt im Dress von HSV und S04 haben die beiden Stürmer übrigens bereits - beim "LIGA-total!"-Cup auf Schalke.

Auf das Treffen in Hamburg freut sich van Nistelrooy. Die gemeinsame erfolgreiche Zeit in Spanien verbindetet eben.

Außerdem fühlt sich der 34-Jährige bestätigt in seiner Entscheidung, im Winter 2010 von Spanien nach Hamburg gewechselt zu sein.

"Die Bundesliga ist eine sehr attraktive Liga. Sie muss sich vor keiner anderen Liga in Europa verstecken", befindet van Nistelrooy.

"Sehr gute Bedingungen"

Er lobt die "sehr guten Bedingungen" und verweist auf die Zuschauerzahlen. "Auch daran erkennt man, wie beliebt die Bundesliga bei den Fans ist."

Nach vier Jahren bei Real und nun acht Monaten beim HSV kann van Nistelrooy die Unterschiede gut einschätzen.

Genauso weiß er um die harte Konkurrenz in Madrid.

Khedira und Özil mit Chancen

Den beiden deutschen Nationalspielern Sami Khedira und Mesut Özil traut er dennoch den Durchbruch in Spanien zu.

"Beide haben ihre Klasse unter Beweis gestellt, zuletzt bei der WM in Südafrika. Dass es bei Real unheimlich starke Konkurrenz auf allen Positionen gibt, ist dort völlig normal", berichtet er.

"Das weiß man aber auch als Spieler, wenn man zu Real Madrid wechselt."

Van Nistelrooy hat mittlerweile dieses Haifischbecken hinter sich gelassen - genauso wie sein früherer Sturmkollege Raul.

Außer den beiden verschwitzten Leibchen nach Spielende werden sich die beiden früheren Kameraden in Hamburg aber gewiss nichts schenken.

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