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Timo Rost spielt aktuell seine achte Saison bei Energie Cottbus © imago

Arminia Bielefeld erwartet Cottbus mit breiter Brust. Doch Energie ist zum Siegen verdammt. Das Kellerduell verspricht Hochspannung.

Von Michael Schulz

München - Unterschiedlicher könnte die Gefühlslage bei Arminia Bielefeld und Energie Cottbus nicht sein vor dem Kellerduell in Ostwestfalen (ab 19.30 Uhr LIVE).

Die Bielefelder sind zwar Drittletzter, laufen aber nach dem 0:0 bei Schalke 04 mit Selbstvertrauen auf.

Das Schlusslicht aus der Lausitz steht nach einem 2:3 gegen Eintracht Frankfurt trotz 2:0-Führung vor einer Bewährungsprobe.

Noch kein Sieg in Bielefeld

Die Cottbuser haben bei den drei Auftritten auf der "Alm" noch nie gewonnen, aktuell setzte es für die Elf von Trainer Bojan Prasnikar drei Niederlagen in Serie.

Fünf Punkte aus neun Spielen lautet die bisher wenig überzeugende Bilanz.

"Jetzt muss eine Reaktion kommen. In Bielefeld können wir etwas gutmachen", sagte Steffen Heidrich im "kicker". Der Energie-Manager stellt sich weiter öffentlich hinter den Trainer und den Kader, der "im Vorjahr die Klasse gehalten hat".

Heidrich fordert allerdings, dass das Team dauerhaft Leistungen abruft wie in der überzeugenden ersten Halbzeit gegen Frankfurt: "Wir müssen jetzt den Mittelweg finden: Zwingend nach vorn spielen, ohne dass die Defensive leidet."

Schwächster Sturm der Liga

In dieselbe Kerbe schlägt auch Kapitän Timo Rost in der "Lausitzer Rundschau". "Wir brauchen wieder elf Mann, die bis zum Ende Gas geben", sagte der 30-Jährige.

Der Mittelfeldspieler sorgt sich jedoch um die Psyche seiner Mitspieler, "weil uns jedes Gegentor umwirft und unser Selbstvertrauen wegbricht".

Und mit fünf Treffern haben die Cottbuser den schlechtesten Sturm der Liga.

Am Ende in der Zweiten Liga?

Regelrecht die Notbremse zieht daher bereits Mariusz Kukielka. "Natürlich könnten wir jetzt sagen: Dann müssen wir halt das nächste Spiel in Bielefeld gewinnen", beklagt der Verteidiger.

Er fügt hinzu: "Doch wir warten schon seit Wochen immer auf das nächste Spiel - und am Ende gehen wir in die Zweite Liga."

Bielefeld hat aber bisher auch noch keine Bäume ausgerissen. Nach dem einzigen Saisonsieg - 2:0 gegen den 1. FC Köln - holte die Arminia aus vier Spielen nur zwei Punkte.

Frontzeck erwartet Geduldspiel

Dennoch ist Michael Frontzeck nach der "Bringschuld der Mannschaft" gegen Schalke voll des Lobes. "Kämpferisch war das überragend."

Nun muss das Sechs-Punkte-Spiel gegen den direkten Konkurrenten gewonnen werden, um sich etwas Luft nach unten zu verschaffen.

"Es wird vielleicht kein Fußball-Leckerbissen, mit Sicherheit aber ein Geduldsspiel, das wir mit aller Macht und der bedingungslosen Unterstützung unserer Fans gewinnen wollen."

Personelle Sorgen

Beide Trainer müssen sich mit Aufstellungsproblemen herumschlagen. Allerdings muss Frontzeck nur auf der Außenbahn einen Ersatz für den gesperrten Jonas Kamper (Gelb-Rot) finden. Der 25-Jährige traf beim letzten Duell in Cottbus (1:1).

Prasnikar muss hingegen auf Mario Cvitanovic und Stanislaw Angelow verzichten. Ein Fragezeichen steht hinter Mittelfeldspieler Ivica Iliev.

Dennoch zeigt sich der Slowene optimistisch: "Wichtig ist, kompakt aufzutreten, individuelle Fehler zu minimieren und mit Überzeugung nach vorn zu spielen."

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