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Miroslav Klose spielt seit 2006 beim FC Bayern München © getty

Bayern-Stürmer Miroslav Klose versorgt Familie und Freunde mit Tickets. Er warnt aber, dass in Lautern "der Kessel brennt".

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Miroslav Klose ist ein Geheimnisträger.

Und dieser Satz bezieht sich nicht darauf, was der Nationalspieler bereits alles mit seinen Mitspielern beim FC Bayern erlebt hat.

Denn Miroslav Klose war vor seiner Karriere als Profispieler bereits glühender Anhänger des 1. FC Kaiserslautern und pilgerte mit seinen Kumpels regelmäßig zu Heimspielen auf den Betzenberg.

Er weiß, wer den "Bayern-Bazi" in früheren Zeiten am Galgen im Fritz-Walter-Stadion baumeln ließ und wer Bier in Richtung der Bayern-Profis goss.

Treffen mit der Vergangenheit

Der Auftritt des FCB in der Pfälzer Heimat (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) ist für Klose sozusagen ein Treffen mit seiner eigenen Vergangenheit.

"Ich freue mich auf das Spiel, aber es wird sehr schwer", berichtet Klose. "Die Abendspiele waren immer die geilsten auf dem Betze. Sie wurden meistens gewonnen."

Warnung vor Lautern-Kontern

Klar, dass der Stürmer seine Teamkameraden vor der Aufgabe wie vor einem drohenden Gewitter im Hochsommer gewarnt hat.

"Die Lauterer werden brennen, bei jedem Konter mit drei, vier Mann nach vorn rennen."

"Verdächtige" Terminansetzung

Bei Kapitän Mark van Bommel ist diese Ansage angekommen.

Er fordert daher, dass die Münchner so spielen "wie in der ersten Hälfte gegen Wolfsburg". Aussetzer seien tabu. (241095DIASHOW: Die Planspiele des FC Bayern)

Zur Terminansetzung meint der Bayern-Kapitän kampfeslustig: "Das hat sich die DFL gut ausgedacht. Es ist das erste Heimspiel des Aufsteigers und dann gegen uns."

50 Karten für Familie und Freunde

Früher war Klose, der in der Jugend der SG Blaubach-Diedelkopf seine Fußballerlaufbahn startete, selbst Teil des berühmten zwölften Manns der "Roten Teufel".

Jetzt lässt er seine Familie und Freunde am Lauterer Spiel des Jahres teilnehmen, auch weil er in Erinnerung hat, "wie dort der Kessel brennt".

"Ich habe sämtliche Kanäle angezapft und Tickets besorgt."

Wie viele? Klose lächelt kurz, antwortet dann: "50".

Karriereende in Lautern vorstellbar

Dass der Traditionsklub FCK nun wieder Bundesliga spielt, freut ihn ungemein. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Ich bin froh, dass sie den Aufstieg geschafft haben. Das ist auch finanziell für den Klub unheimlich wichtig", erklärt er auf SPORT1-Nachfrage.

Die Pfälzer haben aus seiner Sicht durchaus eine Mannschaft, die in der Bundesliga bestehen kann.

Im Kurzarmtrikot des FC Bayern lässt Klose wissen, dass er es für möglich hält, in Lautern seine Karriere eines Tages ausklingen zu lassen: "Ja, das kann ich mir vorstellen."

WM-Schwung mitnehmen

Zuvor wird er allerdings selbst im Hexenkessel bestehen müssen.

Der 32-Jährige, von 1999 bis 2004 selbst im FCK-Profikader, hofft auf einen "guten Empfang" und sagt mit Blick auf die teaminterne Konkurrenz in München: "Ich will den Schwung aus der WM mitnehmen und Tore machen."

"Wollen noch einen Schritt vorankommen"

Mit den Bayern sind die Ziele ebenfalls hoch gesteckt.

"Wir wollen unseren Fußballstil weiterbringen, noch einen Schritt vorankommen. Was wir gelernt haben, wollen wir gedanklich noch etwas schneller umsetzen", empfiehlt er dem Team für die kommenden Monate.

Für Klose selbst dürfte das erste Auswärtsspiel der neuen Bundesligasaison ein gewaltiger Anschub für die nächsten Aufgaben sein.

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